Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helfen?

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Benutzer1989
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Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helfen?

Beitrag von Benutzer1989 » 12.12.18, 22:44

Hallo, ich bin seit 2 Jahren vom KV getrennt. Meine Töchter sind nun 6 und 3 Jahre alt. Sie besuchen ihn Durchschnittlich alle 4 Wochen für 1-2 Nächte. Im Januar 2018 hat der Vater, trotzt meiner Bedenken, die Kinder für 3-4 Tage mit zu seinen Eltern genommen. Diese wohnen 450 km von uns entfernt. Dort mussten sie ganz alleine in einem Zimmer im Dachgeschoss schlafen, der Vater mit Freundin und seine Eltern schliefen ein Stockwerk tiefer. Die Kinder berichteten mir, dass sie dort Nachts große Angst hatten, nicht alleine sein wollten (und das auch ihrem Vater mitgeteilt hatten) und geweint haben und mussten trotzdem alleine schlafen. Daraufhin hat die Große knapp 2 Wochen lang jede Nacht ins Bett gemacht. In der dritten Woche noch 2-3 mal. Die Kleine hat mehrere Wochen jede Nacht bei mir im Bett geschlafen, weil sie so große Angst Nachts hatte (weinte regelmäßig).
An Christi Himmelfahrt wollte er dann mit den Kindern nach Holland (über 500 km Entfernung). Ich versuchte ihm klar zu machen, dass das vllt zu arg für die Kinder sein könnte. Er wollte trotzdem mit ihnen dort hin. Der ursprünglich vereinbarte Zeitraum von Do Mittag bis So Mittag wurde am Mi früh von ihm auf Mi Abend ausgeweitet. Nach kleiner Diskussion willigte ich doch ein. Als es dann so weit war, wollte meine große Tochter nicht mitfahren. Sie weinte und weigerte sich ins Auto einzusteigen. Sie wollte zwar mit ihm Zeit verbringen, aber nicht so weit weg von zuhause (von mir) sein. Er überredete sie dann und vermittelte ihr, dass er ja sonst ohne sie fährt. Nach ca 30 min stieg sie dann doch ins Auto ein. Ich versuchte ihn mehrmals davon zu überzeugen, dass er doch bitte einen Campingplatz in der Nähe ansteuern solle. So könnte man sich notfalls auch in der Mitte treffen, falls sie Heimweh bekommt. Auch das war ihm egal. Die Aussage/Begründung von seiner Freundin war damals "Das können wir jetzt auch nicht einfach absagen, jetzt haben wir schon Kiloweise Hackfleisch gekauft." Er fuhr also trotzdem. Sie sind dann auch viel zu spät in Holland losgefahren und waren dann 6 Stunden zu spät wieder bei mir. Die Verabredung zum Muttertag mit mir, meinen Kindern und meiner Mutter musste ich somit auch ins Wasser fallen lassen. Er wusste von meinen Plänen.
Als sie dann endlich da waren, fing meine kleine Tochter bitterlich an zu weinen, sie habe mich vermisst. Die Große weinte dann erst in seiner Abwesenheit. Wieder machte sie längere Zeit ins Bett. Sie sagte, sie wolle nie wieder so weit und so lange von mir getrennt sein.

Nun hat er mich letzten Samstag angerufen und mir mitgeteilt, dass er vom 26.-30.12. mit den Kindern wieder zu seinen Eltern fahren möchte. Abgesprochen war vor Wochen/Monaten aber folgendes: Er hat die Kinder vom 26.-27.12. u 29.-30.12. bei ihm zuhause. Nun möchte er am ersten Termin für eine Nacht wieder zu seinen Eltern fahren. Meine Große möchte aber absolut nicht und weint deswegen. Das ist ihm aber egal, er will trotzdem fahren. Was kann ich dagegen tun?

Und: Er nimmt die Kinder nur, wenn er dazu Lust hat, sagt also regelmäßig die Wochenenden ab. Die Kinder sind am Samstag die zweite Nacht innerhalb der letzten 7 Wochen dort. Der längste Zeitraum, in der sie ihn nicht gesehen haben, war 8 Wochen - also gar kein Umgang! Durchschnittlich müssen sie 4 Wochen auf den Besuch warten. An Silvester, Ostern und seinem Geburtstag will er sie nie haben.
Aber verlangt jetzt von mir, dass ich sie ihm für längere Zeit geben soll, obwohl ich mir extra Urlaub in dieser Zeit genommen habe, um mit meinen Kindern Zeit zu verbringen. Den Vorschlag die Kinder über Silvester oder in der zweiten Januarwoche (da habe ich keinen Urlaub mehr) zu nehmen, hat er abgelehnt.

