Seite 1 von 1

mal eine spannende frage zu XING

Verfasst: 22.11.11, 18:38
von KingWilli
Hi Forum,


Angestellter A nutzt seit langer Zeit sein XING-Profil beruflich und auch privat. Er nutzt zunächst einen kostenpflichtigen Premium-Account, steigt aber später wieder um auf den kostenlosen Basis-Account.

A wechselt seinen Arbeitgeber und fängt bei UIternehmen U an.
Unternehmen U wünscht, dass A wieder über einen Premium-Account verfügt und bezahlt diesen für ein jahr im Voraus.
A nutzt den Account intensiv beruflich und teilweise auch privat und verdreifacht die Anzahl seiner Kontakte.
Nach 9 Monaten kündigt A sein Arbeitsverhältnis wieder, da es sich nicht nach seinen Vorstellungen entwickelt hat.

Nun verlangt U die Herausgabe des passwortes des XING-Accounts mit der Begründung, es sei nun ein Firmenaccount und die neuen Kontakte seien während der Tätigkeit für U entstanden. A dürfe den Account nicht weiter nutzen. Weiterhin sei der Account ja noch für weitere 3 Monate durch U finanziert.

Zu Recht?


Freue mich auf Eure Antworten!

Gruß

kingwilli

Re: mal eine spannende frage zu XING

Verfasst: 22.11.11, 21:02
von Richard Gecko
Die drei Monate wird man wohl zurueckzahlen muessen, fuer eine Herausgabe des Accounts sehe ich allerdings ueberhaupt keinen Grund.

Re: mal eine spannende frage zu XING

Verfasst: 23.11.11, 11:26
von Michael A. Schaffrath
KingWilli hat geschrieben:es sei nun ein Firmenaccount
Nur weil der AG die Finanzierung des (schon vorher bestehenden) Premium-Accounts des AN übernimmt, gehen dadurch keine Rechte an dem Account an den AG über, solange dies nicht explizit vereinbart war.

Wenn der AG dem AN das Benzingeld zahlt, wird dadurch das Kfz des AN ja auch nicht zum Eigentum des AG. 8)
KingWilli hat geschrieben:und die neuen Kontakte seien während der Tätigkeit für U entstanden. A dürfe den Account nicht weiter nutzen
An "Kontakten" kann schlechterdings kein eigentumsgleiches Recht bestehen. Lediglich eine besondere Vereinbarung könnte dem AN untersagen, beruflich erlangte Informationen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses weiter zu nutzen. Ohne eine solche ist die Forderung des AG an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.