Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

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badb
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von badb » 21.08.19, 15:54

Ja es ist eine Immobilie vorhanden - sonst nichts. Allerdings verweigert der 3. Erbe die Zustimmung zum Verkauf. Einfach ohne Grund

Elektrikör
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von Elektrikör » 21.08.19, 16:41

Hallo,

dann halt Zwangsversteigerung, da braucht´s die Zustimmung nicht



MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

lottchen
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von lottchen » 21.08.19, 17:11

Teilungsversteigerung
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

khmlev
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von khmlev » 22.08.19, 07:03

K ist nicht Erbe und der Nachlass ist offensichtlich werthaltig genug, um die Bestattungskosten aus dem Nachlass leisten zu können. Warum sich K, damit rumschlägt, dem 3. Erben wegen den anteiligen Bestattungskosten hinterherzulaufen erschließt sich mir nicht.
khmlev hat geschrieben:
21.08.19, 14:02
Die drei Erben haften als Gesamtschuldner gegenüber K für die Erstattung der Beerdigungskosten. demzufolge kann sich K hinsichtlich des noch offenen Anteils des 3. Erben auch bei den anderen Erben schadlos halten.
Gruß
khmlev
- out of order -

SusanneBerlin
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von SusanneBerlin » 22.08.19, 07:25

Vermutlich werden sich die anderen Erben auch stur stellen, wenn sie aufgefordert würden, den Anteil des 3. Erben an K zu bezahlen.
Grüße, Susanne

ktown
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von ktown » 22.08.19, 07:36

Was mich mal interessieren würde. Wenn K das Kind von M war, wieso war es kein Erbe?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

winterspaziergang
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von winterspaziergang » 22.08.19, 08:03

Das enterbte 4. Kind bzw. Kind aber nicht Erbe, hat sich um die Beerdigung gekümmert und hat Anspruch auf eine Rückzahlung von den Erben. Korrekt?

Wenn das die Frage ist, ist es kein Thema der Erbrechts, das ist Zivilrecht.

SusanneBerlin
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von SusanneBerlin » 22.08.19, 08:24

badb hat geschrieben:
21.08.19, 15:54
Ja es ist eine Immobilie vorhanden - sonst nichts. Allerdings verweigert der 3. Erbe die Zustimmung zum Verkauf. Einfach ohne Grund
Kind K kann die restlichen Bestattungskosten zusammen mit dem Pflichtteil einfordern/verrechnen, auf den es eh noch einen Anspruch hat.

Hier scheint einer oder mehrere der Beteiligten der Meinung zu sein, dass der Pflichtteil erst fällig wird nach dem Verkauf des Hauses, das ist aber falsch. Der Pflichtteilsanspruch entsteht bereits mit dem Erbfall, auch wenn die Erben das Haus nicht (zeitnah) verkaufen. Der Verkaufspreis ist lediglich ein Indiz für den Wert der Immobilie. Wenn die Immo nicht verkauft wird, muss man den Verkehrswert anders ermitteln (z.B. mit einem Gutachten) und daraus den Pflichtteil bestimmen.
Grüße, Susanne

badb
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von badb » 24.08.19, 19:15

Das eine Kind ist aber nicht Erbe, hat sich um die Beerdigung gekümmert und hat Anspruch auf eine Rückzahlung von den Erben. Korrekt?

Ja das ist korrekt, und 2 von 3 Erben haben ihren Anteil ja auch gezahlt. Den Anteil vom 3. Eben können sie aktuell nicht übernehmen, weil noch in der Ausbildung.

Geld hätten sie dafür erst nach Verkauf der Immobilie.

Und ja- der 3. Erbe verweigert den Verkauf, weil er weder seinen Anteil am Pflichtteil zahlen möchte und auch die Beerdigungskosten nicht anteilig tragen möchte, obwohl er einen guten Verdienst hat, der das zulassen würde.

Der 3. Erbe hat die Erblasserin letztmalig vor 5 Jahren besucht, immer mit Zeitmangel herausgeredet.

SusanneBerlin
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von SusanneBerlin » 24.08.19, 19:46

Das eine Kind ist aber nicht Erbe, hat sich um die Beerdigung gekümmert und hat Anspruch auf eine Rückzahlung von den Erben. Korrekt?
Richtig.
Der 3. Erbe hat die Erblasserin letztmalig vor 5 Jahren besucht, immer mit Zeitmangel herausgeredet.
Das spielt im Erbrecht keine Rolle.
Grüße, Susanne

badb
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von badb » 26.08.19, 13:40

Ja, das ist bekannt, dass das keine Rolle spielt. Und die Moral von manchen Erben auch nicht.

Durch einen Anruf heute morgen vom Bestatter kam nun folgendes heraus:

Erbe 3 hat ja schon mehrfach bei K darauf gedrängt, dass die Rechnung auf seinen Namen geändert wird, obwohl er nicht einen Cent zur Beedigung beigetragen hat.
Heute war er nun beim Bestatter vor Ort, um eine Originalrechnung für sich auf seinen Namen zu bekommen.

Die Rechnung lautet auf K und K vermutete, dass Erbe 3 die Rechnung auf seinen Namen haben wollte, um sie steuerlich geltend zu machen.

Aber nein - Es geht darum, dass die Beerdigungsrechnung auf Erbe 3 ausgestellt wird, damit DER von seinem Arbeitgeber einen Zuschuß von 1.000 Euro bekommt.

Diese Info kam vom Bestatter, der diesen Zuschuß von anderen Leuten kennt.

