Ist das Betrug

Domainrecht, Software-Lizenzrecht, Internetauktionshaus [Name geändert], Internetauktionsrecht....

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Der Hilfesuchende
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Ist das Betrug

Beitrag von Der Hilfesuchende » 03.03.10, 22:21

Hallo

folgende fiktive Situation

A verkauft in einem Auktionshaus für 26€ ein Laptopakku was übrig blieb als das Laptop starb. Alle Angaben in der Autkion sind nach bestem Gewissen gemacht.

Nun kauft B das Akku, zahlt und bekommt das AKku. 14 Tage nach Autionsende, bzw mind. 1 Woche nach erhalt des Akkus meldet sich nun der Käufer, das Akku wäre defekt bzw die Akkulaufzeit wäre viel zu gering, er woll das Geld zurück.

Rücknahme und Garantie / Gewährleistung waren ausgeschlossen und A nimmt das Akku nicht zurück da es bei ihm halt noch einwandfrei funktionierte.

Nun erstattet B Anzeige wegen "Warenbetrug" und A bekommt Post von der Polizei.

Wahrheitsgemäß berichtet A der Polizei den Sachverhalt.

Soll nun hier wirklich ein Betrug vorliegen ?

Metzing
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Beitrag von Metzing » 03.03.10, 23:05

Wahrheitsgemäß berichtet A der Polizei den Sachverhalt.
Mit Polizisten redet man nicht, das sollte sich doch langsam herumgesprochen haben.... :roll: (...es sei denn, man ist Geschädigter).

Ich sehe da keinen Betrug. Das Verfahren dürfte wohl eingestellt werden.

Beste Grüße

Metzing
Τὸν ἥττω λόγον κρείττω ποιεῖν.

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Beitrag von Beitragsschreiber » 03.03.10, 23:18

Hilfesuchender hat geschrieben:A verkauft in einem Auktionshaus für 26€ ein Laptopakku was übrig blieb als das Laptop starb.
Da muss ja schon ein sehr außergeöhnlicher Umstand vorliegen, wenn das Laptop "starb" aber der Akku noch (voll?) funktionstüchtig gewesen sein soll.
Hilfesuchender hat geschrieben:A nimmt das Akku nicht zurück da es bei ihm halt noch einwandfrei funktionierte.
Dann war der Akku erst wenige Wochen alt? Akkus verlieren doch auch heutzutage eigentlich immer sehr schnell an Leistung. Das kann einem ja eigentlich auch nicht verborgen bleiben.
Wenn man das Teil etwa nach einem Jahr noch als "voll funktionsfähig" verkauft, kann das m. E. durchaus ein Betrug sein.
Metzing hat geschrieben:Mit Polizisten redet man nicht, das sollte sich doch langsam herumgesprochen haben....
Darf ich Sie damit zitieren? :lol:

Der Hilfesuchende
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Beitrag von Der Hilfesuchende » 04.03.10, 07:21

Laptop starb - Grafikkarte defekt

Akku war einige Monate alt und funtkionierte

Meines Wissens nach intakt, hab nicht behauptet das es definitiv funktioniert bzw es funktioniert ja, nur die Laufzeit ist wohl deutlichst verkürzt.

Warum soll man nicht mit der Polizei reden, hab doch nichts zu verbergen :-(

Edit: Wir haben mal ein bischen gegoogelt. Es finden sich immer wieder berichte das das Akku unter normalen Bedingungen ca. 1 - 1 1/2 Std läuft, d.h. wenns beim Käufer nur 20 min läuft dann könnte das unter voller Belastung sogar normal sein. Vieleicht bin ich ja blöd, aber ich seh noch nicht mal nen defekt, geschweige denn ein Betrug :cry:

Edit 2: Der Käufer hatte das Akku bereits 6 Tage bei sich und dann funktionierte es nicht mehr ausreichend.

karlhaider
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Beitrag von karlhaider » 04.03.10, 15:49

Es wurde ein Laptop-Akku angeboten - diesen hat der Käufer erhalten.
Es handelt sich um einen gebrauchten Akku, was anzunehmender Weise aus der Auktion auch hervor ging - der Käufer konnte also von verringerter Laufzeit des Akkus ausgehen.
Garantie und Umtausch wurden in der Auktion ausgeschlossen - der Käufer hat nach Abwicklung kein Recht auf Rückabwicklung.

Ich sehe hier keinen Betrug.
Vor Gericht wäre wohl maßgebend, wie lange der Akku tatsächlich durchgehalten hat, bis er zu schwach wurde, und ob der Akku nur eine verringerte Laufzeit hat oder inzwischen garnicht mehr funktioniert.

aurorashmi
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Beitrag von aurorashmi » 04.03.10, 16:13

erzähl doch mal, was genau du im Auktionstext bezgl. des Akkus alles angegeben hattest.

jayb
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Beitrag von jayb » 04.03.10, 16:22

karlhaider,

ihre Aussagen sind aber grob fahrlässig. Wir wissen gar nicht, was der TE in seiner Auktion zugesichert hat. Die Akkulaufzeit hängt natürlich nicht nur von dem Alter/Zustand des Akkus ab, sondern auch von der Leistung des Laptops.

