Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartphone

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Deputy
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Deputy » 22.11.18, 22:53

Das traurige daran ist, dass Leute wie Du tatsächlich denken, sie wüssten durch ihre "Erfahrungen" Bescheid. Du hast nicht den Hauch einer Ahnung, wie gut es dir im Vergleich zum Durchschnitt auf der Welt geht - stellst dich aber als Opfer dar, der mit die schlimmsten Erfahrungen gemacht hat. Und es gibt so viele Leute, die über solche Erfahrungen froh wären und dich und deine Geschichte nur Auslachen würden.

Das ist schlicht und einfach nur überheblich und arrogant.

Alf_EF
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Alf_EF » 22.11.18, 23:00

Wer ist jetzt gemeint?

@gmmg:
Ne, das hast du falsch verstanden.
Die Festplatten, die ich ausbauen durfte wurden mitgenommen, der PC wurde also ohne Festplatten hiergelassen.

gmmg
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von gmmg » 22.11.18, 23:54

Na dann hatten sie wohl wirklich keine Lust soviel zu schleppen. Für die Installation eines Staatstrojaners würde das Vorgehen allemal reichen. Dann hilft auch keine Verschlüsselung mehr.

Dazu meint die Süddeutsche:
https://www.sueddeutsche.de/digital/ueberwachung-der-staatstrojaner-frisst-die-grundrechte-auf-1.3842098 hat geschrieben:Der größte, umfassendste, weitreichendste, heimlichste und gefährlichste Grundrechtseingriff hat begonnen.
Und Netzpolitik.org meint:
https://netzpolitik.org/2018/staatstrojaner-das-grosse-schnueffeln-hat-begonnen/ hat geschrieben:Die Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern und der Online-Durchsuchung wurde von der großen Koalition im vergangenen Sommer im Hau-Ruck-Verfahren beschlossen. Zuvor war dem BKA der Einsatz der Spionagesoftware nur unter strengen Auflagen und zur Prävention von internationalem Terrorismus gestattet. Nun kommt das höchst fragwürdige Instrument auch zur Aufklärung von Alltagskriminalität zum Zug.
Schöne neue Welt.


[Offtopic]
Ich schätze mal, das Deputy mich meint, wenn er es unter meinen Beitrag setzt.
Deputy hat geschrieben:Das traurige daran ist, dass Leute wie Du tatsächlich denken, sie wüssten durch ihre "Erfahrungen" Bescheid.
Erfahrungen sind immer subjektiv, die muss jeder selber machen, und die kann einem naturgemäß keiner absprechen.
Und meinst du es ist hilfreich, seine Sterotype über "Leute wie ..." so raushängen zu lassen?
Du hast nicht den Hauch einer Ahnung, wie gut es dir im Vergleich zum Durchschnitt auf der Welt geht ...
War das jetzt Thema? Und du bildest dir wirklich ein zu wissen, was mir diesbezüglich bewusst ist? Da kann ich dich nur auf deinen letzten Satz verweisen.
Deputy hat geschrieben:stellst dich aber als Opfer dar, der mit die schlimmsten Erfahrungen gemacht hat
Wo jetzt?
Deputy hat geschrieben:Und es gibt so viele Leute, die über solche Erfahrungen froh wären und dich und deine Geschichte nur Auslachen würden.
Welche Geschichte, und worüber genau wäre jemand froh?
[/Offtopic]

Tom Ate
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Tom Ate » 23.11.18, 06:55

Irgendwie wird hier die Polizei als Feinbild (das Böse) dargestellt. Ich denke da ist etwas gedanklich verschoben. Zur Erinnerung: die Polizei wehrt Gefahren für die öffentliche Ordnung ab und verfolgt Straftaten, ihr Handeln ist nur aufgrund einer gesetzlichen Legitimation möglich, es gibt umfassenden Verwaltungsrechtschutz, strafprozessuale Verantwortung und Kontrolle der Staatsanwaltschaft, Gewaltenteilung, richterliche Entscheidungsvorbehalte und behördeninterne und parlamentarische Kontrolle.

windalf
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von windalf » 23.11.18, 10:39

Irgendwie wird hier die Polizei als Feinbild (das Böse) dargestellt.
Nur dann wenn die Polizei meint es wäre Aufgabe des Bürgers (und ganz normal) Verdachtmomente gegen sich selbst auszuräumen. Das mag zwar bequemer sein für die Polizei aber mehr auch nicht...

Die Polizei wird deswegen gern als Fein(d)bild gesehen, weil die im Falle eines Fehlers den Schaden nicht wieder aufräumen. Dem Bürger wird Aufwand gemacht aber es gibt von Seite der Polizei niemanden der sich von selbst um die Belange des zu Unrecht belästigten Bürgers kümmert.

