Unterhalt bei Auszug 18J. auf eigenen Wunsch

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Megazicklein
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Beitrag von Megazicklein »

Nochmal, der AUSZUG war abgemachte Sache zwischen der Tochter und der Freundin, wohl auch deren Mutter.
Und bis gestern ging die Mutter davon aus, das ihre Tochter am 17.3. ausziehen will, da sie da 18. wird. Die OP des Bruders ist am 11.3. deswegen sagte die Mutter, wenn Du gehen willst NICHT MUSST, dann bitte vorher oder nachher, aber nicht genau an dem Tag an dem der Bruder aus dem Krankenhaus kommt. Das ist das gute Recht der Mutter.

Die Mutter sagte der Tochter, sie kann ihr Unterkunft geben, Taschengeld, etc, aber sie kann ihr keinen Auszug finanzieren. Die Tochter meinte immer, alles kein Problem, sie will keinen Unterhalt, sie würde arbeiten gehen.
Auf der einen Seite muss die Mutter das auch nicht, weil die Tochter eben von allein ausziehen will, der Grund dafür ist auch einfach. Die Mutter meckert natürlich mit der Tochter, wenn mal eben wieder Geld fehlt. Oder dürften Eltern das nun auch nicht mehr?
Es gibt doch überall Regeln und Grenzen, bei ihrer Freundin hätte es die auch gegeben und da hätte sie sich auch dran halten müssen, wie zu Hause auch.

Chavah
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Beitrag von Chavah »

irgnwie wird es immer schlimmer, nicht besser, bei dem was Du da schreibst. Mir fällt da zunächst der Spruch "sowas kommt von sowas" ein. Da soll eine minderjährige Tochter ihre zukünftige Bleibe alleine organisieren. Wenn auch der Geburtstag der Volljährigkeit der Umzugstag sein sollte. Da sehen es die Eltern nicht als erforderlich an, mal selbst mit der neuen "Wirtin" zu sprechen, zu schauen, wie die Bedingungen da sind.

Da soll die Tochter irgendwie Geld verdienen. Alles andere (Ausbildung, Schule) ist offensichtlich nicht drin. Ist es da ein Wunder, wenn sich die Tochter mit der Unterschrift zur Schulanmeldung selbst hilft?

Es liegt mir fern, Familiendiebstähle zu beschönigen. Aber: Nachdenken über die Ursache, professionelle Hilfe einholen, das sollte schon drinnen sein.

Wie wärs jetzt damit, wenn man mal gemeinsam mit dem Kind zum Jugendamt geht? Ausloten, welche Möglichkeiten es gibt? Nur eines ist ganz klar: die Eltern werden je nach finanziellen Möglichkeiten auch für eine auswärtige Unterbringung in Anspruch genommen. Denn das, was da abgegangen ist und offensichtlich noch abgeht, ist mit Sicherheit nicht nur der Tochter zu zu schreiben.

Chavah

Megazicklein
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Beitrag von Megazicklein »

Die Mutter hat bei der neuen "Wirtin" angerufen, ein Besuch dort wurde ihr verweigert.
Nochmals, die Mutter ist froh, das die Tochter die Schule weiter besucht, ausziehen und nebenher arbeiten gehen, das war der alleinige Wunsch der Tochter.

Die neue "Wirtin" die ja nun keine mehr ist, sagte zu meiner Tochter, sie soll auf dem Jugendamt sagen, das die Mutter sie raus schmeißen würde. Sie fuhr die Tochter auch aufs Jugendamt und war bei dem Gespräch mit dabei. Die Tochter sagte aber dort, das sie selbst den Wunsch hat auszuziehen.
Die Tochter erzählte das gestern Abend der Mutter, woraufhin die Mutter bei der Ex neuen "Wirtin" anrief und sie vorsichtig fragte, ob das stimmt. Die Wirtin leugnete das und lachte noch, die Mutter fand das alles nicht mehr zum lachen.

Heute kommt die Tochter von der Schule nach Hause und hat nun Kontaktverbot von der Wirtin bekommen. Sie möchte nicht, das die beiden Freundinnen noch Kontakt zueinadern hätten, weil die Tochter die Wirtin bei der Mutter verraten hätte.

