Erziehung und das AGG

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

Moderator: FDR-Team

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14776
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Erziehung und das AGG

Beitrag von windalf » 15.12.18, 20:50

Wie ist das eigentlich hinsichtlich des Punktes Erziehung.

Gibt es da zu den in den AGG genannten Themen einen Leitfaden vom Jugendamt oder eine Stelle die einem sagt wie genau man sein Kind nun politisch korrekt erzieht.

Wenn man einem Kind sagt jedes Kind hat Vater und Mutter ist das vermutlich mindestens so schlimm wie dem Kind zu sagen es würde gerade einen Negerkuss/Zigeunerschnitzel essen oder Chinesen haben kleine Pimmel (auch wenn das sogar stimmen könnte :devil: )...

Was ist denn nun erziehungstechnisch die korrekte "gendertypische Erziehung". Wie wird das Thema in der Grundschule vermittelt? Ist das Jugendamt die zustänidge Stelle für Fragen in diesem Erziehungsbereich die einem dort die richtigen Antworten zu den entsprechenden genderpolitischen und anderen AGG-Themen gibt?
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6847
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von winterspaziergang » 15.12.18, 23:02

windalf hat geschrieben: Wenn man einem Kind sagt jedes Kind hat Vater und Mutter ...
Was ist denn nun erziehungstechnisch die korrekte "gendertypische Erziehung".
Ein Blick ins Biologiebuch.

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14776
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von windalf » 15.12.18, 23:11

winterspaziergang hat geschrieben:
windalf hat geschrieben: Wenn man einem Kind sagt jedes Kind hat Vater und Mutter ...
Was ist denn nun erziehungstechnisch die korrekte "gendertypische Erziehung".
Ein Blick ins Biologiebuch.
Genau der dürfte dabei gerade nicht helfen...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Froggel
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2958
Registriert: 19.05.05, 15:17
Wohnort: Niedersachsen

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Froggel » 16.12.18, 00:22

windalf hat geschrieben:Gibt es da zu den in den AGG genannten Themen einen Leitfaden vom Jugendamt oder eine Stelle die einem sagt wie genau man sein Kind nun politisch korrekt erzieht.
Soweit ich weiß, gibt es das nicht. Es gibt Leitfäden für die Jugendamtmitarbeiter, die aber sicherlich nichts zur politisch korrekten Erziehung beinhalten. Ich denke, es gibt viel brennendere Themen, die bezüglich Erziehung angegangen werden müssen. Aber vielleicht irre ich mich ja. Vielleicht mal beim JA anfragen. Die werden es ganz genau wissen :wink:
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14776
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von windalf » 16.12.18, 12:58

Ich denke, es gibt viel brennendere Themen, die bezüglich Erziehung angegangen werden müssen.
Das mag sein aber hinsichtlich dieser Themen brauchen nur Idioten Beratung...
Vielleicht mal beim JA anfragen. Die werden es ganz genau wissen
Ich bin mir sicher das wird nicht so sein. Interessanter ist ja eigentlich auch die Frage nicht wer es genau weiß, sondern wer es genau wissen müsste.
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Evariste
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2403
Registriert: 31.12.15, 17:20

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Evariste » 16.12.18, 14:24

Was hat das Ganze eigentlich mit dem AGG zu tun?

Celestro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1654
Registriert: 22.06.05, 22:24

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Celestro » 17.12.18, 11:27

Evariste hat geschrieben:Was hat das Ganze eigentlich mit dem AGG zu tun?
Bitte nicht anfangen, die Fragen von Störenfrieden a la Windalf wirklich ernst zu nehmen.

Evariste
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2403
Registriert: 31.12.15, 17:20

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Evariste » 17.12.18, 12:12

Naja, früher hatten seine Fragen durchaus Hand und Fuss...

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14776
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von windalf » 17.12.18, 14:27

Evariste hat geschrieben:Was hat das Ganze eigentlich mit dem AGG zu tun?
Erziehung aus einem Guß. Wenn man meint hinsichtlich Diskriminerung politisch korrekt zu erziehen, dann doch alle Aspekte aus dem AGG gleich behandeln...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Celestro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1654
Registriert: 22.06.05, 22:24

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Celestro » 17.12.18, 14:43

es gibt keine Pflicht, politisch korrekt zu erziehen. Und das AGG kann schließlich jeder beachten, der möchte. Aber die Ämter werden sich sicherlich bedanken, wenn Sie Ihnen einen entsprechenden Ratgeber vorformulieren. :roll:

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14776
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von windalf » 17.12.18, 15:03

es gibt keine Pflicht, politisch korrekt zu erziehen.
Das habe ich auch nicht behauptet. Aber wenn man sich dafür entscheidet dann doch voll und ganz und nicht nur teilweise.

