Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

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Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 16.09.14, 16:39

flokon hat geschrieben:
Roni hat geschrieben:
flokon hat geschrieben:Sollte das nicht gehen Gespräch mit dem Psychiater und dem Jugendamt und einen Auszug vorbereiten.
ob da das JA der richtige Ansprechpartern wäre, sie ist doch volljährig ?
Soweit ich weiß gibt es bei der Jugendhilfe auch Hilfen für Volljährige.
Ansonsten gibt es dort hoffentlich Wegweiser für die zuständigen Ansprechpartner.
Vielleicht landet die junge Dame ja bei mir. :wink:

edy
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von edy » 16.09.14, 18:05

Hallo,
flokon hat geschrieben:Je nach Tochter-/Mutterbeziehung sollte die Tochter das Gespräch mit dem Psychiater suchen und die Mutter zu einem gemeinsamen Termin mitnehmen.
Vll hilft ein Gespräch zu dritt der Mutter zu verstehen, wieso die Tochter die Medikamente benötigt.
edy schrieb:
Ich würde der Mutter empfehlen, beim nächsten Artztbesuch die Tochter
zu begleiten, und selbst mit dem Arzt zu sprechen.
lg
edy
Ein freundliches "Hallo" setzt sich auch in Foren
immer mehr durch.

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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Roni » 16.09.14, 20:00

vielleicht landet die junge Dame ja bei mir
das würde ich ihr nicht wünschen 8)

Oktavia
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Oktavia » 16.09.14, 22:23

Wer hat den Account von Dipl.-Sozialarbeiter geknackt? Du bist doch nicht du selbst, oder?
Natürlich kann man dieses Thema auch als Medizinthema diskutieren. Wir kennen aber hier nicht alle medizinischen Hintergründe, müssen also davon ausgehen dass dieser Arzt weiß was er tut. Die Mutter nimmt an, sie wisse eben mehr als ein Mediziner und greift in die Medikation ein. Auch die Medikation z.B. bei Krebserkrankungen hat schwere Nebenwirkungen, wenn die Mutter nun aus lauter Mutterliebe..... Schlafstörungen sind nun nicht ganz so schwere Erkrankungen aber wenn man Menschen kennt die jeden Tag nur 2-3h schlafen, weiß man dass dies nicht harmlos ist. In diesem Stadium kann man die Ursache auch nicht mehr beackern. Also bleibt nur die Patienten körperlich zu stabilisieren um an den Ursachen zu arbeiten.
Eine Mutter die sich nur dafür zu interessieren scheint ob ihre Tochter süchtig ist oder eben nicht und der das sonstige Wohlergehen egal zu sein scheint soll der Tochter wichtiger sein als die Therapie eines Arztes?
Ich gehe hier nach der Schilderung der TE, kann mir aber durchaus auch eine andere Konstellation vorstellen :wink: aber hier fragt eine Erwachsene nach einer Rechtslage und die ist so wie hier von einigen schon beschrieben.
Die Tochter weiß hoffentlich dass die Behandlung gefährlich sein kann und nimmt eine mögliche Sucht nicht auf die leichte Schulter. So ein Entzug ist eben nicht lustig.
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Newbie2007 » 17.09.14, 00:31

Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben: Der Sachverhalt wird nur (einseitig) von der Tochter dargestellt.
Das ist doch genau das, was wir hier im Forum tun. Wir diskutieren rechtliche Fragen auf der Basis von vorgestellten Sachverhalten. Ob diese zu 100% der Realität entsprechen oder nicht, das können wir nicht verifizieren, was aber nicht heißt, dass die Diskussion sinnlos ist.

Wenn Sie der Meinung sind, der Sachverhalt ist nicht schlüssig, dann gäbe es die Möglichkeit, kritische Fragen zu stellen (wird ja oft und gerne so gemacht, oft zum Leidwesen der Fragenden). Aber sich einfach einen eigenen Sachverhalt zu konstruieren und dann darüber zu schreiben, trägt weder etwas Positives zur Diskussion hier im Forum bei, noch hilft es der jungen Frau in irgendeiner Weise.

