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recht.de • Thema anzeigen - Verzichtserklärung Pflichtteil Abhängig von der Vermessung?
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BeitragVerfasst: 19.02.18, 18:26 
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Hallo, ich bräuchte mal eine Erklärung bitte.
folgende Ausgangssituation
4 Seiten Hof mit Wohnhaus und Grundstück plus Ackerland und Waldgrundstück.
Vater, MUtter(Ehepaar-beide 71), 2 Kinder ( 48 und 50). Mutter ist Besitzerin und Kind 1 wurde ein eigenes Grundstück plus Haus schon finanziert.
Kind 2 soll das diesige Haus plus Grundstück erben.

Nun wurde Ackerland und Wald an Landwirtschaft verkauft. Bis alles unter Dach und fach ist, muss noch die Vermessung durchgeführt werden. Dies kann aber wohl noch bis Sommer dauern. Danach soll auch Kind 2 das Haus übertragen werden und Kind 1 sowie Vater verzichten auf den Pflichteil.

Diese Pflichtteilserklärung....könnte sie auch jetzt schon gemacht werden oder muss man tatsächlich auf die Vermessung warten?


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BeitragVerfasst: 19.02.18, 22:35 
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Zitat:
Diese Pflichtteilserklärung....könnte sie auch jetzt schon gemacht werden oder muss man tatsächlich auf die Vermessung warten?

Man kann jederzeit eine Pflichtteilverzichtserklärung notariell beurkunden lassen. Es gibt keine Einschränkung, dass es vor, nach, während der Vermessung, nicht ginge.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 06:15 
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Guten morgen Susanne

danke für die Antwort. Das habe ich mir schon gedacht.

und diese muss aber vor Ort unterschrieben werden, also vorm Notar..oder kann sowas auch zugeschickt werden zum Unterschreiben?


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 10:17 
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Man könnte auch zuhause den vom Notar zur Verfügung gestellten Entwurf unterschreiben, der Verzicht entfaltet dann nur keine Wirkung.

Ein Pflichtteilsverzicht bedarf zur Wirksamkeit der notariellen Beurkundung, und notarielle Beurkundung heißt: Die Vertragsparteien identifizieren sich beim Notar mit ihren Personalausweisen, der Notar liest die Vereinbarung vor, die Vertragsparteien unterschreiben in Anwesenheit des Notars, der Notar versiegelt die Urkunde.

Wenn man bettlägerig ist, kommt der Notar auch zu einem nach Hause. Es ist aber unerlässlich, dass man in Anwesenheit des Notars unterschreibt.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 11:13 
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Man sollte hier allerdings bedenken, dass der Pflichtteilsverzicht anscheinend Bestandteil eines Gesamtpaketes der vorweggenommen Nachlassregelung ist:
wusel70 hat geschrieben:
Kind 1 wurde ein eigenes Grundstück plus Haus schon finanziert.
Kind 2 soll das diesige Haus plus Grundstück erben.

Nun wurde Ackerland und Wald an Landwirtschaft verkauft. Bis alles unter Dach und fach ist, muss noch die Vermessung durchgeführt werden. Dies kann aber wohl noch bis Sommer dauern.

Danach soll auch Kind 2 das Haus übertragen werden und Kind 1 sowie Vater verzichten auf den Pflichteil.
Es stellt sich hier die Frage, ob nicht ein (gegenständlicher) Pflichtteilsverzicht geplant ist, der nur zu tragen kommen soll, wenn die Hausübertragung an Kind 2 auch tatsächlich erfolgt.

_________________
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 14:57 
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Ja so ist es geplant..., da Kind 1 schon das ei´gene Haus bekam


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 16:36 
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Wenn dass so geplant ist, warum soll plötzlich der Pflichtteilsverzicht, losgelöst von der Hausübertragung an Kind 2, erklärt werden?

Der Verzicht würde auch gelten, wenn die Mutter das Haus dann an den Tierschutzverein überträgt, anstelle auf das Kind 2.

Was verspricht man sich von der Vorziehung der Pflichteilsverzichtserklärung?

_________________
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 17:59 
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Themenstarter
Der Notar meinte, das sowohl der Ehemann, als auch die Schwester ( Kind 1) unterschrieben müssten, das sie auf das Pflichtteil verzichten...das Schenken mit Grundbuchsänderung würde nur mit der beiden Unterschrift gehen.....

Und das geht erst mit der erneuten Vermessung..und diese kann noch bis Jahresende dauern ( zu viele Aufträge)..deshalb der Gedanke, ob der Verzicht vorher gemacht werden kann....sollte vorher noch was unvorhergesehenes passieren und es zu einem Erbfall kommen....


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 18:19 
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Zitat:
Der Notar meinte, das sowohl der Ehemann, als auch die Schwester ( Kind 1) unterschrieben müssten, das sie auf das Pflichtteil verzichten...das Schenken mit Grundbuchsänderung würde nur mit der beiden Unterschrift gehen.....

Nein, das stimmt nicht. Man kann eine Schenkung natürlich auch ohne Pflichtteilsverzicht tätigen.

Wahrscheinlich soll aber alles in einer Urkunde erklärt werden, z.B. als Erbvertrag oder Schenkungsvertrag mit allen Beteiligten, und dann kann die Schenkung erst nach der Vermessung und Teilung des ursprünglichen Grundstücks erfolgen.

Zitat:
.deshalb der Gedanke, ob der Verzicht vorher gemacht werden kann....sollte vorher noch was unvorhergesehenes passieren und es zu einem Erbfall kommen....
Ob das sinnvoll und/oder notwendig ist, hängt davon ab ob und wie der Erbfall aktuell geregelt ist. Ohne Testament und/oder Erbvertrag tritt die gesetzliche Erbfolge ein, daran ändert auch ein Pflichtteilverzicht nichts.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 18:38 
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Achso ok.....

Dann wird erst alles , wenn die Vermessung durch ist.


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