Beispiele:
Im einfachsten Falle wäre das bei den befragten Nachbarn zu Kreuze kriechen und verkünden, dass man hinsichtlich der Verdachtsmomente auf einem Irrweg befunden hat.

In Sachen beschlagnamter Hardware wäre das die Hardware schnell zurückzugeben und auch wieder so alles zusammenzubauen und anzuschließen, wie man es vorher vorgefunden hat. Der Zeitwertverlust wird von selbst erstattet und nicht erst auf Antrag.

Bei einem Negativen Bluttest auf der Wache wird man zum eigenen Auto zurückgefahren und nicht direkt auf der Wache entlassen. Es gibt Schmerzensgeld für die Blutenahme.

Dem Bürger wird die Zeit die ihm geraubt wird bezahlt.

usw...

Dann würde der Bürger die Polizei auch nicht als Fein(d)bild wahrnehmen. Im Ergebnis ist die Polizei sonst für den unbescholtenen nur jemand der ihm Ärger und Aufwand macht
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Tom Ate
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Tom Ate » 23.11.18, 10:56

wenn die Polizei meint es wäre Aufgabe des Bürgers (und ganz normal) Verdachtmomente gegen sich selbst auszuräumen.
Das meint die Polizei nicht, aber sie bietet dem Bürger die Möglichkeit Beweise (hier entlastende) in das Verfahren einzubringen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt im Verfahren!


Zumal die Polizei sich mit dem Verdacht nicht auf dem Irrweg befunden hat. Ein Verdacht ist ein Verdacht. Er erhärtet sich oder verweichlicht sich. Es gibt Indizien oder Beweise, die den Verdacht stützen und entgegenstehen.

Das Ergebnis des Bluttestest gibt es später, nicht direkt auf der Wache. Dadurch dürfte es höchst unwahrscheinlich sein, dass man im Anschluss einer Blutprobe zum Auto gefahren wird.


Schadensersatz und Schmerzensgeld hängt davon ab, wer den Umstand zu vertreten hat, wie begründet der Verdacht war und damit mit der Rechtmäßigkeit

windalf
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von windalf » 23.11.18, 11:24

Das meint die Polizei nicht, aber sie bietet dem Bürger die Möglichkeit Beweise (hier entlastende) in das Verfahren einzubringen.
Man ist in einem Rechtsstaat so lange unschuldig bis einem das Gegenteil bewiesen wurde. Es ist nicht Aufgabe des Bürger zu beweisen, dass er unschuldig ist.
Zumal die Polizei sich mit dem Verdacht nicht auf dem Irrweg befunden hat. Ein Verdacht ist ein Verdacht. Er erhärtet sich oder verweichlicht sich.
Es hätte ja auch keiner was dagegen, wenn die Polizei am Ende auch wieder aufräumt, was beim Nachgehen nach diesem Verdacht zerteppert wurde...
Das Ergebnis des Bluttestest gibt es später, nicht direkt auf der Wache. Dadurch dürfte es höchst unwahrscheinlich sein, dass man im Anschluss einer Blutprobe zum Auto gefahren wird.
Naja dann mach es halt so. Dem Bürger wird angeboten ihn zum Auto zurückzufahren oder nach Hause. Ergibt die Probe am Ende er war besoffen dann muss er die Fahrt aber selbst zahlen. Er kann sich dann ja selbst aussuchen ob er das Angebot annimmt oder nicht.
Schadensersatz und Schmerzensgeld hängt davon ab, wer den Umstand zu vertreten hat, wie begründet der Verdacht war und damit mit der Rechtmäßigkeit
Gut erkannt und genau das ist das Problem. Es müsste am Ergebnis hängen, wenn der Bürger die Polizei nicht als Feind sehen soll...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Alf_EF
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Alf_EF » 23.11.18, 11:40

