Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

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Celestro
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von Celestro »

winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 07:54
und eine solche nachträgliche Forderung macht eher den Käufer verdächtig.
Warum? Der Käufer hat bezahlt und die Ware nicht erhalten. Es dürfte wohl auch kaum der Lebensrealität entsprechen, das private Käufer wegen 2,50 Euro anfangen zu betrügen. Zumal wie schon erwähnt, die Post ggf. eine Abholung aus der Packstation sogar nachvollziehen könnte (selbst bei nicht Verfolgbarkeit der Sendung als solcher).

winterspaziergang
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von winterspaziergang »

Celestro hat geschrieben:
22.01.20, 09:38
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 07:54
und eine solche nachträgliche Forderung macht eher den Käufer verdächtig.
Warum?
weil es auch um das geht, was vor dem hier zitierten steht. der ganze Satz, der Kontext. wie oft denn noch?
Der Käufer hat bezahlt und die Ware nicht erhalten.

Der Käufer hat bezahlt und behauptet die Ware nicht erhalten zu haben- und er fordert das Geld und einen Nachweis für den Einwurf eines Briefes mit einem Inhalt im Wert von 1 Euro...
Es dürfte wohl auch kaum der Lebensrealität entsprechen, das private Käufer wegen 2,50 Euro anfangen zu betrügen.

Aber es entspricht der Lebenswirklichkeit bei einem Brief dessen Inhalt 1 Euro wert ist, Einschreiben oder Zeugen einzuschalten?
oder dass ein privater Verkäufer anfängt wegen 1 Euro zu betrügen?
Zumal wie schon erwähnt, die Post ggf. eine Abholung aus der Packstation sogar nachvollziehen könnte (selbst bei nicht Verfolgbarkeit der Sendung als solcher)
.
Die "Erwähnung" stammt von mir in Form einer Frage. Damit wäre es doch klar: Ging die Post ein, wäre es klar, wer hier betrügt.
Ging sie nicht ein, ist noch nicht klar, dass betrogen wurde, sondern nur, dass der Käufer nichts erhalten hat.
Dann muss der Verkäufer aber nicht in jedem Fall beweisen, was nicht beweisbar ist, siehe Lebenswirklichkeit, sondern es stellt sich die Frage, wer für diesen Verlust haftet.

Dass der Fall ganz anders zu werten ist, wenn die Sendungen des Verkäufers wiederholt nicht ankommen, steht außer Frage.

Celestro
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von Celestro »

winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
weil es auch um das geht, was vor dem hier zitierten steht. der ganze Satz, der Kontext. wie oft denn noch?
Wenn Ihnen der Kontext so wichtig ist, wieso antworten Sie dann bloß auf ein Wort von mir und ignorieren völlig was danach kommt? Den Kontext also ... :roll:
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
Der Käufer hat bezahlt und behauptet die Ware nicht erhalten zu haben- und er fordert das Geld und einen Nachweis für den Einwurf eines Briefes mit einem Inhalt im Wert von 1 Euro...
und oh Wunder ... es könnte ja durchaus sein, dass er Sie wirklich nicht bekommen hat.
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
Aber es entspricht der Lebenswirklichkeit bei einem Brief dessen Inhalt 1 Euro wert ist, Einschreiben oder Zeugen einzuschalten?
oder dass ein privater Verkäufer anfängt wegen 1 Euro zu betrügen?
Es entspricht der Lebensrealität, das Käufer die Ihre Ware nicht bekommen anzweifeln, das Selbige überhaupt verschickt wurde. Also greifen viele Kunden zu dem "Trick", das Sie einen Nachweis fordern. Damit wollen Sie Druck erzeugen, denn auch wenn es nur um ein paar Euro geht, Sie wollen halt nicht die Gelackmeierten sein.
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
Die "Erwähnung" stammt von mir in Form einer Frage.
Und ich schrieb ja auch nur "ggf.". :wink:

P.S. Die ganze Sache ist auch der Grund, wieso ich Kleinigkeiten wie Bücher und Zeitschriften niemals privat auf solchen Plattformen verkaufe, sondern nur deutlich teurere Dinge und die auch nur versichert verschicke. Dann habe ich den Sendungsnachweis und garantiert niemals Ärger.

winterspaziergang
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von winterspaziergang »