Es ist im Ergebnis heuchlerisch den Rechten Vorzuwerfen er würde andere abwertend als "Neger" bezeichnen aber selbst der Meinung zu sein, ein Kind erzählen zu müssen jedes Kind gehört in eine Familie mit Vater und Mutter. Das ist im Ergebnis genauso gut/böse/falsch/schlecht...
Aber die Ämter werden sich sicherlich bedanken, wenn Sie Ihnen einen entsprechenden Ratgeber vorformulieren.
Ich hätte jetzt eher erwartet, dass es das geben muss. Zur Geburt bekommt man für jeden Scheiß Ratgeber wie man mit seinem Kind umgehen soll (und wenn man das er lesen müsste um es umsetzten zu könen wäre das Kind schon kurz nach der Geburt gestorben). Aber dazu soll es nichts geben?

In der Schule müssen die mit dem Thema ja auch irgendwie umgehen. Die Fragen hinsichtlich dieser Themen kommen aber schon vor der Schule auf...

Ich fühle mich jedenfalls damit überfordert einem Kleinkind Genderkorrekt Familienverhältnisse zu erläutern. Genaugenommen bin ich schon selbst damit überfordert, das einem Erwachsenen erklären zu müssen ohne das Risiko nur irgend eine kleine Befindlichkeit treffen zu können. Wenn da mal einer einen Standard definieren würde der sagt so ist es richtig, das wäre doch mal was. Jeder der sich dann aufregt wird auf den Standard verwiesen...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Celestro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1654
Registriert: 22.06.05, 22:24

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Celestro » 17.12.18, 15:20

windalf hat geschrieben:Das habe ich auch nicht behauptet. Aber wenn man sich dafür entscheidet dann doch voll und ganz und nicht nur teilweise.
Wozu sich die Eltern entscheiden (ob ganz oder nur ein bißchen) sollte wohl die Entscheidung der beteiligten Personen bleiben, oder ?
windalf hat geschrieben:Es ist im Ergebnis heuchlerisch den Rechten Vorzuwerfen er würde andere abwertend als "Neger" bezeichnen aber selbst der Meinung zu sein, ein Kind erzählen zu müssen jedes Kind gehört in eine Familie mit Vater und Mutter. Das ist im Ergebnis genauso gut/böse/falsch/schlecht...
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Wobei man vermutlich eher sagen würde, daß ein Kind biologisch normalerweise einen Vater und eine Mutter hat (nicht wohin es gehört). Da wäre dann auch gleich nichts diskriminierendes vorhanden.
Ich hätte jetzt eher erwartet, dass es das geben muss. Zur Geburt bekommt man für jeden Scheiß Ratgeber wie man mit seinem Kind umgehen soll (und wenn man das er lesen müsste um es umsetzten zu könen wäre das Kind schon kurz nach der Geburt gestorben). Aber dazu soll es nichts geben?
Also ich habe zur Geburt meines Sohnes keine Ratgeber bekommen.
Ich fühle mich jedenfalls damit überfordert einem Kleinkind Genderkorrekt Familienverhältnisse zu erläutern. Genaugenommen bin ich schon selbst damit überfordert, das einem Erwachsenen erklären zu müssen ohne das Risiko nur irgend eine kleine Befindlichkeit treffen zu können. Wenn da mal einer einen Standard definieren würde der sagt so ist es richtig, das wäre doch mal was. Jeder der sich dann aufregt wird auf den Standard verwiesen...
Ich habe so meine Zweifel, daß ein Kleinkind die Familienverhältnisse überhaupt verstehen würde. Da sollte man sich also wohl eher die Frage stellen, wieso man so etwas überhaupt in Betracht zieht.

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14776
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von windalf » 17.12.18, 15:52

