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recht.de • Thema anzeigen - Online einkaufen ohne persönliche Daten einzugeben?
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BeitragVerfasst: 22.06.17, 00:34 
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Hallo Community,

hätte folgende Frage:

Sagen wir mal ein Unternehmen A ist im Bereich "Soziales" tätig und möchte auf der eigenen WebSeite eine Unterstützungsaktion für ein Projekt durchführen und von der eigenen Community dafür Gelder im Rahmen einer Crowdfundingaktion einsammeln (keine Spenden). Unternehmen A möchte allerdings anonyme Unterstützung zulassen, sodass die Unterstützer keine persönliche Daten hinterlassen müssen wie es beim Kauf von Waren im Internet üblich ist. Schließlich möchten viele Unterstützer unerkannt bleiben und geben ungerne persönliche Daten preis.

Das einzige, was das Unternehmen A zur Abwicklung braucht, ist die E-Mail der Unterstützer.
Dies wird benötigt um:
- die Widerrufsbelehrung zuzustellen
- Auftrags-Abwicklungsinformationen wie Zahlungsmodalitäten abzustimmen und
- sich evtl. für die Unterstützung zu bedanken.

Könnte das Unternehmen A bei Auftragsabwicklung nur die E-Mail-Adresse abfragen oder ist das in Deutschland nicht zulässig und das Unternehmen A wäre gezwungen persönliche Daten wie Name und Anschrift abzufragen?

Wenn man sich im Internet umschaut, so gibt es doch viele Firmen, gerade im Bereich Software / digitale Produkte u.s.w., wo beim Verkauf keine persönliche Daten abgefragt werden. Ist das konform oder gibt es bestimmte Ausnahmen?

Vielen Dank.

Viele Grüße

Michael


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 07:55 
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Ein Unternehmen sollte sich bei so einer Sache fundiert anwaltlich beraten lassen und nicht auf den Rat eines anonymen Internetforums verlassen.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 08:07 
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Themenstarter
Es ist eine allgemeine Frage. Ich vertrete kein Unternehmen. Das Thema interessiert mich, deshalb habe ich gefragt.

Wenn ich ein neugieriger Student bin, ändert es die Sachlage? Ich kann doch schlecht zum Anwalt gehen, wenn mich etwas interessiert und ich darauf keine Antwort finde. ;)


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 08:17 
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Keine Spenden bedeutet, dass das Geld wieder zurückbezahlt wird?
Mglw. sollte man sich mit dem Geldwäschegesetz beschäftigen.

_________________
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 08:42 
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Themenstarter
Tastenspitz hat geschrieben:
Keine Spenden bedeutet, dass das Geld wieder zurückbezahlt wird?
Mglw. sollte man sich mit dem Geldwäschegesetz beschäftigen.


Nein, das Geld würde in diesem Fall nicht zurückfließen. Es handelt sich um Crowdfunding. Der Begriff "Spenden" kann nur bei als gemeinnützig anerkannten Organisationen/Firmen verwendet werden. In diesem Fall trifft es nicht zu, daher "Crowdfunding".

Wieso "Geldwäschegesetz"? Wenn jemand die "Unterstützung" oder "Bestellung" widerruft, erhält er das Geld auf das selbe Zahlungsmitel/Konto/Account zurückerstattet, von dem die ursprüngliche Zahlung auch vorgenommen wurde. Sehe darin kein Problem.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 10:19 
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MichaMK hat geschrieben:
Nein, das Geld würde in diesem Fall nicht zurückfließen. Es handelt sich um Crowdfunding. Der Begriff "Spenden" kann nur bei als gemeinnützig anerkannten Organisationen/Firmen verwendet werden. In diesem Fall trifft es nicht zu, daher "Crowdfunding".

Das sind Spenden. Vonmiraus ist es dann spendenbasiertes Crowdfunding.
Man kann jedem Verein, Partei, Firma, Religionsgemeinschaft oder auch einzelnen Personen Geld spenden. Die Gemeinnützigkeit hat idR. nur Auswirkungen auf den Zweck der Spende und die Art der Spendenquittung, welchem dem Spender dann uU. steuerliche Vorteile verschafft.
MichaMK hat geschrieben:
Wenn jemand die "Unterstützung" oder "Bestellung" widerruft, erhält er das Geld auf das selbe Zahlungsmitel/Konto/Account zurückerstattet, von dem die ursprüngliche Zahlung auch vorgenommen wurde.

Das ist dann aber keine Spende sondern ein Kredit.

Was denn nun?

