ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhindern?

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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ohno18
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ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhindern?

Beitrag von ohno18 » 09.02.19, 20:59

Wie ist die Rechtslage in folgendem fiktiven Fall?

Nehmen wir mal eine kleine Familie. Mutter, Vater, mehrere Kinder (zwischen 9 und 15 Jahren).

Mutter sagt dem Vater das sie die Scheidung möchte. Sie bittet ihn auszuziehen, damit Sie das Trennungsjahr zusammen bekommt, für die Scheidung. Außerdem möge er sich bitte ummelden damit Sie den Unterhaltsvorschuss beantragen kann. Der Vater kommt der bitte nach, weil Sie sonst mit den Kindern wegziehen müsste und in der Nähe keine preiswerte Wohnung bekommen würde. So zieht der Vater vorübergehend zu seinen Eltern. Der Vater war vor vielen Jahren schon einmal von der gleichen Frau getrennt und hat Sie nach einem halben Jahr zurück gewonnen. Deswegen zieht er ohne Murren aus, um es der Frau recht zu machen und plant Sie erneut zurück zu gewinnen. Der Vater beginnt eine Kontaktpause gegenüber der Frau und hält nur den Kontakt zu seinen Kindern. So hatte er Sie schon einmal zurück gewonnen. Der Vater trifft sich sehr oft mit seinen Kindern und unternimmt viel. Immer noch voller Hoffnung die Frau zurück zu gewinnen. So geht das ca. 3 Monate bis der Vater auf einmal durch Zufall von einem seiner Kinder hört, dass die Frau schon seit dem Scheidungswunsch einen neuen Mann hat. Die Kinder wurden von der Mutter gezwungen den Vater anzulügen (3 Monate lang), damit dieser aus der Wohnung auszieht und Sie dort mit den Kindern wohnen bleiben kann. Der Vater möchte nun mit der Mutter nichts mehr zu tun haben, sorgt sich aber um seine Kinder.


Fragen:

Kann der Vater etwas dagegen unternehmen, dass dieser Mann in die ehemals gemeinsame Wohnung einzieht? Der Mann ist ein Schwarzer der aus Afrika stammt und erst seit ca. 10 Jahren in Deutschland lebt und schlecht Deutsch spricht. Schon nach kurzer Zeit schlafen beide zusammen in der Wohnung und tauschen Zärtlichkeiten vor den Kindern aus (Küssen, etc.). Es ist geplant, dass der Schwarze demnächst einzieht. Im Mietvertrag stehen noch beide Eheleute drin, die Miete zahlt aber derzeit nur noch die Mutter, weil der Vater zwangsweise immer noch bei seinen Eltern wohnt. Trotzdem hat der Vater vermutlich noch Rechte an der Wohnung.

Der Vater würde zwar gerne zusammen mit seinen Kindern wohnen, diese möchte aber in der ehemaligen Wohnung bleiben und bei der Mutter. Der Vater akzeptiert das zwangsweise, möchte aber den Einzug des Fremden verhindern. Kann der Vater wegen seines Sorgerechts das Umgangsrecht gegenüber den Kindern ausüben und den Einzug des fremden Mannes verhindern? Vielleicht sogar mit Unterstützung des Vermieter, weil es dann ja eine Art Untermieter wäre?

Die Mutter zwingt die Kinder zum Lügen. Hat das irgendwelche Konsequenzem? Was würde ein Jugendamt hier evt. unternehmen?

Froggel
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von Froggel » 10.02.19, 00:16

