Überweisung = Schenkung

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saya
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Überweisung = Schenkung

Beitrag von saya » 05.01.19, 13:50

Angenommen überweisen Eltern, Ehepartner, Kinder, Geldbeträge unter sich.
Im Erbfall wird es kompliziert, wenn diese Überweisungen als Erbschaft angerechnet würden. :shock:

Wie - wird im Erbfall diese Überweisungen als Schenkungen mit Erbfreibeträgen angerechnet :
Ab Überweisung von welchem Betrag;
innerhalb zurückliegenden 10 Jahren addiert ?
Woher erfährt das Finanzamt diese Überweisungen ?
Wie ist mit Rücküberweisungen ?

SusanneBerlin
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Re: Überweisung = Schenkung

Beitrag von SusanneBerlin » 05.01.19, 14:29

Hallo,
saya hat geschrieben:Wie - wird im Erbfall diese Überweisungen als Schenkungen mit Erbfreibeträgen angerechnet :
Ab Überweisung von welchem Betrag;
innerhalb zurückliegenden 10 Jahren addiert ?
Ab der ersten Schenkung werden die Beträge addiert. Wenn der Freibetrag erreicht ist, beginnt der nächste 10-Jahres-Zeitraum.
saya hat geschrieben:Woher erfährt das Finanzamt diese Überweisungen ?
Indem der Beschenkte und der Schenker die erhaltenen Beträge dem Finanzamt mitteilen müssen, sobald der Freibetrag überschritten ist (§ 30 ErbStG)
saya hat geschrieben:Wie ist mit Rücküberweisungen ?
Kommt auf den Grund der Rücküberweisungen an.
Grüße, Susanne

CruNCC
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Re: Überweisung = Schenkung

Beitrag von CruNCC » 05.01.19, 17:25

Im Erbfall wird es kompliziert, wenn diese Überweisungen als Erbschaft angerechnet würden.
Weshalb sollte das kompliziert sein? Die Schenkungs- und Erbschaftsteuer ist identisch. Es spielt es steuerliche keine Rolle, ob es sich um eine Schenkung oder um eine Erbschaft handelt.

matthias.
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Re: Überweisung = Schenkung

Beitrag von matthias. » 05.01.19, 20:26

Überweisunge müssen aber keine Schenkungen sein,

Es könnte ja auch Gegenleistungen für die Überweisunge geben,
Es könnten auch nur Darlehen sein.


Die Frage ist was man will, will man es möglichst kompliziert machen, auch um das eine oder andere
zu verschleiern (soll es ja geben :D ).

Oder will man es korrekt machen, dann sollte man alle Vorgänge entsprechende dokumentieren.
Evtl. Schenkungsverträge abschließen.

Ist man nur passiver Zuschauer der davon letztlich betroffen ist, wird es natürlich schwierig.


Im übrigen, Schenkungssteuer fällt für "Rücküberweisungen" von Kindern zu Eltern viel früher an, als umgekehrt.

Smuthjk
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Re: Überweisung = Schenkung

Beitrag von Smuthjk » 25.03.19, 01:43

Kann man die vom TE beschriebene" Schenkerei" eigentlich beliebig oft vornehmen, also
egal ob Immos, Geld oder ein antiker Schrank?
Wird es nicht irgendwann schwierig? Auch wegen der Freibeträge?
Weiß die "große Suchmaschine" die Freibeträge und die Paragraphen?
Oder kann hier jemand helfen?

SusanneBerlin
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Re: Überweisung = Schenkung

Beitrag von SusanneBerlin » 25.03.19, 09:06

Grüße, Susanne

matthias.
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Re: Überweisung = Schenkung

Beitrag von matthias. » 25.03.19, 10:03

Smuthjk hat geschrieben:Kann man die vom TE beschriebene" Schenkerei" eigentlich beliebig oft vornehmen, also
egal ob Immos, Geld oder ein antiker Schrank?
Wird es nicht irgendwann schwierig? Auch wegen der Freibeträge?
Weiß die "große Suchmaschine" die Freibeträge und die Paragraphen?
Oder kann hier jemand helfen?

Wie ich schon schrieb, die Freibeträge sind unterschiedlich. Von Eltern zu Kindern sind sie hoch, zurück viel niedriger.

Von daher ist ein hin und her oft nicht sinnvoll.

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