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BeitragVerfasst: 22.06.17, 11:42 
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Beiträge: 18

Themenstarter
Tastenspitz hat geschrieben:
MichaMK hat geschrieben:
Nein, das Geld würde in diesem Fall nicht zurückfließen. Es handelt sich um Crowdfunding. Der Begriff "Spenden" kann nur bei als gemeinnützig anerkannten Organisationen/Firmen verwendet werden. In diesem Fall trifft es nicht zu, daher "Crowdfunding".

Das sind Spenden. Vonmiraus ist es dann spendenbasiertes Crowdfunding.
Man kann jedem Verein, Partei, Firma, Religionsgemeinschaft oder auch einzelnen Personen Geld spenden. Die Gemeinnützigkeit hat idR. nur Auswirkungen auf den Zweck der Spende und die Art der Spendenquittung, welchem dem Spender dann uU. steuerliche Vorteile verschafft.
MichaMK hat geschrieben:
Wenn jemand die "Unterstützung" oder "Bestellung" widerruft, erhält er das Geld auf das selbe Zahlungsmitel/Konto/Account zurückerstattet, von dem die ursprüngliche Zahlung auch vorgenommen wurde.

Das ist dann aber keine Spende sondern ein Kredit.

Was denn nun?


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Der Vertrag über das "Crowdfunding" wird doch über das Internet geschlossen und nach Fernabsatzgesetz hat der Verbraucher das Recht den Vertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen. Daher gehe ich davon aus, dass Unternehmen A den Unterstützern eine Widerrufserklärung überreichen müsste. Ist es beim rewardbasierten Crowdfunding etwa nicht der Fall (wenn der Unterstützer eine Danke-Mail, -Postkarte, Namensnennung oder das zu entwickelnde Produkt als "Dankeschön" erhält?

Unabhängig davon ob eine Widerrufserklärung zugestellt werden muss oder nicht, wäre die Frage nach der Erfassung der persönlichen Daten der Unterstützer. Ist das zwingend erforderlich oder reicht es aus, wenn die Unterstützer lediglich die E-Mail-Adresse angeben?

Wenn im Fall vom Crowdfunding dem Verbraucher kein Widerrufsrecht zusteht, wäre dann möglich gar keine Daten der Unterstützer zu erfassen und lediglich die Bankverbindung anzugeben, sodass die Unterstützer eine normale Überweisung tätigen können, ohne (bis auf Namen des Kontoinhabers) persönliche Daten preisgeben müssen? (das wäre dann spendenbasiertes Crowdfunding)

Danke, dass Sie sich Zeit nehmen meine Fragen zu beantworten.


Zuletzt geändert von MichaMK am 22.06.17, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22.06.17, 11:49 
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MichaMK hat geschrieben:
rewardbasierten Crowdfunding

Das wäre dann die dritte Variante die jetzt hier rumgeistert. Also ist es jetzt "donation rewarded lend crowd funding". :mrgreen:
Bleibts dabei oder kommt Crowd Investing auch noch dazu? :)
Vorab:
Für Spenden gibts nmE. kein Widerrufsrecht. Wieso auch....

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BeitragVerfasst: 22.06.17, 11:54 
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Themenstarter
Tastenspitz hat geschrieben:
MichaMK hat geschrieben:
rewardbasierten Crowdfunding

Das wäre dann die dritte Variante die jetzt hier rumgeistert. Also ist es jetzt "donation rewarded lend crowd funding". :mrgreen:
Bleibts dabei oder kommt Crowd Investing auch noch dazu? :)
Vorab:
Für Spenden gibts nmE. kein Widerrufsrecht. Wieso auch....


Nein, Crowd-Investing kommt nicht dazu. Das wäre ein Sonderfall.

Die meisten Crowdfunding-Kampagnen bestehen aus 2 Varianten: bis zu einem x-Betrag erhalten die Unterstützer keine Gegenleistungen und ab dem x-Betrag gibt es Gegenleistungen in Form von "Dankeschöns". Meine Frage bezieht sich auf so einen Fall. Ich hatte es ursprünglich nicht extra erwähnt, weil ich nicht wusste, dass es solche Unterschiede gibt.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 12:08 
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Themenstarter
Gut, das mit dem Widerrufsrecht beim spendenbasierten Crowdfunding haben wir geklärt. Danke.

Wie wäre es dann mit dem Widerrufsrecht beim reward based Crowfunding? Also, wenn die Unterstützer kleine Dankeschöns erhalten?

Und noch einmal zurück auf meine ursprüngliche Frage zurück:

Muss das Unternehmen A, das Crowdfunding-Kampagne schaltet von den Unterstützern die persönlichen Daten wie Name und Adresse abfragen oder ist es nicht nötig, wenn es nicht erforderlich ist, um die "Dankeschöns" zuzustellen?


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