§36 VSBG - Hinweis zur (Nicht-) Teilnahme

Domainrecht, Software-Lizenzrecht, Internetauktionshaus [Name geändert], Internetauktionsrecht....

Moderator: FDR-Team

Antworten
Zafilutsche
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5708
Registriert: 24.07.07, 09:47
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet

§36 VSBG - Hinweis zur (Nicht-) Teilnahme

Beitrag von Zafilutsche » 14.01.19, 09:51

Artikel
Chef möchte eine Internetpräsenz erstellen lassen.
Der Datenschutzbeauftragte empfiehlt den Hinweis und den Link zur OS-Plattform, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass mal die eine oder andere Privatperson
(mehr oder weniger zufällig) auf die spätere Website stossen kann, um z.B. eine Anfrage stellen zu wollen.
Gedacht ist die Seite eigentlich für B2B Kunden/Lieferanten/Dienstleister usw., weil es sich um eine Herstellerfirma handeln würde. Wie bereits erwähnt, könnten theoretisch Privatpersonen die Seite aufrufen und Kontakt zum Unternehmen aufnehmen. Die Beschäftigten Zahl liegt bei über 10 Personen.
Wird der Link zur OS-Plattform alleine wegen der Beschäftigtenzahl notwendig?
Danke für Einschätzungen!

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14964
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: §36 VSBG - Hinweis zur (Nicht-) Teilnahme

Beitrag von SusanneBerlin » 14.01.19, 10:02

Meiner Meinung nach nicht, weil sich die Website nicht an Verbraucher richtet und das Unternehmen keine geschäftlichen Beziehungen mit Verbrauchern eingeht, also kann auch kein Streit entstehen, der zu schlichten wäre.

Selbst wenn ein Verbraucher über die angegebenen Kontaktmöglichkeiten eine Frage an das Unternehmen richtet: das Unterbehmen trifft keine Pflicht auf Verbraucheranfragen zu antworten und wäre mAn. auf der sichersten Seite, wenn Verbraucheranfragen einfach gelöscht würden ohne Speicherung irgendwelcher Daten des Verbrauchers.
Grüße, Susanne

Zafilutsche
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5708
Registriert: 24.07.07, 09:47
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet

Re: §36 VSBG - Hinweis zur (Nicht-) Teilnahme

Beitrag von Zafilutsche » 17.01.19, 14:15

SusanneBerlin hat geschrieben:... und wäre mAn. auf der sichersten Seite, wenn Verbraucheranfragen einfach gelöscht würden ohne Speicherung irgendwelcher Daten des Verbrauchers.
Diese Ansicht vertritt der DSB offenbar auch, aber die einfache Anfrage kommt schon über die Server des Internetproviders und läuft danach über einen Hauseigenen Firmenserver vielleicht noch zu einem oder mehreren Einzelarbeitsplätzen. Mal eben löschen ist da nicht. Ein mögliches Fressen für Abmahnanwälte?

Antworten