Ist eine notarielle Erbauseinandersetzung notwendig?

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Survival62
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Ist eine notarielle Erbauseinandersetzung notwendig?

Beitrag von Survival62 » 19.03.18, 20:03

Guten Tag,
unsere Eltern haben zu Lebzeiten schon per notariellem Testament verfügt, dass nach Ableben des letzten Ehepartners zwei Immobilien an uns beide verteilt wurden. Also, dass der eine Haus A, und der Andere Haus B bekommt. Weitere Vermögen sind nicht vorhanden. Unser Vater ist schon 2003 verstorben und jetzt leider auch unsere Mutter.
Mein Bruder und ich sind uns vollkommen einig über diese Art der Verteilung.
Nun habe ich die Auskunft bekommen, dass zwar die Änderung der Grundbucheinträge die nächsten zwei Jahre kostenlos sind, aber man verlangt von uns diese Erbauseinandersetzung die von einem Notar durchgeführt werden muss. Nur wenn man eine Erbengemeinschft bleibt, also die Häuser nicht einzeln im Grundbuch umgeschrieben werden, benötigt man keine beurkundete Erbauseinandersetzung. Aber mein Bruder und ich wollen die Häuser gleich aufteilen, so wie unsere Eltern es im Testament betimmt haben. Sodass jeder mit seinem Haus machen kann was er möchte.
Da es sich um zwei Häuser handelt, ist der "Streitwert" natürlich höher und die Notargebühren schlagen mit ca. 2.000 Euro
zubuche. Ist dies richtig und unumgänglich?
Irgendwie sehe ich das nicht ein, denn warum muss ich eine "Erbauseinandersetzung" beurkunden lassen, wenn doch keine Auseinandersetzung geschehen muss und vor allem ein notariell verfasstes Testament besteht?

Einen Notar oder Anwalt danach zu fragen ist natürlich schwierig, denn wer möchte schon auf die Gebühren verzichten, die er einstreichen kann.
Gibt es einen Paragrafen im Erbrecht der eine solche Notwendigkeit beschreibt? Wo kann man sich eine ehrliche Antwort dazu einholen?
Hat jemand einen Tip dazu?

Liebe Grüße
Christian

Jdepp
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Re: Ist eine notarielle Erbauseinandersetzung notwendig?

Beitrag von Jdepp » 19.03.18, 20:47

Das ganze ist eine Teilungsanordnung. Umgesetzt wird diese durch eine Erbauseinandersetzung. Bei Grundbesitz ist der Notar unumgänglich. Im Moment ist Eigentümer die Erbengemeinschaft, nicht die einzelnen Erben nach der Maßgabe des Testaments. Die haben untereinander nur einen gegenseitigen Anspruch auf entsprechende Auseinandersetzung.

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