ohno18 hat geschrieben:Kann der Vater etwas dagegen unternehmen, dass dieser Mann in die ehemals gemeinsame Wohnung einzieht?
Nicht direkt. Näheres dazu unten.
ohno18 hat geschrieben:Der Mann ist ein Schwarzer der aus Afrika stammt und erst seit ca. 10 Jahren in Deutschland lebt und schlecht Deutsch spricht.
Das ist unerheblich.
ohno18 hat geschrieben:Trotzdem hat der Vater vermutlich noch Rechte an der Wohnung.
Nein. Er ist ausgezogen und hat nicht das Recht, gegen den Willen der Mutter zurückzuziehen, geschweige denn zu bestimmen, wen sie dort mit wohnen lässt. Er hat lediglich die Pflicht, die Miete zu zahlen, wenn die Mutter die Zahlungen aussetzt.
ohno18 hat geschrieben:Kann der Vater wegen seines Sorgerechts das Umgangsrecht gegenüber den Kindern ausüben und den Einzug des fremden Mannes verhindern?
Nein.
ohno18 hat geschrieben:Vielleicht sogar mit Unterstützung des Vermieter, weil es dann ja eine Art Untermieter wäre?
Nein. Der neue Mann gilt als Lebensgefährte und darf dort wohnen. Die Mutter muss dem Vermieter das allerdings anzeigen. Verhindern darf der das aber auch nicht.
ohno18 hat geschrieben:Die Mutter zwingt die Kinder zum Lügen. Hat das irgendwelche Konsequenzem? Was würde ein Jugendamt hier evt. unternehmen?
Selbst fragen hilft. Allerdings glaube ich nicht, dass das ausreicht, um irgendwelche Dinge den Wünschen des Vaters nach in Gang zu setzen.

Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, dass der Mann den Mietvertrag kündigt und, sofern die Mutter mit im Mietvertrag genannt wird, auf Zustimmung zur Mietvertragsauflösung zu klagen. Damit müssten aber alle aus der Wohnung, der Neue kann dann auch nicht mit einziehen. Alternativ, und dazu müssen alle Parteien damit einverstanden sein, wird der alte Mietvertrag in gegenseitigem Einvernehmen (im Mietvertrag genannte Mieter und Vermieter) aufgelöst und der Vermieter macht mit der Mutter einen neuen. Dann kann sie aber wieder ihren Lebensgefährten mit aufnehmen. Das könnte sie in einer anderen Wohnung im Übrigen auch.
Ich bin kein Jurist.
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winterspaziergang
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von winterspaziergang » 10.02.19, 01:10

ohno18 hat geschrieben:W
Mutter sagt dem Vater das sie die Scheidung möchte. Sie bittet ihn auszuziehen, damit Sie das Trennungsjahr zusammen bekommt, für die Scheidung. Außerdem möge er sich bitte ummelden damit Sie den Unterhaltsvorschuss beantragen kann.
:?: auch wenn das nicht die Frage ist: Ist der Vater nicht in der Lage den Unterhalt zu zahlen oder wie kommt man sonst so selbstverständlich darauf, dass ein UV in Anspruch genommen werden kann?

Fragen:
Kann der Vater etwas dagegen unternehmen, dass dieser Mann in die ehemals gemeinsame Wohnung einzieht?
nein
Kann der Vater wegen seines Sorgerechts das Umgangsrecht gegenüber den Kindern ausüben und den Einzug des fremden Mannes verhindern?
nein
Vielleicht sogar mit Unterstützung des Vermieter, weil es dann ja eine Art Untermieter wäre?
Der Vermieter wird nicht verhindern können, dass der neue Lebensgefährte der Mutter einzieht
Die Mutter zwingt die Kinder zum Lügen. Hat das irgendwelche Konsequenzem? Was würde ein Jugendamt hier evt. unternehmen?
das Jugendamt hätte viel zu tun, wenn es solche Lügen ahnden würde.
Und- was soll es tun? Die Kinder wollen doch bei der Mutter bleiben, eine Ausübung des Sorgerechts des Vaters, was dieser durchaus beantragen kann, kommt offenbar nicht in Betracht. Wie sollte das Jugendamt oder ein Familiengericht darüber hinaus aktiv werden?

