Neue Frage nach Testamentseröffnung

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una
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Re: Neue Frage nach Testamentseröffnung

Beitrag von una » 11.02.18, 15:51

SusanneBerlin hat geschrieben:Wenn der Satz nicht drinstünde, dann könnte das Testament nach Ableben eines Ehepartners nicht mehr geändert werden.

Da der Satz aber drinsteht, gilt er auch.
Dem überlebenden Ehepartner ist es freigestellt neu zu testieren.
Ist es also so, wie ich vermute, dass dadurch alle anderen wechselbezüglichen Verfügungen unwirksam sind ?
Ihre Vermutung ist falsch.

Der Überlebende hat zwar die Möglichkeit neu zu testieren, aber wenn er es nicht tut, dann gelten die wechselbezüglichen Verfügungen aus dem gemeinsamen Testament bei seinem Ableben.
....Danke Susanne für die Antwort, so habe ich es mir gedacht. Meine Frage was schlecht formuliert.
Aber ich hab noch eine allgemeine Frage: angenommen ein Pflichtteilsberechtigter erbittet bei Versterben des ersten Ehegatten von den Erben eine Nachlassaufstellung. Muß er dann auch den Pflichtteil einfordern ? Und wenn er das nicht tut, wird er in diesem Fall trotzdem beim Versterben des zweiten Ehegatten auf den Pflichtteil gesetzt ? Gruß, una

CruNCC
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Re: Neue Frage nach Testamentseröffnung

Beitrag von CruNCC » 11.02.18, 18:46

angenommen ein Pflichtteilsberechtigter erbittet bei Versterben des ersten Ehegatten von den Erben eine Nachlassaufstellung. Muß er dann auch den Pflichtteil einfordern ?
Nein.
Und wenn er das nicht tut, wird er in diesem Fall trotzdem beim Versterben des zweiten Ehegatten auf den Pflichtteil gesetzt ?
Nein.

khmlev
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Re: Neue Frage nach Testamentseröffnung

Beitrag von khmlev » 11.02.18, 19:39

CruNCC hat geschrieben:
Und wenn er das nicht tut, wird er in diesem Fall trotzdem beim Versterben des zweiten Ehegatten auf den Pflichtteil gesetzt ?
Nein.
So eindeutig ist das nicht.
Es hat zwar das BayObLG 1991 einmal so entschieden, aber in der Literatur ist diese Entscheidung umstritten. Es kommt hier auf den Einzelfall an und solche Verwirkungsklauseln sind der Auslegung bedürftig.
Gruß
khmlev
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