Es kommt halt auf die Erfahrungen an, die man mit diesem "Verein" gemacht hat.
Ich mit meinen fast 24 Jahren habe die Hilfe der Polizei allerdings selbst auch noch nie gebraucht sondern hatte nur bei der Durchsuchung und eben letzten Freitag mit denen zu tun.
Menschlich gesehen waren die Beamten jedes Mal nett aber eine Verhältnismäßigkeit sehe ich bei diesen beiden Aktionen überhaupt nicht.
Eine Durchsuchung mit Hardwarebeschlagnahmung weil jemand behauptet, ich habe ihn "Betrüger" genannt und dann letzte Woche Die Browser-Verlauf-Besorgten, welche nicht
nur mich, sondern auch ein Familienmitglied auf der Arbeit besuchten.
Der Typ, der mir das mit dem "Betrüger" unterstellte wurde natürlich nicht bestraft.
Man kann sich doch vorstellen was dann von Kollegen alles getuschelt und gedacht wird, selbst wenn sich der Verdacht nicht erhärtet, wie es bei mir anscheinend nun der Fall war.
Da läuft doch in diesem Rechtssystem gewaltig was schief.
Das heißt doch im Klartext, wenn ich Irgendjemanden nicht mag, behaupte ich vor der Polizei mal schnell was, vielleicht auch noch anonym und schon ist der Beschuldigte seinen
Rechner los.
Ich möchte nicht wissen, wie viel berufliche Existenzen, die auf ihre Hardware noch mehr angewiesen sind, an so etwas kaputt gegangen sind.
Ein Freund von wir bekam mal eine Wohnungsdurchsuchung, weil jemand behauptete, dass er Waffen besitzt.
Da wurde er mit Handschellen auf sein Bett gesetzt und konnte zusehen, wie alles auf den Kopf gestellt wurde, ohne danach wieder aufzuräumen.
Nach den Aktionen, welche ich nun erlebt habe, kamen mir da auch als erstes Begriffe wie Stasi und Polizeistaat in den Sinn, auch wenn diese Organisation vor meiner Zeit spielte
und ich politisch bis jetzt neutral bin.
Das gleiche Polizeirevier, mit dem ich zu tun hatte, hat dann aber für andere Dinge keine Zeit, wie z.B. für eine Bekannte, die Sparkassen-Cheffin ist und die Polizei angerufen hat, weil
ein Kunde in der Filiale ausgerastet und handgreiflich geworden ist.
Ihr sagte man am Telefon, dass sie selber damit fertig werden müsse.
In der Filiale arbeiten nur 7 Frauen, die die Antwort der Polizei am Telefon bestätigen können, da auf laut gestellt wurde.
Wahrscheinlich ist der Herr dann auf Grund eines Lachanfalls freiwillig verschwunden, ohne dass Schlimmeres passiert ist.
So etwas alles schockiert mich und macht mich wütend.

Tom Ate
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Tom Ate » 23.11.18, 13:49

Windalf,


Die Unschuldsvermutung hat nichts mit dem Ermittlungsverfahren zu tun. Und der Verdächtige / Beschuldigte hat das Recht Beweise einzubringen.


Weiterhin ist es das persönliche Pech, wenn man nach der Blutprobe bei der Polizei ist. Zu diesem Zeitpunkt liegt der mehr als begründete Tatverdacht einer Trunkenheitsfahrt dar. Die Polizei ist nicht Taxi. Er muss selber wegkommen. Wobei manchmal Polizisten auch Menschen wieder wegfahren. Das hängt von besonderen Einzelfall ab. In ganz wenigen besonderen Fällen erhält der Geblutprobte Schmerzensgeld und Fahrtkosten - nämlich bei einer rechtswidrigen Blutprobe. Pusten ist somit, wenn man fälschlicherweise in Verdacht geraten ist gar keine schlechte Sache. Zumal allermeistens trotz fälschlicherweisen Verdacht die B,utprobe rechtmäßig ist.

Das ist alles insgesamt etwas komplizierter. Ausdiesem Grund dauert die Polizeiausbildung auch mehr als 6 Wochen.

windalf
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von windalf » 23.11.18, 14:23

Das ist alles insgesamt etwas komplizierter. Ausdiesem Grund dauert die Polizeiausbildung auch mehr als 6 Wochen.
Die Gründe spielen keine Rolle... Die Aussage war
Irgendwie wird hier die Polizei als Feinbild (das Böse) dargestellt.
und meine Begründung war, das liegt daran, dass am Ende nicht auf das reine Ergebnis abgestellt wird und wenn der Bürger unschuldig war die Polizei nicht von selbst hinterherräumt, was Sie angerichtet hat.

So lang das so ist, wird die Polizei eben als Feindbild wargenommen. Das es Gründe gibt warum die Polizei das darf oder nicht darf habe ich hinsichtlich dieser Aussage gar nicht diskutiert oder in Frage gestellt...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

gmmg
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von gmmg » 23.11.18, 14:33

Alf_EF schildert es ja. Es scheint mitunter jedes Gefühl für Verhältnismäßigkeit verloren gegangen zu sein, und stattdessen macht man bürokratisch irgendeinen Dienst, um irgendwas zu tun.
Und man kann auch nicht darauf Abstellen, dass die Polizei ja nur ihren Auftrag verfolgt. Wie sie das macht liegt nämlich auch in ihren eigenen Ermessen.
Ganz besonders ist es nicht ihr Auftrag, selbst die Öffentliche Ordnung außer Kraft zu setzen und/oder selbst Straftaten zu begehen. Wenn dies geschieht, und sowas geschieht überall auf der Welt, dann muss das besonders strikt aufgeklärt werden.