Biggi0001
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von Biggi0001 » 10.02.19, 04:19

Zieht ein Partner freiwillig aus, verliert er dadurch nicht sein Nutzungsrecht. Er kann jederzeit verlangen, wieder einzuziehen. Der Anspruch geht jedoch verloren, wenn er nach dem Auszug nicht binnen sechs Monaten wieder einzieht oder mitteilt, dass er wieder einziehen will. Danach vermutet das Gesetz unwiderleglich, dass er dem verbliebenen Partner die Wohnung endgültig zur alleinigen Nutzung überlassen will (§§ 1361b Abs. IV BGB, 14 Abs. IV LPartG). Er kann dann nicht einfach wieder so zurückkehren.
https://www.scheidung.de/waehrend-der-t ... hnung.html

So lange also noch kein halbes Jahr vergangen ist, kann er Ehemann theoretisch wieder einziehen und das Trennungsjahr in der gemeinsamen Wohnung durchziehen. Ob das "sinnvoll" und vor allem praktikabel ist, muß er selbst wissen. Allerdings, was bringt das schon - die Frau wird er damit auch nicht von "dem Schwarzen" abbringen und erfahrungsgemäß würde ich mal sagen, wenn sich eine Frau anderweitig orientiert hat, dann ist eh Hopfen und Malz verloren. Sch der Frau aufzuzwingen, indem man darauf besteht, wieder einzuziehen, wird jedenfalls nicht zum gewünschten Ergebnis führen, darauf könnte ich wetten.
Verba docent, exempla trahunt et quae nocent, docent.

ohno18
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von ohno18 » 11.02.19, 08:35

Somit kann in so einem Fall der Mann wohl leider nur zusehen und muss mit ansehen, wie seine Frau einen neuen Mann nimmt, und dieser seine Position einnimmt und dann den Vater von den Kindern spielt. Seine Wohnung, seine Möbel, seine Frau, seine Kinder, sein Leben!

Tja, Recht und Gesetz hilft dem Mann hier wohl nicht weiter.

Da muss er wohl nach anderen Ideen suchen.

Das wäre in diesem Forum dann wohl eher OffTopic, aber vielleicht als Hilfe für alle Betroffenen trotzdem interessant. Mein Beileid an alle Männer da draußen, denen ähnliches wirklich passiert ist.

Celestro
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von Celestro » 11.02.19, 10:04

ohno18 hat geschrieben:Somit kann in so einem Fall der Mann wohl leider nur zusehen und muss mit ansehen, wie seine Frau einen neuen Mann nimmt, und dieser seine Position einnimmt und dann den Vater von den Kindern spielt. Seine Wohnung, seine Möbel, seine Frau, seine Kinder, sein Leben!
Wie kommt man darauf, daß der "Neue" überhaupt ein Interesse daran hat, den Vater "zu spielen" ?
ohno18 hat geschrieben:Tja, Recht und Gesetz hilft dem Mann hier wohl nicht weiter.
Doch, natürlich ! Nur nicht so, wie Sie sich das vorstellen. Das Gesetz ist nicht dafür da, die seltsame Vorstellung von der Einmischung ins Leben einer Ehe-Frau (demnächst vielleicht Ex-Frau) zu unterstützen.
Zuletzt geändert von Celestro am 11.02.19, 11:02, insgesamt 1-mal geändert.

windalf
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von windalf » 11.02.19, 10:22

Der Mann ist ein Schwarzer der aus Afrika stammt und erst seit ca. 10 Jahren in Deutschland lebt und schlecht Deutsch spricht.
...
Da muss er wohl nach anderen Ideen suchen.
Wie wäre es mit einer Penisverlängerung *SCNR* :lachen: :lachen: :lachen:
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

SusanneBerlin
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von SusanneBerlin » 11.02.19, 11:04

Tja die Garantie, dass die Zuneigung zum Ehepartner ein Leben lang anhält, die gibt es eben nicht.

Anscheinen ist die Geschichte ja nur fiktiv, da Sie allen Männern ihr Beileid ausdrücken, denen ähnliches "wirklich passiert ist".

