Versteckte Schenkung?

Moderator: FDR-Team

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shiras
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Versteckte Schenkung?

Beitrag von shiras »

Hallo,

kann man mir hier den Begriff "versteckte Schenkung" erklären? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt werden? Wie sind die Verjährungsfristen? Ist es ein Unterschied, ob es sich um ein Immobilienkauf oder Geldzuwendungen (zwecks Ablösung von Krediten des Geldempfängers) handelt? Welche Unterlagen (Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Dankesbriefe, etc.) werden von den Gerichten akzeptiert, um eine versteckte Schenkung nachzuweisen? Handelt es sich vielleicht sogar um versuchten Betrug?

Wie ist die Rechtslage?

Vielen Dank in Voraus für die Antworten.

Liebe Grüße
Shiras

hambre
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Re: Versteckte Schenkung?

Beitrag von hambre »

Eine versteckte Schenkung liegt vor, wenn ein Kaufvertrag abgeschlossen wurde, der Kaufpreis aber nicht geflossen ist. Da es verschiedene Methoden gibt, wie ein Kaufpreis gezahlt werden kann, ist es schwierig nachzuweisen, dass der Kaufpreis nicht geflossen ist. Ein Dankesbrief kann dabei jedoch sehr hilfreich sein. Kontoauszüge sind weniger geeignet, da das Geld auch bar geflossen sein kann und es auch andere Konten gegeben haben kann.

Einen (verscuhten) Betrug kann ich nicht erkennen, da sich wahrscheinlich Schenker und Beschenkter über die Vorgehensweise einig waren.

shiras
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Re: Versteckte Schenkung?

Beitrag von shiras »

Hallo,
vielen dank für die schnelle Antwort?

Wie sieht es aber mit den Verjährungsfristen aus? Es handelt sich hierbei um Aktionen, die bereits Anfang der 80er und Ende 90er gelaufen sind.

Die Beteiligten waren sich bestimmt einig, also kann ich Betrug ausschließen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es verschiedene Methoden gibt, wie der Kaufpreis zurückzuzahlen ist, gehe aber davon aus, dass es nicht reicht, wenn der Beschenkte die Schenker 3x im Jahr zu bekannten Festtagen besucht.

Ich bin mir sicher, dass es keine anderen Konten gegeben hat. Man könnte also mit den Kontoauszügen den Geldfluss von den (mittlerweile verstorbenen) Schenkern zum Beschenkten (1 von 3 Erben) nachweisen und dass niemals Geld vom Beschenkten zurückgezahlt wurde.

Oder bin ich hier auf der falschen Fährte?

Was sagt hier die Gesetzgeber?

Liebe Grüße
Shiras

hambre
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Re: Versteckte Schenkung?

Beitrag von hambre »

Hier liegt doch keine versteckte Schenkung vor oder wo soll der fingierte Kaufvertrag sein? Eine Überweisung vom Verstorbenen an den Beschenkten ist eine Schenkung, die man natürlich durch Kontoauszüge nachweisen kann. Der Beschenkte müsste dann nachweisen, dass er eine Gegeleistung erbracht hat, wenn er bestreitet, dass es sich um eine Schenkung gehandelt hat. Alternativ kann es sich außer um eine Schenkung auch um ein Darlehen handeln.

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