Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

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sapho05
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Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von sapho05 » 10.06.18, 19:28

2 Geschwister erben hälftig ein Einfamilienhaus. Die 1.Person möchte verkaufen, die 2. Person kann sich nicht entscheiden möchte eher das Haus behalten und zwar möglichst gemeinsam, so die 1. Person nicht ausgezahlt werden muss. Zusätzlich werden von ihr Instandhaltungsmaßnahmen angestrebt, die die 1. Person nicht längerfristig tragen möchte (Beauftragung Pflege Garten, Reparatur Rollo, Heizkosten usw.)
Wie kann die 1. Person den Hausverkauf bzw. die Auszahlung des Erbes beschleunigen? Angemessene Frist für eine Entscheidung setzen oder....?

SusanneBerlin
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von SusanneBerlin » 10.06.18, 19:39

Hallo,

die Entscheidungswilligkeit der 2. Person könnte man eventuell beschleunigen, indem man einen Käufer präsentiert der einen sehr guten Preis zu zahlen vereit ist gemessen am Verkehrswertder Immibilie.

Rechtliche Mittel gibt es nicht um die Gedankengänge anderer Personen zu beschleunigen bzw. die zweite Person zum Verkauf der Immobilie insgesamt oder Kauf des halben Anteils zu zwingen.
Grüße, Susanne

Elektrikör
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von Elektrikör » 10.06.18, 19:55

Hallo,

Teilungsversteigerung?


MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

Altbauer
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von Altbauer » 11.06.18, 08:40

Elektrikör hat geschrieben:Teilungsversteigerung?
müsste halt per Klage und Gerichtsurteil durchgesetzt werden.
Das kann dauern!

ktown
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von ktown » 11.06.18, 09:03

Altbauer hat geschrieben:
Elektrikör hat geschrieben:Teilungsversteigerung?
müsste halt per Klage und Gerichtsurteil durchgesetzt werden.
Das kann dauern!
Macht aber der Gegenseite klar, dass man nicht gewillt ist den Weg von Person 2 mit zu gehen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

SusanneBerlin
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von SusanneBerlin » 11.06.18, 10:38

Altpbauer hat geschrieben: müsste halt per Klage und Gerichtsurteil durchgesetzt werden.
Das kann dauern!
Falsch, man muss den Miteigentümer weder verklagen, noch braucht man ein Gerichtsurteil um die Teilungsversteigerung einzuleiten.

Jeder Eigentümer ist berechtigt, die Teilungsversteigerung alleine zu beantragen.

Richtig ist, dass es dauern kann bis man aus der Teilungsversteigerung das Geld erhält.
Grüße, Susanne

Altbauer
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von Altbauer » 11.06.18, 11:55

SusanneBerlin hat geschrieben:Jeder Eigentümer ist berechtigt, die Teilungsversteigerung alleine zu beantragen.
Einverstanden!

Und wo muss er das dann beantragen?

ktown
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von ktown » 11.06.18, 12:01

Beim zuständigen Amtsgericht!

Oder hier
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Altbauer
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von Altbauer » 11.06.18, 13:02

Wieder was dazu gelernt!
Danke.

Aus dem Beitrag von ktown würde ich schließen, dass also kein Klageweg mit
Verhandlungstermin u.s.w vonnöten ist.

ktown
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von ktown » 11.06.18, 13:06

Hat doch SusanneBerlin schon gesagt:
SusanneBerlin hat geschrieben:Falsch, man muss den Miteigentümer weder verklagen, noch braucht man ein Gerichtsurteil um die Teilungsversteigerung einzuleiten.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von Zafilutsche » 11.06.18, 13:24

sapho05 hat geschrieben:...Die 1.Person möchte verkaufen, die 2. Person kann sich nicht entscheiden möchte eher das Haus behalten ...?
Dann wäre doch eigentlich alles klar.
Person 1 und 2 einigen sich auf einen Sachverständigen und lassen eine Bewertung durch einen Gutachter machen. Der ermittelte Wert (z.B. 200.000 Euro) wird geteilt und Person 2 zahlt Person 1 die 100.000 Euro aus (durch z.B. eine eingetragene Grundschuld) und damit wäre Person 2 alleiniger Eigentümer und kann mit Haus und Grundstück tun und lassen was Sie will.
Damit das alles schneller über die Bühne geht, könnten die Personen ja ausmachen, dass wenn die Grundbuchberichtigung noch z.B. in den nächsten 6 Monaten passiert eine Kaufpreisreduzierung von X euro möglich ist. Das spart Zeit und letztlich auch Geld und Nerven!

Celestro
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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von Celestro » 11.06.18, 14:36

Zafilutsche hat geschrieben: Dann wäre doch eigentlich alles klar.
Man sollte vielleicht den Satz bis zum Ende lesen ... :roll:
sapho05 hat geschrieben:die 2. Person kann sich nicht entscheiden möchte eher das Haus behalten und zwar möglichst gemeinsam, so die 1. Person nicht ausgezahlt werden muss.

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Re: Hinhaltetaktik Hausverkauf nach gemeinschaftlichem Erbe

Beitrag von Zafilutsche » 11.06.18, 15:21

Einer der Erben aus der Erbengemeinschaft möchte das Haus, der andere möchte es nicht. Ganz einfach.
Warum einer der Erben keine Erbauseinandersetzung machen möchte? Keine Ahnung!
Ist aber auch nicht so wichtig, denn man wird niemanden zwingen können bis auf Lebzeiten teil einer Miteigentümerschaft bleiben zu müssen.
Ich hätte auch wenig Spass daran, ein Kostenrisiko tragen zu müssen. (Eigentum verpflichtet!)
Andere spekulieren auch auf einen Wertzuwachs (z.B. steigende Grundstückspreise)
Aber wenn jemand nicht will, dann will er auch nicht. Da nutzt kein Gejammer und Geschimpfe.

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