Dazu kann man hinsichtlich dessen keine ungewollten Tatsachen zu erschaffen, nur den Rat geben, wenn der Partner / die Partnerin Trennungsabsichten mitteilt und Kinder vorhanden sind, dann sollte der andere nicht den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass sich schon alles wieder einrenkt, sondern er sollte, nachdem der erste Schock überwunden ist, eine Trennung konkret uns Auge fassen und sich von Anfang an auf den "Ernstfall" vorbereiten. D.h. wenn er die Kinder bei sich behalten möchte in dem Fall dass die Trennung unwiderruflich ist, sollte er von Anfang an die Weichen setzen und sagen "Wenn du dich trennen willst, bitte, aber die Kinder bleiben bei mir". In dem geschilderten Fall hätte er also der Frau gesagt, "ich kann dich nicht daran hindern zu gehen, aber die Kinder bleiben hier und ich werde mich um sie kümmern."

Denn hinterher zu jammern, "sie hat mir die Kinder weggenommen, ich würde die Kinder bei mir behalten wenn sie mich lassen würde", ist immer einfacher als tatsächlich alltäglich mit den Kindern zu leben.

Bei allem Bemühen des Fallbeispiels, die Frau als die "Böse" darzustellen, weil sie heimlich bereits eine Beziehung zu einem neuen Mann eingeht (noch dazu zu einem Schwarzen der "schlecht Deutsch spricht") bevor Sie ihren Scheidungswunsch dem Ehemann offenbart, darf man nicht übersehen, dass in dem geschilderten Fall der Mann eine sehr bequeme Haltung einnimmt indem er es ganz selbstverständlich als gegeben nimmt, dass die Kinder während der Trennungsphase bei der Ehefrau und Mutter bleiben bis sie "sich wieder einkriegt" und der Vater erst dann in Erwägung zieht, die Kinder zu sich zu nehmen als er sich von dem neuen Mann aus der ehemals gemeinsamen Wohnung verdrängt fühlt.
Grüße, Susanne

windalf
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von windalf » 11.02.19, 12:54

"Wenn du dich trennen willst, bitte, aber die Kinder bleiben bei mir". In dem geschilderten Fall hätte er also der Frau gesagt, "ich kann dich nicht daran hindern zu gehen, aber die Kinder bleiben hier und ich werde mich um sie kümmern."
Ne ist klar. Man(n) hat das komplett selbst in der Hand weil die Gerichte da auch schon ganz modern urteiln und die Kinder nur ungern bei der Frau sehen...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

ralph12345
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von ralph12345 » 11.02.19, 13:23

Bei einer Trennung mit Kindern kollidieren naturgemäß gegenteilige Interessen. Seine eigenen muss man da schon selber artikulieren und durchsetzen. Einfachmal ausziehen und hinterher hoffen, dass sich alles von allein ergibt ist ziemlich naiv.

Die Trennung ist Fakt, da kann der Mann sich zwar viel wünschen, aber die Liebe oder eine Beziehung sind nicht einklagbar. Und die Frau ist ein eigenständiger Mensch, der lieben darf, wen sie will und zusammen leben darf, mit wem sie will.

Über die Mietwohnung kann man sich streiten. Warum soll nicht die Frau - OHNE Kinder- ausziehen, schließlich will sie sich trennen. Sie hat den akuten Handlungsdruck. Aber wozu? Offenbar bestand Einigkeit darüber, dass die Frau dort wohnen bleibt, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie samt Kindern gleich komplett in eine andere Stadt zieht.

Über das Sorgerecht kann man sich streiten. In jedem Fall kann man, egal wer auszieht, eine gemeinsame Betreuung der Kinder im Wechsel vereinbaren. Aber das regelt man besser im gemeinsamen Einvernehmen, alles andere geht zum Nachteil aller Beteiligten. Rückwirkend ist das alles ungleich schwerer. Erstmal ausziehen und dann nachträglich am Umgang mit den Kindern feilen wird kompliziert.

"Meine Möbel..." Sein Eigentum nimmt man beim Auszug besser mit... Es sei denn, man ist bestrebt, den Kindern nicht das zu Hause zu zerstören, dann findet man vielleicht mit der Ex eine finanzielle Regelung.

Die Lösung heisst miteinander reden und Wege finden, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, den Kontakt zu vermeiden und zu jammern.