Celestro hat geschrieben:
22.01.20, 22:49
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
weil es auch um das geht, was vor dem hier zitierten steht. der ganze Satz, der Kontext. wie oft denn noch?
Wenn Ihnen der Kontext so wichtig ist, wieso antworten Sie dann bloß auf ein Wort von mir und ignorieren völlig was danach kommt? Den Kontext also ... :roll:
Wie Sie beim Weiterlesen feststellen können, habe ich zwar auf ein Wort geantwortet, aber den Rest Ihrer Ausführungen stehen lassen und ich bin zudem auf das, was Sie schreiben, eingegangen.
Sie nehmen nur den halben Satz als Zitat oder weniger und antworten ohne den weggelassenen Rest zu berücksichtigten.
Aber ich verstehe schon, dass Ihnen das Thema Kontext einfach nicht näher zu bringen ist.
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
Der Käufer hat bezahlt und behauptet die Ware nicht erhalten zu haben- und er fordert das Geld und einen Nachweis für den Einwurf eines Briefes mit einem Inhalt im Wert von 1 Euro...
und oh Wunder ... es könnte ja durchaus sein, dass er Sie wirklich nicht bekommen hat.
ja könnte. Könnte aber auch nicht. Falls Sie natürlich dabei waren und es so genau wissen, dass der Käufer nicht die Ware erhalten hat, ändert das den Sachverhalt und Ihre Antwort selbstverständlich.
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
Aber es entspricht der Lebenswirklichkeit bei einem Brief dessen Inhalt 1 Euro wert ist, Einschreiben oder Zeugen einzuschalten?
oder dass ein privater Verkäufer anfängt wegen 1 Euro zu betrügen?
Es entspricht der Lebensrealität, das Käufer die Ihre Ware nicht bekommen anzweifeln, das Selbige überhaupt verschickt wurde. Also greifen viele Kunden zu dem "Trick", das Sie einen Nachweis fordern. Damit wollen Sie Druck erzeugen, denn auch wenn es nur um ein paar Euro geht, Sie wollen halt nicht die Gelackmeierten sein.
vielleicht versuchen Sie einfach mal den Zusammenhang in dem das Thema "Lebenswirklichkeit" hier auch von anderen vorgebracht wurde, nochmals nachzulesen. Ihre Art der Diskussion ist, mit Verlaub, sinnfrei.
Celestro hat geschrieben:
22.01.20, 22:49
P.S. Die ganze Sache ist auch der Grund, wieso ich Kleinigkeiten wie Bücher und Zeitschriften niemals privat auf solchen Plattformen verkaufe, sondern nur deutlich teurere Dinge und die auch nur versichert verschicke. Dann habe ich den Sendungsnachweis und garantiert niemals Ärger.
ja gut, dass wir das jetzt wissen. Das hilft bei der Beantwortung der Eingangsfrage auch ungemein weiter.
:liegestuhl:

Celestro
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von Celestro »

winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 23:22
Wie Sie beim Weiterlesen feststellen können, habe ich zwar auf ein Wort geantwortet, aber den Rest Ihrer Ausführungen stehen lassen und ich bin zudem auf das, was Sie schreiben, eingegangen.
Sie nehmen nur den halben Satz als Zitat oder weniger und antworten ohne den weggelassenen Rest zu berücksichtigten.
Aber ich verstehe schon, dass Ihnen das Thema Kontext einfach nicht näher zu bringen ist.
Wie schön, das Sie wieder einmal versuchen, anderen Ihre Fehler anzudichten. Nein, Sie gehen auf meinen Kontext überhaupt nicht ein, behaupten es aber einfach trotzdem. Schon ziemlich schräg!
winterspaziergang hat geschrieben:
22.01.20, 20:14
Ihre Art der Diskussion ist, mit Verlaub, sinnfrei.
Da sollten Sie sich lieber mal selbst an die Nase fassen.

FM
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von FM »

Celestro hat geschrieben:
22.01.20, 22:49
P.S. Die ganze Sache ist auch der Grund, wieso ich Kleinigkeiten wie Bücher und Zeitschriften niemals privat auf solchen Plattformen verkaufe, sondern nur deutlich teurere Dinge und die auch nur versichert verschicke. Dann habe ich den Sendungsnachweis und garantiert niemals Ärger.
Mir wäre bei 1 Euro Verkaufspreis ja schon der Zeitaufwand zu groß. Da werf ich die Zeitschrift lieber ins Altpapier, oder wenn ich denke "will noch jemand lesen" lass ich sie im Zug liegen für den nächsten.

Aber es gibt erstaunlich viele Verkäufer, wohl eher Millionen als Tausende, die bei jener Verkaufsplattform Sachen für 1 Euro anbieten.

ktown
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von ktown »

Mir wäre der Aufwand sich darüber Gedanken zu machen schon zuviel.
Wenn ich als Verkäufer weiß, dass ich die Sendung in den Briefkasten geworfen habe, bin ich frei von Schuld und damit ist das Thema durch. Solch sich der Käufer doch für seine 2,50€ abstrampeln.
Entspricht es wirklich der Praxis, dass auch solche Fälle vor Gericht verhandelt werden?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Markus Esser
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von Markus Esser »

Das ist schlicht das Problem von V. Er muss belegen, dass er die Sendung verschickt hat. Hier wäre ein Einschreiben die richtige Wahl gewesen.

Tastenspitz
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von Tastenspitz »

Warum muss V das belegen. Das versandrisiko liegt beim Käufer.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Gaia
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von Gaia »

Markus Esser hat geschrieben:
04.02.20, 17:50
Das ist schlicht das Problem von V. Er muss belegen, dass er die Sendung verschickt hat.
Ganz so einfach ist es nicht, wenn man den einschlägigen § 747 BGB liest.
Hier wäre ein Einschreiben die richtige Wahl gewesen.
Genau. Bei einem 1-Euro-Artikel auf jeden Fall das angemessene Mittel der Wahl. Zumindest, wenn der Käufer dafür zahlt.

ktown
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von ktown »

Was hat der §747 BGB mit diesem Sachverhalt zutun?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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hawethie
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von hawethie »

Versuch's mit 447
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

ktown
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von ktown »

hawethie hat geschrieben:
05.02.20, 08:49
Versuch's mit 447
:lachen: achso....klassischer Zahlendreher
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Gaia
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von Gaia »

hawethie hat geschrieben:
05.02.20, 08:49
Versuch's mit 447
Danke :)

FM
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Re: Nachweis des Absendens eines Briefes bei Privatverkauf

Beitrag von FM »

Jetzt habe ich mich auf die hier neugewonnene Erkenntnis verlassen und letzte Woche erstmals einen Maxibrief an eine Packstation geschickt. Die Dame am Postschalter bestätigt auf Nachfrage noch mal "ja, das geht", klebt 2,70 darauf. Und heute kommt die Sendung zurück mit dem Vermerk "Adresse für Briefe nicht zulässig".

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