Abgesehen davon...
Es fehlen die Argumente der Mutter.
Ich habe bis jetzt noch keine schlüssige Begründung gelesen, inwiefern die Argumente der Mutter an der diskutierten Rechtslage irgendetwas ändern könnten. Sogar dann, wenn (fantasieren wir mal) der Arzt der Tochter wider besseres Wessen die Rezepte für ihre "Suchtmittel" ausstellt, werden diese dadurch ja nicht automatisch illegal und die Wegnahme bleibt weiterhin rechtswidrig (allenfalls vielleicht entschuldbar, was ein nicht unwichtiger Unterschied ist).

Aber auch aus medizinischer Sicht - ich denke nicht, dass es irgendetwas bringt, einem Süchtigen seine Suchtmittel einfach wegzunehmen. Die Mutter wird damit am Ende nichts erreichen.Tatsächlich zeigt das Verhalten der Mutter - auf der Basis der wenigen vorhandenen Informationen - sogar gewisse Merkmale der Co-Abhängigkeit:
Weitere Anzeichen für Co-Abhängigkeit
...
Sie glauben, dass nur Sie alleine dem Betroffenen helfen können. Sie lehnen Hilfe durch Außenstehende ab.
Sie versuchen zu kontrollieren, wie viel der Betroffene trinkt. Sie suchen nach versteckten Alkoholvorräten etc.
..
(http://www.a-connect.de/coalk.php)

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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.09.14, 01:28

Newbie2007 hat geschrieben:...
Tatsächlich zeigt das Verhalten der Mutter - auf der Basis der wenigen vorhandenen Informationen - sogar gewisse Merkmale der Co-Abhängigkeit:
Weitere Anzeichen für Co-Abhängigkeit
...
Sie glauben, dass nur Sie alleine dem Betroffenen helfen können. Sie lehnen Hilfe durch Außenstehende ab.
Sie versuchen zu kontrollieren, wie viel der Betroffene trinkt. Sie suchen nach versteckten Alkoholvorräten etc.
..
(http://www.a-connect.de/coalk.php)
Haben Sie den Test gemacht?

Vermutlich wird die Mutter folgendes Ergebnis haben:
Sie verhalten sich nicht coabhängig. Wahrscheinlich wissen Sie bereits sehr viel über die Alkoholkrankheit.

Sie können anderen Angehörigen sicherlich ein guter Ratgeber sein.
______
PS: Es ist schon sehr erstaunlich, wie einige hier das Suchtmittel verteidigen.

Oktavia
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Oktavia » 17.09.14, 06:56

Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Vermutlich wird die Mutter folgendes Ergebnis haben:
Test hat geschrieben:Sie verhalten sich nicht coabhängig. Wahrscheinlich wissen Sie bereits sehr viel über die Alkoholkrankheit.Sie können anderen Angehörigen sicherlich ein guter Ratgeber sein.
Wir wissen ja nicht mal wie lange das Mittel schon genommen wird. Einzig dass es mehr als 2 Wochen sind. Es könnte sich jetzt auch um die 3. Einnahmewoche handeln... da wird jetzt über Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit spekuliert. :shock: :?

Vielleicht ist die Mutter mit ihrem Verhalten ja auch einer der Gründe für die Erkrankung?
Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Es fehlen die Argumente der Mutter.
Die Argumente der Gegenpartei fehlen hier fast immer :wink:
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.09.14, 07:06

Oktavia hat geschrieben:...
Vielleicht ist die Mutter mit ihrem Verhalten ja auch einer der Gründe für die Erkrankung?
...
Dies kann möglich sein, oder auch nicht. Aber wenn dem so ist, wer hilft denn dann am ehesten weiter?

a) der Richter,

b) der Familientherapeut oder

c) ein Internetforum

Oktavia hat geschrieben:...
Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Es fehlen die Argumente der Mutter.
Die Argumente der Gegenpartei fehlen hier fast immer :wink:
Weil dem so ist, kann in einer Diskussion hier durchaus aber virtuell die Gegenseite vertreten werden. Dies ist wirklich nichts unanständiges; oder?