Vielen Dank im Voraus.

Wie ist die Rechtslage?

winterspaziergang
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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von winterspaziergang » 13.12.18, 07:42

Benutzer1989 hat geschrieben:Hallo, ich bin seit 2 Jahren vom KV getrennt. Meine Töchter sind nun 6 und 3 Jahre alt. Sie besuchen ihn Durchschnittlich alle 4 Wochen für 1-2 Nächte. Im Januar 2018 hat der Vater, trotzt meiner Bedenken, die Kinder für 3-4 Tage mit zu seinen Eltern genommen. ...
An Christi Himmelfahrt wollte er dann mit den Kindern nach Holland (über 500 km Entfernung). Ich versuchte ihm klar zu machen, dass das vlld zu arg für die Kinder sein könnte. ....Nach kleiner Diskussion willigte ich doch ein. ....Ich versuchte ihn mehrmals davon zu überzeugen, ....Auch das war ihm egal. ....Die Große weinte dann erst in seiner Abwesenheit. Wieder machte sie längere Zeit ins Bett. Sie sagte, sie wolle nie wieder so weit und so lange von mir getrennt sein.

Nun hat er mich letzten Samstag angerufen und mir mitgeteilt, dass er vom 26.-30.12. mit den Kindern wieder zu seinen Eltern fahren möchte. Abgesprochen war vor Wochen/Monaten aber folgendes: Er hat die Kinder vom 26.-27.12. u 29.-30.12. bei ihm zuhause. Nun möchte er am ersten Termin für eine Nacht wieder zu seinen Eltern fahren. Meine Große möchte aber absolut nicht und weint deswegen. Das ist ihm aber egal, er will trotzdem fahren. Was kann ich dagegen tun?
Nicht einwilligen, zumal es gegen die ursprüngliche Vereinbarung geht, eine klare Regelung im Sinne der Kinder vereinbaren, auf Überzeugungsarbeit und Hoffen auf Einsicht verzichten, wenn er sie offenbar nicht zeigen kann und notfalls - auch zur eigenen Unterstützung- das Jugendamt und Familiengericht einschalten.
Und: Er nimmt die Kinder nur, wenn er dazu Lust hat, sagt also regelmäßig die Wochenenden ab. Die Kinder sind am Samstag die zweite Nacht innerhalb der letzten 7 Wochen dort. Der längste Zeitraum, in der sie ihn nicht gesehen haben, war 8 Wochen - also gar kein Umgang! Durchschnittlich müssen sie 4 Wochen auf den Besuch warten. An Silvester, Ostern und seinem Geburtstag will er sie nie haben.
Aber verlangt jetzt von mir, dass ich sie ihm für längere Zeit geben soll, obwohl ich mir extra Urlaub in dieser Zeit genommen habe, um mit meinen Kindern Zeit zu verbringen.
War er vor der Trennung anders oder warum wundert man sich jetzt über solch ein Verhalten?

Den Vorschlag die Kinder über Silvester oder in der zweiten Januarwoche (da habe ich keinen Urlaub mehr) zu nehmen, hat er abgelehnt.

Vielen Dank im Voraus.

Wie ist die Rechtslage?
Die Rechtslage ist, dass man notfalls mit Hilfe von außen eine klare Regelung treffen kann und wohl auch sollte und die Rechtslage ist, dass es nicht darauf ankommt, was er "verlangt", wenn ihm gerade danach ist und die Kinder in seine Pläne passen.

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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von Old Piper » 13.12.18, 08:34