Aber wie sieht es hierzulande aus? So, dass Amnesty International sich veranlasst sah, zu dem Thema eigens eine Kampagne zu starten. Geändert hat das wenig.
Straftäter in Uniform sind wie jeder andere zu behandeln. Aber was geschieht in der Praxis? Viel zu häufig gar nichts, außer dass die Anzeigen mit Gegenanzeigen beantwortet und die Stafverfolgung der Beamten systematisch behindert wird, wie der Kriminologen Tobias Singelnstein feststellt.
Das sind gut belegte Fakten, nich persönliche Ansichten oder Feindbilder.

Wie kann es sein, dass Täter in Uniform, die schwerste Körperverlrtzungen oder sogar einen Tötungsdelikt begehen, zu symbolischen Bewährungsstrafen verurteilt werden? Und weiterhin Entschädigungen aus der Staatskasse, d.h. vom Steuerzahler, beglichen wird, obwohl sich hier ganz konkrete Beamte gegen die Rechtsordnung gestellt, strafbar gemacht und den Schaden verursacht haben. Wenn das rechtens ist, dann ist das Recht eben reichlich pervertiert.

Häufig wird selbst bei Tötungen von Menschen die gerichtliche Aufarbeitung im Vorhinein unterbunden.

Es ist eines Rechtsstaats unwürdig hinzunehmen, dass Täter, die zu einer bestimmten Berufsgruppe gehören, praktisch so viel Nachsicht erfahren.

Deputy
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Deputy » 23.11.18, 21:06

windalf hat geschrieben:
Irgendwie wird hier die Polizei als Feinbild (das Böse) dargestellt.
Nur dann wenn die Polizei meint es wäre Aufgabe des Bürgers (und ganz normal) Verdachtmomente gegen sich selbst auszuräumen. Das mag zwar bequemer sein für die Polizei aber mehr auch nicht...
Je nach Situation ist es auch bequemer für den Bürger - wenn er zum Beispiel im Extremfall einen Verdacht ausräumen kann, der zu U-Haft führt. Von unangenehmen Nebenfolgen einer Ermittlung wie zB quatschenden Nachbarn mal ganz abgesehen.

Im übrigen kann ein Gericht bei einem Freispruch auch davon absehen, die Kosten der Staatskasse aufzuerlegen, wenn der Bürger seine Unschuld einfach hätte beweisen können, es aber nicht getan hat.

Hier wird unterstellt, dass sich jede Ermittlung ganz einfach führen lässt und Beeinträchtigungen - insbesondere von Unschuldigen - problemlos vermeiden lassen, wenn die Polizei nur will; und das ist einfach Quatsch.

windalf
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von windalf » 23.11.18, 23:29

Hier wird unterstellt, dass sich jede Ermittlung ganz einfach führen lässt und Beeinträchtigungen - insbesondere von Unschuldigen - problemlos vermeiden lassen, wenn die Polizei nur will; und das ist einfach Quatsch.
Das ist kein Quatsch sondern eine Frage von Ressourcen... Ein Ermittlung wird nicht schwieriger nur weil der Unschuldige nicht mitwirkt. Die wird höchstens aufwendiger...
Im übrigen kann ein Gericht bei einem Freispruch auch davon absehen, die Kosten der Staatskasse aufzuerlegen, wenn der Bürger seine Unschuld einfach hätte beweisen können, es aber nicht getan hat.
Und ein eigenes Beispiel gefunden, warum der Bürger die Polizei bzw. den Staat als Feindbild sieht. Wenn man nicht möchte, dass das so ist, ist die Lösung ganz einfach. Bei "Verfolgung/Beeinträchtigung" eine Unschuldigen tut man am Ende eben alles um das für die Person bestmöglich wieder gerade zu rücken. Tut man das nicht, wird man eben zum Feindbild.

Kann man machen aber es ist affig sich drüber aufzuregen, dass man von vielen Bürgern als Feindbild wahrgenommen wird. Das liegt einfach an den Spielregeln... Entweder ändert man die Spielregeln oder aber man lebt damit, dass man bei aktuellen Spielregeln eben als Feindbild wahrgenommen wird.
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Tom Ate » 24.11.18, 15:12

Eine aufwendige Ermittlung ist schwieriger.

Evariste
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Re: Besuch von Polizei mit freiwilliger Computer-und Smartph

Beitrag von Evariste » 24.11.18, 16:51

Deputy hat geschrieben: Im übrigen kann ein Gericht bei einem Freispruch auch davon absehen, die Kosten der Staatskasse aufzuerlegen, wenn der Bürger seine Unschuld einfach hätte beweisen können, es aber nicht getan hat.
Das ist - so formuliert - falsch. Jeder, der einer Straftat beschuldigt wird, hat das Recht zu schweigen. Das darf ihm nicht zum Nachteil ausgelegt werden. Die Erstattung der Kosten kann dann versagt werden, wenn der Beschuldigte sich zwar zum dem Vorwurf geäußert hat, dabei aber wesentliche entlastende Umstände verschwiegen hat.

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