Wozu sich die Eltern entscheiden (ob ganz oder nur ein bißchen) sollte wohl die Entscheidung der beteiligten Personen bleiben, oder ?
Also ich als Elternteil entscheide mich entweder für ganz oder gar nicht... Entweder erziehe ich das Kind vollständig politisch korrekt oder aber eben nicht. Dann ist es mir aber auch egal ob das Kind nen Negerkuss haben will, Juden doof findet und Schwule für abartig hält.
Also ich habe zur Geburt meines Sohnes keine Ratgeber bekommen.
Die vom Jugendamt laufen jetzt sogar im Krankenhaus rum um stellen einen so dämliche Fragen wie, ob man denn ein Kinderbett, ein Wickeltisch und einen Autokindersitz hätte und ob man denn wisse, dass es nicht gut für das Kind sei es stark zu schütteln bis es aufhört wenn es schreit. Dazu gibt es dann noch ganz tolle Broschüren/Ratgeber mit ähnlich gehirnamputierten Inhalten.
Ich habe so meine Zweifel, daß ein Kleinkind die Familienverhältnisse überhaupt verstehen würde. Da sollte man sich also wohl eher die Frage stellen, wieso man so etwas überhaupt in Betracht zieht.
Vielleicht weil es mit Fragen anfängt und man auf die Fragen irgendwie antworten muss... (oder aber eben einfach die Frage ignoriert und schweigt, was vermutlich aber laut irgend einem schlauen Ratgeber des Jugendamtes nicht richtig wäre)
Wobei man vermutlich eher sagen würde, daß ein Kind biologisch normalerweise einen Vater und eine Mutter hat (nicht wohin es gehört). Da wäre dann auch gleich nichts diskriminierendes vorhanden.
Und wenn sich das Kind im Kindergarten zum Beispiel wundert, warum das andere Kind im Kindergarten zwei Papas (und keine Mama) hat und dazu Fragen stellt wo es doch gelernt hat, dass jedes Kind eine Mama und ein Papa hat?
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 19265
Registriert: 05.07.07, 07:27
Wohnort: Daheim

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Tastenspitz » 17.12.18, 16:04

windalf hat geschrieben: Entweder erziehe ich das Kind vollständig politisch korrekt oder aber eben nicht.
Beides wäre sicher falsch. Zumal Erziehung seitens der Erzeuger nur einen Teil dessen ist, was auf die Brut so alles einwirkt.
windalf hat geschrieben:Die vom Jugendamt laufen jetzt sogar im Krankenhaus rum um stellen einen so dämliche Fragen wie, ob man denn ein Kinderbett, ein Wickeltisch und einen Autokindersitz hätte und ob man denn wisse, dass es nicht gut für das Kind sei es stark zu schütteln bis es aufhört wenn es schreit. Dazu gibt es dann noch ganz tolle Broschüren/Ratgeber mit ähnlich gehirnamputierten Inhalten.
Nennt man Basisinformation. Eltern wird man halt völlig ohne Voraussetzung oder gar Sachkunde daher kann man da auch erstmal nix erwarten.
windalf hat geschrieben:Vielleicht weil es mit Fragen anfängt und man auf die Fragen irgendwie antworten muss... (oder aber eben einfach die Frage ignoriert und schweigt, was vermutlich aber laut irgend einem schlauen Ratgeber des Jugendamtes nicht richtig wäre)
Falsch. Man muss nicht antworten. Ist manchmal sogar besser als irgendeinen Stuss zu erzählen.
windalf hat geschrieben:Und wenn sich das Kind im Kindergarten zum Beispiel wundert, warum das andere Kind im Kindergarten zwei Papas (und keine Mama) hat und dazu Fragen stellt wo es doch gelernt hat, dass jedes Kind eine Mama und ein Papa hat?
Das ist den meisten Kindern in dem Alter egal weil sie das in der Konsequenz nicht realisieren und daher auch nicht "normal" kennen bzw, einen Unterscheidung davon.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Froggel
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2958
Registriert: 19.05.05, 15:17
Wohnort: Niedersachsen

Re: Erziehung und das AGG

Beitrag von Froggel » 17.12.18, 20:27

windalf hat geschrieben:Und wenn sich das Kind im Kindergarten zum Beispiel wundert, warum das andere Kind im Kindergarten zwei Papas (und keine Mama) hat und dazu Fragen stellt wo es doch gelernt hat, dass jedes Kind eine Mama und ein Papa hat?
Tastenspitz hat recht - den Kindern ist es egal. Natürlich ist es neugierig, warum es bei dem einen so und bei dem anderen anders ist. Je nachdem, wie die Antwort ausfällt lernt es durch die Eltern oder Bemerkungen anderer, diese Konstellation abwertend zu beurteilen. Ansonsten ist es einfach so, dass das Kind zwei Papas hat. Wenn es nun fragt, warum, dann sagt man eben, dass manche Eltern sich mit der Zeit nicht mehr so gut miteinander vertragen und sich in jemand anderen verlieben. Hier war es eben der Vater, der sich in einen anderen Mann verliebt hat. Mit der Erklärung geben sich Kindergartenkinder oft schon zufrieden, denn das Konzept Liebe ist ihnen bekannt :wink:
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

Antworten