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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von Celestro » 11.02.19, 13:23

SusanneBerlin hat geschrieben:Bei allem Bemühen des Fallbeispiels, die Frau als die "Böse" darzustellen, weil sie heimlich bereits eine Beziehung zu einem neuen Mann eingeht (noch dazu zu einem Schwarzen der "schlecht Deutsch spricht") bevor Sie ihren Scheidungswunsch dem Ehemann offenbart, darf man nicht übersehen, dass in dem geschilderten Fall der Mann eine sehr bequeme Haltung einnimmt indem er es ganz selbstverständlich als gegeben nimmt, dass die Kinder während der Trennungsphase bei der Ehefrau und Mutter bleiben bis sie "sich wieder einkriegt" und der Vater erst dann in Erwägung zieht, die Kinder zu sich zu nehmen als er sich von dem neuen Mann aus der ehemals gemeinsamen Wohnung verdrängt fühlt.
Ich kann nicht erkennen, daß der Beispielvater die Kinder überhaupt "zu sich nehmen wollen würde". Will es zwar auch nicht in Abrede stellen, aber "das er es tun wollen würde" sehe ich im dargestellten Sachverhalt auch nicht. "Nur" den absurden Gedanken, der Mutter einen neuen Partner verbieten zu wollen.

winterspaziergang
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von winterspaziergang » 11.02.19, 13:40

ohno18 hat geschrieben:Somit kann in so einem Fall der Mann wohl leider nur zusehen und muss mit ansehen, wie seine Frau einen neuen Mann nimmt, und dieser seine Position einnimmt und dann den Vater von den Kindern spielt. Seine Wohnung, seine Möbel, seine Frau, seine Kinder, sein Leben!

Tja, Recht und Gesetz hilft dem Mann hier wohl nicht weiter.
nein und wenn Mann mit einer 20 Jahre jüngeren Frau durchbrennt und seine teuren Möbel und Co mitnimmt oder die Kinder mit ihm ziehen und die Frau dann die Mutter der Kinder spielt oder noch besser, die "Neue" eine eigene Familie gründet und Mann fortan das Interesse an der alten verliert und der Mutter alle Arbeit überlässt und es mit dem Unterhalt auch nicht mehr so genau nimmt, auch nicht.
ohno18 hat geschrieben:Das wäre in diesem Forum dann wohl eher OffTopic, aber vielleicht als Hilfe für alle Betroffenen trotzdem interessant. Mein Beileid an alle Männer da draußen, denen ähnliches wirklich passiert ist.
Das Selbstmitleid lässt sich begrenzen, wenn mann feststellt, dass weder Frau noch Mann davor bewahrt werden können, dass der Ehepartner geht. Wie soll das auch gehen :?: Kontaktverbot für den neuen Partner der Mutter bzw. die Partnerin des Vaters?

ohno18
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von ohno18 » 12.02.19, 12:30

Ich danke für Eure Antworten, ich habe einiges gelernt. Ich finde es super, dass sich hier Leute die Mühe machen und anderen Menschen bei rechtlichen Fragen helfen, damit Leute wie ich, bestimmte rechtlichen Zusammenhänge besser verstehen.

zimtrecht
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von zimtrecht » 12.02.19, 16:21

Noch was zur rechtlichen Situation aus anderem Blickwinkel - der nacheheliche Unterhalt wird sich drastisch auf Null reduzieren, wenn die Ex in einer neuen "verfestigten Lebensgemeinschaft" lebt. Wenn dies schon im Trennungsjahr beginnt, um so eher ist von eben dieser Lebensgemeinschaft auszugehen und der evtl. jetzt bestehende Unterhaltsanspruch wäre ein oder zwei Jahre später verwirkt.

OT: Und dass die Kinder ihren Vater weiterhin als diesen ansehen, liegt nicht zuletzt an diesem selbst - aber das ist kein rechtliches Thema, sondern ein menschliches.

windalf
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Re: ehemalige Ehewohnung - Einzug eines neuen Mannes verhind

Beitrag von windalf » 12.02.19, 18:35

OT: Und dass die Kinder ihren Vater weiterhin als diesen ansehen, liegt nicht zuletzt an diesem selbst
Ne ist klar. Da hat die Mutter bei der die Kinder leben natürlich kein Einfluss drauf...
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