Jugendamt wird verständigt, es werden klipp und klar die Fronten geklärt. Die Mutter wird sagen, sie will sich frei in der Wohnung bewegen können und die Tochter kann auch sagen, was und wie sie es gerne hätte. Nicht nur eine Seite.
Es wurde bereits 2005 Hilfe geholt. Diese Hilfe wurde von Seiten des Jugendamtes eingestellt, da die Mutter damals um Hilfe gerufen hatte, weil es daheim eben so ist, wie es ist.

Seh das Problem auch nicht, auf die Ferne vielleicht auch schwierig zu beurteilen, wenn die Tochter ausziehen will, muss sie belegen, von was sie leben will. Kann sie das nicht, sollte sie zu Hause bleiben. Findet sie Unterschlupf bei einer Freundin, muss die Mutter das nicht finanzieren. Immerhin hat die Tochter ihr Zimmer etc. alles zu Hause, also warum?
Diebstähle etc. sind nach wie vor eine Straftat, auch in der Familie.
Die Anmeldungen fürs Gymnasium hat die Mutter nie zu Gesicht bekommen, obwohl sie der Tochter sagte, das es in Ordnung ist, wenn sie eine weiterführende Schule besucht. Sie sollte dann halt eben nur nicht ausziehen.

Das die Mutter sich erkundigen möchte, ob sie weiter machtlos zuschauen muss, bei den Diebstählen etc, oder ob sie da nicht was gegen machen kann, ist wohl ihr Recht. Es geht trotz Therapie vom Jugendamt schon 5 Jahre so. Die Mutter bat der Tochter auch an, sich gemeinsam Hilfe zu holen, die Tochter will nicht. Sie will ihr Ding machen und keine Rücksicht auf Grenzen oder andere Menschen geben.
Im Übrigen sieht das nicht nur die Mutter so, sondern alle die von der Sache etwas mehr mitbekommen.

Es nervt einfach, wenn immer nur die Rechte der Kinder in den Vordergrund gestellt werden und für jedes Fehlverhalten die Schuld bei den Eltern gesucht wird.

Nur mal eins, früher wurden keine Lehrer verprügelt, oder ältere Menschen am Bahnhof zusammen geschlagen. Das ist diese Weicheierziehung die hier teilweise an den Tag gelegt wird.
Man muss sich definitiv nicht alles gefallen lassen, Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen, bekommt man doch immer gesagt. Tja, aber was ist, wenn diese einfach ignoriert werden?

Grüße
Claudia

Megazicklein
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Beitrag von Megazicklein »

Im Übrigen, hätte ich als neue Wirtin erst mal die Mutter kontaktiert und gefragt, was da genau los ist. Das Jugendlich die Dinge immer anders sehen, als die Eltern, ist wohl bekannt.
Dies geschah aber gar nicht.
Als die Mutter dort angerufen hatte, bat sie um ein Treffen, welches ebenfalls abgelehnt wurde.
Die Mutter rief dann beim Jugendamt an, um sich bezüglich des Auszuges zu erkundigen, dort wurde ihr gesagt, das sie das nicht verhindern kann, wenn die Tochter 18 ist und von dort hat sie auch gesagt bekommen, das sie auf keinen Fall Unterhalt zahlen soll. Nicht mal das Kindergeld würde sie an der Stelle der Mutter zahlen, sondern der Tochter persönlich monatlich 50 Euro zustecken. Das hätte die Mutter auch gemacht.

Die neue Wirtin, alleinerziehend mit 2 Kindern, macht einem anderen Kind ohne Hintergedanken ein solches Angebot und kurz davor geht es nicht, weil sie Pleite sind.
Vielleicht geht es nicht, weil sie sich auch mal schlau gemacht hat.

Chavah
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Beitrag von Chavah »

Ich habe nicht geschrieben, dass man sich alles gefallen lassen soll. Nur, dass hier ein Versagen auf beiden Seiten vorliegt, das ist doch offensichtlich.

