eidesstattliche Versicherung bei Schenkung vorsorglich möglich???

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Cashmere0815
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eidesstattliche Versicherung bei Schenkung vorsorglich möglich???

Beitrag von Cashmere0815 »

Hallo zusammen,

kann ein zukünftiger Erblasser zu Lebzeiten eine eidesstattliche Versicherung abgeben (beim Anwalt oder Notar?), dass er zu Lebzeiten zwei Pflichtteilsberechtigten xx € geschenkt hat. Ein zukünftiger Pflichtteilsberechtigter streitet die Schenkung ab bzw. nennt einen geringeren Wert, als er erhalten hat. Es wird befürchtet, dass es nach dem Tode diesbezüglich Probleme mit den Erben und mit den anderem Plichtteilsberechtigten gibt.
Danke für Eure Antworten!
ExDevil67
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Re: eidesstattliche Versicherung bei Schenkung vorsorglich möglich???

Beitrag von ExDevil67 »

Warum so aufwändig? Die Schenkung wird ja kaum in Form von Bargeld übergeben worden sein sondern entweder als Überweisung oder in Form von Immobilien erfolgt sein. Beides hinterlässt aber Spuren anhand derer sich die Höhe der Schenkung nachvollziehen lässt.

Wobei die Frage wäre, was soll mit der Schenkung bewirkt werden? AFAIK werden im Erbfall nur Schenkungen der letzten 10 Jahre, und dann auch nur mit sinkenden Anteilen, bei der Berechnung von Pflichtteilen berücksichtigt. Sprich, lebt der Schenker >10 Jahre nach Schenkung noch, spielt diese keine Rolle für die Verteilung des Erbes.
ktown
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Re: eidesstattliche Versicherung bei Schenkung vorsorglich möglich???

Beitrag von ktown »

Dieses Problem lässt sich nur dadurch lösen, indem man allen Pflichtteilberechtigten eine Schenkung in gleicher Höhe zukommen lässt.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
hawethie
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Re: eidesstattliche Versicherung bei Schenkung vorsorglich möglich???

Beitrag von hawethie »

man kann das sicherlich ins Testament schreiben.
so etwa "A und B erben zu gleichen Teilen; Die am xx.xx.xx an B geleistete Schenkung in Höhe von 2 EUR wird dabei auf das Erbteil des B angerechnet".
(Genaue Formulierung durch Notar;)
Oder man macht die Schenkung direkt mittels Schenkungsvertrag - bei Grundstücken eh durch Notar vorgeschrieben.
Dieses Problem lässt sich nur dadurch lösen, indem man allen Pflichtteilberechtigten eine Schenkung in gleicher Höhe zukommen lässt.
B bestreitet ja nicht die Schenkung, sondern die Höhe derselben. Das würde er auch bei gleichen Schenkungsbetrag tun.
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.
hambre
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Re: eidesstattliche Versicherung bei Schenkung vorsorglich möglich???

Beitrag von hambre »

Sprich, lebt der Schenker >10 Jahre nach Schenkung noch, spielt diese keine Rolle für die Verteilung des Erbes.
Das stimmt so nicht. Es kommt dann immer noch eine Ausgleichung nach § 2050 BGB in Betracht.

Der Erblasser kann aber einfach testamentarisch festlegen, dass Erbe A aufgrund einer Schenkung X€ weniger bekommen soll als Erbe B. So lange dadurch der Pflichtteilsanspruch von A nicht unterschritten wird, spielt es keine Rolle, ob A die Schenkung in der behaupteten Höhe erhalten hat.
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