Verzichtserklärung

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illonk
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Verzichtserklärung

Beitrag von illonk » 18.02.18, 16:38

Hallo zusammen.
Ich habe von der Anwältin meiner Schwester folgenden Vordruck zum
Unterschreiben erhalten.
Zitat:
Hiermit erkläre ich, Frau xxxxx, dass ich mich mit der Zahlung eines Betrages in Höhe von 2.500,00€
bezüglich des Pflichtteils-u.Pflichtteilsergänzungsanspruches nach dem Erbfall als abgefunden erkläre.
Auf die Geltendmachung weiterer Ansprüche aus dem Nachlass der Hernn xxxxx
verzichte ich ausdrücklich.

Meine Frage: Ist das anwaltmä?ig so üblich, oder soll ich
auf keinen Fall unterschreiben.

Ich Danke Euch

alana4
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Re: Verzichtserklärung

Beitrag von alana4 » 18.02.18, 17:14

Ich würde das nicht vorschnell unterschreiben!
Der Erbfall ist doch offenbar noch gar nicht eingetreten. Steht denn überhaupt fest, dass die Schwester Erbe wird und du per Testament enterbt bist?

Wenn sowas- schon vor dem Erbfall- sogar über Anwalt kommt, wäre ich fast schon überzeugt, dass ein Pflichtteil/Pflichtteilsergänzung etwas sein können, was mehr verspricht.

Unüblich ist ein vereinbarter Pflichtteilsverzicht (mit Abfindung) nicht und kann durchaus überlegenswert sein- aber ob man das unterschreiben soll, hängt davon ab, was im Erbe steckt, wenn dann der Erbfall eintritt.

khmlev
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Re: Verzichtserklärung

Beitrag von khmlev » 18.02.18, 17:38

Ich vermute eher, dass der Erbfall bereits eingetreten ist und mit dieser Erklärung sichergestellt werden soll, dass weitere Forderungen nicht mehr erhoben werden.

Zu Lebzeiten des Erblasser wäre eine solche Erklärung beurkundungspflichtig.

Im Übrigen darf in diesem Forum keine Rechtsberatung geleistet werden.
Gruß
khmlev
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alana4
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Re: Verzichtserklärung

Beitrag von alana4 » 18.02.18, 18:00

khmlev hat geschrieben:Ich vermute eher, dass der Erbfall bereits eingetreten ist und mit dieser Erklärung sichergestellt werden soll, dass weitere Forderungen nicht mehr erhoben werden.
Erbfall schon eingetreten? Mhm....Das wäre ein Grund für mich, erst einmal umfassende Auskunft über den Nachlass zu fordern. Dann kann man immer noch entscheiden, ob man mit dem angebotenen Betrag zufrieden ist. (und/oder ob er angemessen ist)
Im Übrigen darf in diesem Forum keine Rechtsberatung geleistet werden.
Kann ich nicht, mach ich nicht. Ich schreib ja nur, was ich denke und was ich evtl. tun oder nicht tun würde.

illonk
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Re: Verzichtserklärung

Beitrag von illonk » 18.02.18, 20:42

Hallo
der Erbfall ist abgeschlossen. Es geht hier um die Auszahlung des
Pflichtteils.
Die Auszahlung wird von der Unterzeichnung abhängig gemacht.
Soll heißen: ohne Verzichtserklärung keine Auszahlung des
Pflichtteils.

Elektrikör
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Re: Verzichtserklärung

Beitrag von Elektrikör » 18.02.18, 20:53

Hallo,

Die Höhe des Pflichtteils ist richtig?

MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

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Re: Verzichtserklärung

Beitrag von khmlev » 18.02.18, 21:07

Hier sollte anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Zahlung des Pflichtteils kann nicht von einem Zug um Zug Geschäft abhängig gemacht werden. Der Pflichtteilsberechtigte ist gesetzlich zu keinerlei Verzichtserklärung verpflichtet, damit die Auszahlung erfolgt.
Gruß
khmlev
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hambre
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Re: Verzichtserklärung

Beitrag von hambre » 19.02.18, 17:52

Bevor ein Anwalt eingeschaltet wird, sollte die Schwester mit der Auszahlung des in Verzug gesetzt werden.

Das hat einerseits zu Folge, dass Verzugszinsen anfallen, andererseits können auch Rechtsanwaltskosten zum Eintreiben des Anspruchs geltend gemacht werden.

Passt denn die Höhe des angebotenen Pflichtteils überhaupt und wie wurde der ermittelt?

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