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Hausverkauf bei Trennung - Sichere "Überschuss"-Auszahlung

Verfasst: 16.04.18, 12:22
von Jimmey1204
Servus,

war mir nicht sicher, welche Kategorie am besten passt, sonst bitte ggfs. verschieben.

Folgendes Szenario:
Eheleute A & B leben aktuell in Trennung und besitzen gemeinsam ein Haus (beide im Grundbuch eingetragen, Ehevertrag besteht), welches zum Verkauf steht.
Ein Verkauf steht nun kurz vor dem Abschluss.

Für das Haus läuft noch ein Kredit (bzw. 2 Banken / Kreditgeber). Nach aktueller Berechnung bleibt vom Erlös des Hausverkaufs
nach Abzug des Kredits + Vorfälligkeitsentschädigung noch knapp eine 6stellige Summe über, die zu gleichen teilen
auf beide Ehepartner / Eigentümer verteilt werden soll, ist zwischen beiden auch so vereinbart.

Da bekanntlich nach einer Trennung nicht mehr das größte Vertrauen ggü. der anderen Person besteht,
stellt Person B sich die Frage, wie sich die bisher nur mündliche Vereinbarung zur Aufteilung / Auszahlung
sicher abwickeln lässt? Person A hatte geplant, die komplette Summe auf das Konto von A zu erhalten und den Anteil an B zu überweisen, naja...
Das B einen rechtlichen Anspruch auf das Geld hat ist klar, B möchte aber spätere Diskussionen, "rausklagen" etc. vermeiden

Gibt es die Möglichkeiten, z.B. den Notar der auch den Hausverkauf regeln wird, zu beauftragen, ein Notaranderkonto a.ö. anzulegen, auf
dem der Überschuss direkt vom Käufer geht, und der Notar diesen je zu gleichen Teilen an A & B überweist?
Oder lässt sich direkt im Notarvertrag des Verkaufes eine direkte Aufteilung an A & B vereinbaren, jedenfalls so, dass A erst gar nicht über den Anteil von B verfügen kann?
Sprich Käufer / Bank des Käufers überweist
X € an Kreditbank des VK
X € an A
X € an B

Oder welche Möglichkeiten bestehen in einem solchen Fall?

B möchte vermeiden, einen Hausverkauf zu unterschreiben, ohne dass eine sichere Vereinbarung dazu vorliegt.

Danke für eure Antworten

Re: Hausverkauf bei Trennung - Sichere "Überschuss"-Auszahlu

Verfasst: 16.04.18, 18:55
von CruNCC
Gibt es die Möglichkeiten, z.B. den Notar der auch den Hausverkauf regeln wird, zu beauftragen, ein Notaranderkonto a.ö. anzulegen, auf
dem der Überschuss direkt vom Käufer geht, und der Notar diesen je zu gleichen Teilen an A & B überweist?
Dazu braucht man kein Notaranderkonto.
Oder lässt sich direkt im Notarvertrag des Verkaufes eine direkte Aufteilung an A & B vereinbaren, jedenfalls so, dass A erst gar nicht über den Anteil von B verfügen kann?
Sprich Käufer / Bank des Käufers überweist
X € an Kreditbank des VK
X € an A
X € an B
Das ist die "normale" Vorgehensweise.