Ziemlich verfahrene Kiste, in der Sie ohne Hilfe von außen (z.B. gemeinsame Gespräche beim Jugendamt oder der örtlichen Erziehungsberatung) wohl nicht weiterkommen werden.
Benutzer1989 hat geschrieben:Dort mussten sie ganz alleine in einem Zimmer im Dachgeschoss schlafen,
Grundsätzlich ist es ja okay, wenn ein Kind von 3 Jahren im eigenen Zimmer schläft - mit 6 erst recht. Kinder bis ins Schulalter bei den Eltern schlafen zu lassen, ist nur was für Eltern ohne eigenes (Sex-)Leben. Ob es für die Kinder wirklich förderlich ist, dauerhaft bei den Eltern zu schlafen, wage ich zu bezweifeln.
Ob das in einer bislang unbekannten Umgebung nun unbedingt gleich in der 1. Nacht sein muss - zumal wenn das Kind es (noch) nicht gewohnt ist - ist natürlich ein anderes Ding.
Benutzer1989 hat geschrieben:Der ursprünglich vereinbarte Zeitraum von Do Mittag bis So Mittag wurde am Mi früh von ihm auf Mi Abend ausgeweitet.
Sowas geht natürlich gar nicht. Getroffene Vereinbarungen sind gefälligst einzuhalten - schon mal in Hinblick darauf, dass sich die Kinder auf etwas verlassen können müssen.
Benutzer1989 hat geschrieben:Als sie dann endlich da waren, fing meine kleine Tochter bitterlich an zu weinen, sie habe mich vermisst. Die Große weinte dann erst in seiner Abwesenheit. Wieder machte sie längere Zeit ins Bett. Sie sagte, sie wolle nie wieder so weit und so lange von mir getrennt sein.
Trennungskinder neigen bisweilen dazu, dem Elternteil bei dem sie leben das zu sagen, was sie meinen dass er es hören will. Ob das in diesem Fall so ist, werden wir hier nicht herausfinden. Dazu müsste man Mäuschen spielen können und hören, wie die Kinder mit dem Papa reden, wenn die Mama nicht dabei ist.
Benutzer1989 hat geschrieben:Meine Große möchte aber absolut nicht und weint deswegen.
Siehe oben
Benutzer1989 hat geschrieben:Aber verlangt jetzt von mir, dass ich sie ihm für längere Zeit geben soll, ...
Verlangen kann er viel. Umgangsrecht basiert jedoch auf klaren Absprachen, die dann bitte schön auch einzuhalten sind.

Zwischen Ihren Zeilen lese ich, dass bei Ihnen einiges im Argen liegt. "Gleichberechtigte Elternschaft" und "gemeinsame Erziehungsverantwortung" entstehen nicht, wenn Sie zum einen meinen, dass Sie ihm die Kinder "geben sollen". Sie geben hier nichts, was Ihnen gehört sondern die Kinder nehmen ihr Umgangsrecht mit dem Vater wahr.
Zum anderen ist aber natürlich auch der Vater in die Pflicht zu nehmen was Verlässlichkeit und Regelmäßigkeit in der Ausübung des Umgangsrechts angeht. Er muss akzeptieren, dass seine Freizeitpläne nicht wichtiger sind als Ihre und Sie müssen hinnehmen, dass er evtl. andere Erziehungsziele verfolgt als Sie (z.B. alleine schlafen). Das ist auch bei Eltern, die noch zusammenleben, nicht gerade ungewöhnlich.
Wenn Sie das im gemeinsamen Gespräch nicht hinkriegen, dann holen sie sich Hilfe von außen.

Die Rechtslage ist die, dass der Gesetzgeber grundsätzlich davon ausgeht, dass die Eltern solche Fragen zum Wohle der Kinder untereinander selber regeln. Schaffen sie das nicht, gibt's halt ein Verfahren zur Regelung des Umgangsrechts und ein Richter entscheidet darüber.
MfG
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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von Celestro » 13.12.18, 10:04

Old Piper hat geschrieben:Ob es für die Kinder wirklich förderlich ist, dauerhaft bei den Eltern zu schlafen, wage ich zu bezweifeln.
Haben Sie eigene Kinder ?

Mein Sohn hat ab und an mit 10 Jahren noch bei mir im Bett geschlafen. Aussage der Familienhilfe (habe ich in Anspruch genommen, da ich allein erziehender Vater war und keine Ahnung hatte) als er 8 Jahre alt war und regelmäßig zu mir ins Bett kam: Jedes Kind ist anders. Kümmern Sie sich nicht darum, was andere Menschen darüber denken. SIE alleine können beurteilen, ob Ihr Kind es braucht. Und wenn Sie klar sehen "es ist nötig", dann machen Sie es.

Es hat ihm nicht nur nicht geschadet, sondern er hat sich seitdem sehr gut entwickelt.

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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von Benutzer1989 » 13.12.18, 10:16

notfalls - auch zur eigenen Unterstützung- das Jugendamt und Familiengericht einschalten.
Das habe ich jetzt auch kontaktiert und warte auf einen Rückruf.