Und das, obwohl Erbe 3 zum einem nix dazugegeben hat, und will jetzt mit dem Tod der Mutter noch 1.000 Euro von seinem Arbeitgeber einkassieren.

Altbauer
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von Altbauer » 26.08.19, 14:44

badb hat geschrieben:
26.08.19, 13:40
Es geht darum, dass die Beerdigungsrechnung auf Erbe 3 ausgestellt wird, damit DER von seinem Arbeitgeber einen Zuschuß von 1.000 Euro bekommt.
Das dürfte wohl eine Abmachung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein, die zunächst einmal die Miterben nichts angeht.
badb hat geschrieben:
26.08.19, 13:40
obwohl Erbe 3 zum einem nix dazugegeben hat, und will jetzt mit dem Tod der Mutter noch 1.000 Euro von seinem Arbeitgeber einkassieren.
Das ändert nichts an seiner Verpflichtung, seinen Anteil beizutragen. Schlimmstenfalls zum Anwalt und klagen!
badb hat geschrieben:
26.08.19, 13:40
Aber nein - Es geht darum, dass die Beerdigungsrechnung auf Erbe 3 ausgestellt wird, damit DER von seinem Arbeitgeber einen Zuschuß von 1.000 Euro bekommt.
Eventuell will Erbe 3 trixen, z.B wenn er nur dann den vollen Zuschuss-Betrag vom AG bekommt, wenn die Rechnung so aussieht, als hätte er die Kosten
alleine getragen. Da könnte man natürlich über den Tatbestand des Betruges gegen den AG nachdenken!
(Die anderen 2 Erben hat er ja nicht geschädigt, wenn er denn seinen Anteil endlich zahlt)

SusanneBerlin
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von SusanneBerlin » 26.08.19, 15:10

Eventuell verlangt der AG jeweils Nachweise darüber, dass ein Elternteil gestorben ist und wann die Beerdigung stattgefunden hat, da Erbe 3 eventuell am Beerdigungstag Sonderurlaub in Anspruch genommen hat.

Eventuell denkt sich Erbe 3, mit einer auf seinen Namen ausgestellten Bestatter-Rechnung kann er beide vom AG geforderten Nachweise in einem Rutsch erbringen.

Eventuell hat Erbe 3 einen anderen Familiennamen als K, somit ist die auf K ausgestellte Rechnung nicht geeignet um beim Arbeitgeber von Erbe 3 nachzuweisen, dass die Mutter von Erbe 3 beerdigt wurde.

Eventuell könnte Kind K dem Erben 3 eine Kopie der Sterbeurkunde zukommen lassen.

Eventuell ist Erbe 3, nachdem er das benötigte Dokument (Sterbeurkunde) erhalten hat und sich sicher sein kann, von seinem Arbeitgeber den Zuschuss zu erhalten, eher geneigt seinen Anteil zu leisten.
Eventuell will Erbe 3 trixen, z.B wenn er nur dann den vollen Zuschuss-Betrag vom AG bekommt, wenn die Rechnung so aussieht, als hätte er die Kosten
alleine getragen.
Das kann ich mir nicht vorstellen, dann würden den Zuschuss nur Einzelkinder erhalten und Arbeitnehmer die Geschwister haben gehen leer aus.
Grüße, Susanne

badb
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von badb » 26.08.19, 17:03

Nein - Erbe 3 hat direkt am Tag der Beerdigung von K eine Original-Sterbeurkunde erhalten, mit der er 2 Tage Sonderurlaub bei Arbeitgeber XY geltend gemacht hat.

K hat die Beerdigung alleine gezahlt und von Erbe 1 und 2 den entsprechenden Anteil erhalten.

Erbe 3 verweigert alles. Und als Belohnung auch noch 1.000 Euro einkassieren statt anteilige Beerdigungskosten zu zahlen?


Erbe 3 verweigert den Verkauf der Immobilie, Erbe 3 verweigert die Übernahme der laufenden anteiligen Hauskosten, Erbe 3 verweigert die anteilige Zahlung der Bestattungskosten. Erbe 3 verweigert die Erstellung eines Nachlaßverzeichnisses...................
Erbe 3 hat 2 Tage nach Beisetzung schon einen Makler in der Immobilie gehen lassen und eine Wertermittlung machen lassen.
Erbe 3 hat, als absehbar war, dass die Mutter die nächsten 4 Wochen nicht mehr überleben wird, schon 3 Wochen vor Tod Kontakt zu einem Bestatter aufgenommen, um abzuklären, wie schnell die Beisetzung erfolgen kann und an welchen Wochentage.......er hat nicht viel Zeit....
Erbe 3 hat am Folgesterbetag bereits die Kontoauszüge an sich genommen.

Erbe 3 will erst dann die Zustimmung zum Verkauf durch einen Makler genehmigen, wenn einer der Pflichtteilberechtigten keinen Pflichtteil mehr haben möchte.

Ein Makler ist auch zum Verkauf gar nicht notwendig, es gibt unzählige Interessenten.

Was hat also K davon, wenn die Bestattungsrechnungen nicht mehr auf seinen Namen laufen?

ktown
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Re: Rechnungsempfänger für Bestattungskosten

Beitrag von ktown » 26.08.19, 17:13

Wäre vielleicht gut, wenn K und Erbe1 und 2 sich gemeinsam einen Anwalt nehmen würden und nicht hier hilflos versuchen selbst was zu verwurschteln.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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