Es gibt viele Beratungsstellen, nicht nur das Jugendamt. Und da sollte man gemeinsam hingehen! Das, wie es da gelaufen ist, neeee!

Ach ja, woher weisst Du, dass früher nie jemand auf dem Bahnhof verprügelt wurde? Früher wurde sowas nicht bekannt, da stimme ich Dir zu.

Chavah

Megazicklein
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Beitrag von Megazicklein »

Wie gesagt, die Mitarbeiterin des Jugendamtes ist gestern krank gewesen und heute telefonisch nicht erreicht. Die Mutter hat nun eine Nachricht hinterlassen, da sie das auch nicht anstehen lassen will, weil es ein unzumutbarer Zustand für ALLE Beteiligten ist.
Es muss eine Lösung her, bei der auch die Tochter mit zieht, sonst macht es keinen Sinn.
Die Mutter sagte der Tochter gestern auch, das sie dies nun von ihr verlangt, sonst wird es nicht besser.

Die Jugendlichen von früher haben sich so manche Dinger nicht erlaubt, die heute abgehen. Nun nicht auf den Fall oben bezogen, sondern allgemein. Es wird doch immer schlimmer, sieh sich einer die Sendungen im Fern an........von den strengsten Eltern der Welt bis hin zu Erziehungscamps etc. Die Probleme sind doch überall vertreten.
Wenn man das heute einem sagt bekommt man zur Antwort, die Zeiten haben sich geändert............man muss aber nicht jeden Trend mitmachen. :D

Grüße
Claudia

Chavah
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Beitrag von Chavah »

Nun ja, ich hole meine Infos nicht aus dem Fernsehen :D .

Nur eines ist mir noch aufgefallen: als meine Kids nach der Gesamtschule aufs Gymnasium kamen, da bin ich (obwohl ganztags berufstätig) von Gymnasium zu Gymnasium gedackelt. Hab mir die Schulen angeschaut, mit den Direktoren gesprochen, in die engere Wahl kamen dann im 2. Durchlauf die Kids mit. Dann wurde dort unterschrieben. Das ist wohl der übliche Gang. Könnte es vielleicht sein, dass die Tochter einerseits zu großzügig "gehalten" wurde, dass sich insoweit nicht genug gekümmert wurde, auf der anderen Seite kamen dann die Trotzreaktionen? So unter dem Motto "wenn Ihr nicht ......, dann räche ich mich so und so....".

Ganz ehrlich, wenn mir jemand den Zugang zu seiner Wohnung verweigert, in die meine Tochter demnächst einziehen soll, spätestens dann würde ich dem doch nicht mehr zustimmen!

Also, ab zum Jugendamt oder eine andere Beratungsstelle. Und zwar gemeinsam!

Chavah

Megazicklein
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Beitrag von Megazicklein »

Eben, das ist ja das Problem...........sie braucht meine Zustimmung ja nicht, also habe ich es auf die Finanzielle Schiene gemacht. Wenn sie da einzieht, gibt es von mir keinen Cent, zumal es mir finanziell auch gar nicht möglich gewesen wäre.

Die Tochter hat ihren Kopf, wenn die was will, egal was, macht sie das. Man kann auf sie einreden wie man will, am Ende merkt sie dann schon, das wir Recht hatten und dann ist sie ganz ruhig.

Die Wirtin meinte gestern auch am Tel, sie würde ihre Kinder niemals in der Schulausbildung gehen lassen. HALLO??? Sie wird 18, da kann sie ausziehen, wann immer sie will, so wurde es mir gesagt, zwar muss sie vorzeigen, das sie sich selbst unterhalten kann, selbst wenn sie das nicht kann, was ja der Fall ist, sie wäre gegangen, wenn sich das nun nicht so entwickelt hätte.

Man hat ihr die letzten Tage angemerkt, das sie ihre Zeit hier nur noch ab sitzt.
Wir haben ihr gesagt, das geht nicht gut, wenn sie da einzieht, oder einziehen will. Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, wer kann es sich als alleinerziehende Mutter leisten noch jemanden aufzunehmen und ihm angeblich zu sagen, das er keine Kosten tragen muss für Wohnung etc.
Deswegen ist sie dann, als sie erfahren hat, das es doch nicht klappt nicht zu uns gekommen, sie wollte sich die Blöse nicht geben, hat sie gestern zugegeben.