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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Roni » 17.09.14, 09:14

Weil dem so ist, kann in einer Diskussion hier durchaus aber virtuell die Gegenseite vertreten werden. Dies ist wirklich nichts unanständiges; oder?
unanständig ist das nicht, aber wenig zielführend, da immer nur reine Spekulation :roll:

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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von dr-oetker » 17.09.14, 10:46

Zur Co-Abhängigkeit der Mutter fehlt meiner Ansicht nach die wichtigste Voraussetzung, nämlich die Abhängigkeit der Tochter...
Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:PS: Es ist schon sehr erstaunlich, wie einige hier das Suchtmittel verteidigen.
Hier fordert doch niemand "Frei-Benzos für alle" ;)
Es geht hier darum, daß ein Facharzt nach einem Jahr mutmaßlich nicht oder nicht ausreichend erfolgreicher Behandlung einen Behandlungsversuch mit potentiell süchtigmachenden Medikamenten über die im Beipackzettel erwähnten 14 Tage hinaus weiterführen will. Man kann davon ausgehen, daß dieser Arzt eine Risiko-Nutzen-Abwägung durchgeführt hat und ihm das Abhängigkeitsrisiko bekannt ist. Der Tochter ist die Problematik bewußt und ihre Einlassungen z.B. über den Straßenverkehr lassen auf einen verantwortungsvollen Umgang schließen.

Finden Sie es da tatsächlich erstaunlich, daß dieser Umgang mit Medikamenten verteidigt wird?
Korrigiert mich einfach, wenn ich falsch liege ;)

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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.09.14, 11:29

dr-oetker hat geschrieben:...
Es geht hier darum, daß ein Facharzt nach einem Jahr mutmaßlich nicht oder nicht ausreichend erfolgreicher Behandlung einen Behandlungsversuch mit potentiell süchtigmachenden Medikamenten über die im Beipackzettel erwähnten 14 Tage hinaus weiterführen will.
...
Und es geht wohl um eine Mutter die befürchtet, das ihre Tochter Tablettenabhängig ist oder werden könnte.

Wie dem auch sei. Wenn dies ein rechtliches Problem ist, entscheidet ein Richter ob das Verhalten der Mutter verwerflich und rechtswidrig ist.

Familiäre Konflikte können mit einem Familientherapeuten gelöst werden.

Für medizinische Diskussionen gibt es das Medizinforum.

dr-oetker hat geschrieben:Finden Sie es da tatsächlich erstaunlich, dass dieser Umgang mit Medikamenten verteidigt wird?
Es geht nicht um den Umgang mit Medikamenten, sondern um den Umgang mit suchtmachenden Medikamente. Und ja, dies finde ich erstaunlich. Schlaftabletten beseitigen nicht die Ursache von Schlafstörungen. Auch wenn "schlucken und schweigen" scheinbar als Alternative gesehen werden.

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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Roni » 17.09.14, 12:12

Und ja, dies finde ich erstaunlich. Schlaftabletten beseitigen nicht die Ursache von Schlafstörungen. Auch wenn "schlucken und schweigen" scheinbar als Alternative gesehen werden.
wir wissen doch garnicht was der Arzt genau behandelt, ich meine auch dass er wissen wird was er tut.

Und eine Mutter sollte akzeptieren dass ihre Tochter erwachsen ist und auch sie weiß was sie tut, sie nimmt nämlich Tabletten die verordnet wurden. Es gibt genug Patienten die verotrdnete Medikamente nicht einnehmen und dadurch mal erst richtig Probleme bekommen.

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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.09.14, 12:28

Roni hat geschrieben:...
wir wissen doch garnicht was der Arzt genau behandelt, ich meine auch dass er wissen wird was er tut.
...
Das Spiel können wir jetzt munter weiter spielen. Möglich auch, das dieser Thread am Ende 20 Seiten hat.

Hier dann - auch wenn hier nicht das Medizinforum ist und der rechtliche Teil ein Richter entscheiden kann - folgender Lesetipp:
So lassen sich sicher auch Schlafstörungen beseitigen. ;-)
Schlaftabletten erhöhen einer neuen Studie zufolge das Sterberisiko. Das gilt selbst für jüngere Menschen und für alle Arten von Schlafmitteln. Doch woran liegt das? Wissenschaftler sehen mehrere Möglichkeiten - darunter die mangelnde Wirkung der Pillen.

Roni
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Roni » 17.09.14, 13:29

aus gleichem Artikel
"Und es ist lange bekannt, dass zu wenig Schlaf die Lebenserwartung senkt."
Also liegt es im Ermessen des Arztes was er für sinnvoll und vertretbar hält.

Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Arzneimittel-Verweigerung der Mutter !?

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.09.14, 13:31

Roni hat geschrieben:aus gleichem Artikel
"Und es ist lange bekannt, dass zu wenig Schlaf die Lebenserwartung senkt."
...
Na, dann haben Beamte sicher eine hohe Lebenserwartung. ;-)

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