War er vor der Trennung anders oder warum wundert man sich jetzt über solch ein Verhalten?
Auch vor der Trennung war schon wenig Interesse da. Er ist beruflich sowieso sehr viel unterwegs gewesen. Als dann die Kleine auf die Welt kam und nicht so in das klassische Schema "Kind" gepasst hat, hat er sich nur noch 1 mal im Monat blicken lassen und mich mit einem Kleinkind und einem Schreibaby allein gelassen. Und selbst an diesem einem Tag im Monat hat er sich vllt. mal für ne halbe Stunde/Stunde mit an den Essesstisch gesetzt und ansonsten sein eigenes Ding durchgezogen.

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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von Old Piper » 13.12.18, 10:45

Celestro hat geschrieben:Haben Sie eigene Kinder ?
3 eigene und 2 Stiefkinder
Celestro hat geschrieben:Jedes Kind ist anders. [...] Es hat ihm nicht nur nicht geschadet, sondern er hat sich seitdem sehr gut entwickelt.
Mit Sicherheit ist das im Einzelfall richtig und individuell zu betrachten.
Ich muss auch zugeben, dass ich mit "Einzelkindern" keine persönlichen Erfahrung habe. Meine ersten beiden kamen im Doppelpack und die Kurze hat sich dann frühzeitig an ihren älteren Brüdern orientiert.
Celestro hat geschrieben:...und regelmäßig zu mir ins Bett kam...
Das heißt also er hatte sein eigenes Bett im eigenen Zimmer?
MfG
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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von Celestro » 13.12.18, 11:10

Old Piper hat geschrieben:Das heißt also er hatte sein eigenes Bett im eigenen Zimmer?
Ja, aber ....

er war 7 Jahre alt und hat quasi die ersten Monate nicht in diesem Bett geschlafen. Nach ungefähr 2 Monaten wollte ich ihn dann dran gewöhnen. Das hieß dann, gemeinsam ins Bett gehen und warten, bis er eingeschlafen ist. Dann leise raus schleichen. Die ersten 3 Monate kam er jede Nacht zu mir ins Bett gekrabbelt (wenn er zwischendurch wach wurde). Erst danach wurde es langsam aber stetig weniger.

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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von Old Piper » 13.12.18, 11:53

Celestro hat geschrieben:... kam er jede Nacht zu mir ins Bett gekrabbelt (wenn er zwischendurch wach wurde). Erst danach wurde es langsam aber stetig weniger.
Das finde ich jetzt sooo ungewöhnlich nicht. Das haben meine auch immer wieder mal gemacht - wenn auch nicht so häufig wie Deiner. Diese Möglichkeit hätten evtl. die Kinder in dem hier beschriebenen Fall auch gehabt.
MfG
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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von Celestro » 13.12.18, 14:00

Benutzer1989 hat geschrieben: Das habe ich jetzt auch kontaktiert und warte auf einen Rückruf.
Das klingt gut.

ralph12345
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Re: Sorgerecht/ Umgangsrecht - Wie kann ich meinem Kind helf

Beitrag von ralph12345 » 13.12.18, 16:03

Über das Thema, wo Kinder ab wann schlafen sollen, könnte man sich seitenlang austauschen. Fakt ist, dass zwei Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren alleine schlafen zu lassen keine Misshandlung darstellt, die den Vater als solchen disqualifiziert und was man dann im Rechtsforum diskutieren müsste. Da hat jeder so seine eigenen Methoden und nicht wenige Paare streiten darüber.

Auch die Kinder 450km weit nach Holland zu entführen ist kein Drama. Ob nun 10 km oder 450, die Kinder werden aus der gewohnten Umgebung gerissen, das können sie verdauen, wenn die Bezugsperson dabei ist. Genau daran krankt es aber, die Bezugsperson ist keine, wenn keine Beziehung aufgebaut werden kann, wenn man sich nur alle 4 Wochen mal kurz sieht.

In diesem Sinne ist eine vernünftige Umgangsregelung anzustreben. Regelmäßig alle zwei Wochen oder gar nicht. Und nicht willkürlich zu und abgesagt. Und wenn das in gemeinsamer Absprache nicht klappt, muss man eben andere Regelungen finden und zur Not gerichtlich festlegen lassen. Der erste Schritt über das JA ist schon mal gemacht. Prima. Die nahezu unlösbare Aufgabe für ein Gericht dabei: Feststellen, was zum Wohl des Kindes die bessere Lösung ist. alle 4-8 Wochen mal Kontakt oder gar keiner... Verantwortungsvolles vernünftiges Verhalten von Menschen kann man leider nicht einklagen.

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