Wenn man einen Akku in der Auktion als "funktionierte bei mir problemlos. ist 1 Jahr alt" oder ähnliches angegeben hat und der Akku tatsächlich nur noch 20 Minuten "Kraft" hat, sind die Garantie / Gewährleistungsausschlüsse eh für die Katz.

Wenn ein Artikel nicht die zugesicherten Eigenschaften besitzt, hat der Käufer Anspruch auf Nachbesserung (im Zweifel durch Zusendung eines Akkus, der den besprochenen Eigenschaften entspricht). Mit Garantie oder Gewährleistung hat das nichts zu tun.

Ein Akku, der nur ca. 20 Minuten funktioniert, ist quasi wertlos.

Es hängt also stark davon ab, was in der Auktion stand und was der Akku tatsächlich noch leistet.

Da diese Informationen fehlen, kann man hierüber auch keine richtige Aussage treffen.
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Beitrag von Der Hilfesuchende » 04.03.10, 16:58

aurorashmi hat geschrieben:erzähl doch mal, was genau du im Auktionstext bezgl. des Akkus alles angegeben hattest.
das das Akku bei mir rund 1/2 Jahr benutzt wurde
bis zum Schluss funktionierte
aussieht wie neu und ich es fast als neuwertig bezeichnen würde
die technischen Daten die auf dem Akku standen

keine Altersangaben, keine Zusicherungen

Edit: In dem Gespräch mit dem Beamten (Zufällig ein Freund eines sehr guten Freundes :lol: beim Treffen direkt erkannt ) , lies dieser durchblicken das er der Sache eher sehr gelassen entgegen sehen würde. Auch wenn nicht mehr alle Rechnungen vorliegen ist der Zeitablauf doch relativ schlüssig. Einen Anwalt kann man dann noch einschalten wenn der Staatsanwalt dann doch wegen 25 € Anklage erheben wollen würde.
Zuletzt geändert von Der Hilfesuchende am 04.03.10, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.

jayb
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Beitrag von jayb » 04.03.10, 17:09

Ein "neuwertiger" Akku mit 20 Minuten Laufzeit stellt einen groben Mangel dar. Der Käufer hätte in solchen Fällen Anspruch auf Nachbesserung.

Der Käufer muss in einem etwaigen Gerichtsverfahren den Mangel natürlich nachweisen. Wobei sich das bei nem Akku als nicht sonderlich schwierig darstellt, da dieser wohl nur sehr schwer zu manipulieren ist.

ps: "neuwertig" ist eine zusicherung ;)
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Beitrag von Der Hilfesuchende » 04.03.10, 17:11

jayb hat geschrieben:Ein "neuwertiger" Akku mit 20 Minuten Laufzeit stellt einen groben Mangel dar. Der Käufer hätte in solchen Fällen Anspruch auf Nachbesserung.

Der Käufer muss in einem etwaigen Gerichtsverfahren den Mangel natürlich nachweisen. Wobei sich das bei nem Akku als nicht sonderlich schwierig darstellt, da dieser wohl nur sehr schwer zu manipulieren ist.

ps: "neuwertig" ist eine zusicherung ;)
Ja, das war aber nur meine Meinung und keine definitive Aussage. so ists auch formuliert.

Aber selbst wenn dem so wäre, ein Recht auf Nachbesserung kann ich Geistig ja noch nachvollziehen, aber einen Betrug ? (Dachte immer ein gewisses Maß an Vorsatz ist dazu notwenig)
Zuletzt geändert von Der Hilfesuchende am 04.03.10, 17:14, insgesamt 1-mal geändert.

jayb
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Beitrag von jayb » 04.03.10, 17:13

Betrug setzt Vorsatz voraus. Ob der hier vorliegt, kann man nicht beurteilen.
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Beitrag von Der Hilfesuchende » 04.03.10, 17:15

:lol: schneller geantwortet wie ich editiert habe. (Übgrigens beide oberen Posts)

karlhaider
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Beitrag von karlhaider » 06.03.10, 11:00

Wurde der Akku denn mal komplett entladen und anschließend voll aufgeladen? Wenn er dann immernoch nur 20 Minuten lang durch hält, hat der Akku wohl durch den Schaden am Laptop vor dem Verkauf ebenfalls einen Schaden davon getragen.

p.s.: wurde die Auktion in der Kategorie "Für Bastler" o.ä. eingestellt?

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Beitrag von Der Hilfesuchende » 12.04.10, 06:50

Es darf erwähnt werden, das das Verfahren eingestellt wurde.

Nochmal eine Frage dazu, angenommen der Käufer hätte in der Bucht eine negative Bewertung abgegeben, mit der ausdrücklichen Behauptung das Akku wäre aus 2005, obwohl der Hersteller gegenüber der Polizei mitteilte das das Akku frühestens in 2007 produziert worden sein kann. Ist das dann sowas wie üble Nachrede, bzw kann man da was gegen machen ?

gruß

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