Sicher, es mag sein, das ich nachdem ich mit Engelszungen auf sie eingeredet habe und versucht habe ihr den Auszug auszureden, irgendwann auf Durchzug geschaltet habe.
Es ist aber nun mal trotzdem so, noch ist sie keine 18 und kann eben noch nicht machen was sie will. Ist halt alles nicht einfach. Mir selbst geht es gar nicht gut, konnte durch den Stress gestern nicht zur Arbeit, mir schlägt alles sofort auf den Magen :-(

Chavah
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Beitrag von Chavah »

Da ist doch ganz viel auf beiden Seiten schief gegangen. Fragt das Jugendamt doch mal, ob die auch psychologische Betreuung/Therapie vermitteln. Teilweise tun die das.

Nur, die Tochter ist offensichtlich nicht verwahrlost. Dagegen sprechen die Schulleistungen. Da läuft irgend was anderes ab. Und das muss herausgearbeitet werden.

Chavah

Megazicklein
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Beitrag von Megazicklein »

Wir hatten ja mal angefangen, sie sollte dann eine Therapie gegen ADS machen, wurde bei ihr in mehreren Tests bestätigt, aber leider hatte sie da andere Dinge im Kopf und verweigerte das. Wir sind immer zu Gesprächen mit Therapeuten vom Jugendamt und haben uns Hilfe geholt, wie wir mit der Situation umgehen können.
Sie fing an komplett zu rebellieren als wir umgesetzt haben, was wir geraten bekommen haben. Nach Jahren haben wir keine Besserung gesehen, irgendwann gibt man auf.
Es ist ja nicht nur sie alleine da, sie hat noch einen Bruder, um den muss sich auch gekümmert werde.
Das Jugendamt wollte, als ich damals sagte, nun geht nichts mehr, die Tochter in die Psychatrie einweisen lassen und die Tochter sagte, da macht sie eh nicht mit und ich sagte, das sie wohl da nicht rein gehört, nur damit das Jugendamt eventuell kosten spart und daheim erst mal Ruhe ist. Geholfen wäre damit auch nicht gewesen. Das hätte sie mir nie verziehen, wenn ich das damals zugelassen hätte.

Chavah
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Beitrag von Chavah »

Viele Tests kann man nur stationär durchführen. Das wär viellicht mal ganz sinnvoll gewesen. Wenn auch hart für alle Betroffenen. Und mit Kostensparen hat das so gar nichts zu tun.

Chavah

Dipl.-Sozialarbeiter
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Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter »

Megazicklein hat geschrieben:...
Die Mutter sagte der Tochter, sie kann ihr Unterkunft geben, Taschengeld, etc, aber sie kann ihr keinen Auszug finanzieren. Die Tochter meinte immer, alles kein Problem, sie will keinen Unterhalt, sie würde arbeiten gehen.
...
Wenn die Tochter ausziehen will und diesen Auszug finanzieren kann, dann wäre das Problem doch gelöst. Nach dem bisherigen Diskussionsverlauf wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit keine Sozialleistungen für die Wohnung erhalten.

Wohlmöglich kann sie ein geringes Schülerbafög erhalten. Zudem wäre noch an das Kindergeld zu denken. Was dann noch fehlt müßte sie sich halt über eine Erwerbstätigkeit hinzu verdienen.
Megazicklein hat geschrieben:...
Das Jugendamt wollte, als ich damals sagte, nun geht nichts mehr, die Tochter in die Psychatrie einweisen lassen und die Tochter sagte, da macht sie eh nicht mit und ich sagte, das sie wohl da nicht rein gehört, nur damit das Jugendamt eventuell kosten spart und daheim erst mal Ruhe ist. Geholfen wäre damit auch nicht gewesen. Das hätte sie mir nie verziehen, wenn ich das damals zugelassen hätte.
Die Hilfen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie ist dann angezeigt, wenn die Voraussetzung nach § 35a SGB VIII vorliegen.

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