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recht.de • Thema anzeigen - Kind. Unterhalt. Titel vom Amtsgericht ohne Datum
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BeitragVerfasst: 16.01.18, 13:48 
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Hallo und guten Tag,

ich habe eine Titulierung vom Arbeitsgericht für den Unterhalt an meine beiden Kinder. Hier ist kein Ende-Datum vermerkt.
Verstehe ich das richtig, dass es sich dann um eine unbefristete Titulierung handelt?

Bis wann gilt diese dann? Irgendein Ende muss es doch geben?

Die Auskunft von Amt war, dass mit Eintritt der Volljährigkeit der bzw. eines Kindes sich das automatisch ändert.

Nun bekomme ich vom Anwalt der Ex-Frau ein Schreiben, das anderes behauptet.

Das eine Kind ist nun volljährig und hat Ausbildungseinkommen. Die Ex-Frau hat auch diverse Einkommen.

Wenn ja, kann (muss?) ich den Titel ändern lassen, wenn ja wie?

Über eine Info würde ich mich sehr freuen.

Freundliche Grüße
Peter


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BeitragVerfasst: 16.01.18, 14:04 
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Beiträge: 13909
Wohnort: Internet
Wenn das Kind volljährig ist, dann muss man selbst gar nichts tun. Das Kind ist jetzt volljährig und dafür zuständig sich selbst um seine Unterhaltsfragen zu kümmern.

_________________
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 16.01.18, 14:28 
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Interessierter

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ja, das weiss ich. Aber dennoch stellt sich mir die Frage von juristischer Sicht:

1. ist denn diese Titulierung noch gültig?
2. wie lange ist diese Titulierung gültig? Irgendein Ende muss es doch geben...?
3. Was wenn das volljährige Kind nichts unternimmt: welchen Unterhalt bezahle ich?


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BeitragVerfasst: 16.01.18, 15:01 
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zu 1) Ja, auch ein unbefristeter Titel ist gültig.
zu 2) Theoretisch ewig. Spätestens wenn allerdings die Voraussetzungen nach BGB entfallen sind wird sich das Kind gegen eine Klage auf Herausgabe nicht mehr erfolgreich wehren können.
zu 3) Wenn Sie von sich aus nichts überweisen, dann 0,00 €. Wobei dann die Gefahr besteht das das Kind eines Tages aufwacht und sämtliche fehlenden Zahlungen erfolgreich vollstrecken lässt.

Rein praktisch wird an diesem Fall wohl das Kind auffordern müssen sein Einkommen und das der Mutter offenzulegen um eine Neuberechnung durchführen zu können.


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BeitragVerfasst: 29.01.18, 13:27 
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ExDevil67 hat geschrieben:
...
zu 3) Wenn Sie von sich aus nichts überweisen, dann 0,00 €. Wobei dann die Gefahr besteht das das Kind eines Tages aufwacht und sämtliche fehlenden Zahlungen erfolgreich vollstrecken lässt.


Das ist nicht korrekt.
Siehe "Verwirkung", bspw. hier:
http://kanzlei-lachenmann.de/auch-titul ... -olg-hamm/


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BeitragVerfasst: 29.01.18, 13:58 
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Beiträge: 92
Nochmal Hallo.

Da ich ne ähnliche Situation hatte und zum Teil noch habe, vielleicht noch ein bis zwei Worte zu deiner Frage,
beruhend auf meinem persönlichem Erfahrungsschatz :-)

1) Der Titel ist nach wie vor gültig
Auch wenn du weniger zahlen müsstest kann es ziemlich anstrengend werden diesen Titel loszuwerden

Ich rate dir, ebenfalls einen Anwalt zu beauftragen.
Wenn das Kind und ExFrau Einkommen hat, wird der Zahlbetrag / Monat sicherlich im zweistelligem Bereich liegen.

Was mich sehr erfreut hat ist, das das Kind und auch die Ex in vielen Bereichen ab Volljährigkeit auch mit einbezogen wird.

Du sagtest der Anwalt deiner Frau hat dich angeschrieben ?
Streng genommen ist deine Frau mit der Volljährigkeit nun komplett raus und das Kind muss selbst tätig werden.
Das praktisch die Ex aber immer noch lenkend eingreifen kann steht auf einem anderen Blatt Papier.
Bzgl. dieser ganzen Thematik habe ich etliche ewiglange Threads verfasst.
Bei mir jedoch mit einigen Hürden.
(Abbruch Ausbildung, Unterhalt f.d. Vergangenheit, **** gegn. Anwalt und und und)

Grundsätzlich wird Unterhalt bis Abschluß der 1. Berufsausbildung geschuldet.
Wenn dein Kind nun eine Ausbildung macht, bist du zum Ausbildungsende damit "durch"
Der Titel aber eigentlich noch gültig.
Um ihn sauber wegzubekommen wäre da eine Abänderungsklage zu machen. (Kostet Geld)
Wahlweise kann das Kind den Titel herausgeben, da nicht vollstreckte Forderungen nach 2 J. eh verwirkt sind.
Siehe dazu Link meines le. Threads.
Verwirkung heißt nicht, das sie nicht mehr vollstrecken können, dann das geht mit einem Titel immer.
Anschließende Vollstreckungsgegenklage würde sicherlich positiv für dich ausgehen.
Die Kosten dafür hast du trotzdem an den Backen.

Blöd ist es, wenn das Kind studiert oder sich schulisch weiterbildet.
Hier ist oft von Fall zu Fall zu entscheiden und die Zahlerei kann sehr lange dauern.

Gruß
Christian


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