Unterhaltsrückstand Lohnsteuerausgleich

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Katjuschka
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Unterhaltsrückstand Lohnsteuerausgleich

Beitrag von Katjuschka » 29.01.19, 09:31

Guten morgen,

Bei A ist ein Unterhaltsrückstand aufgelaufen. Dieser wird mtl getilgt. A ist mit B verheiratet.
Steuerliche Zusammenveranlagung.
Lohnsterklasse A:5 und B:3
Nun wurde A mitgeteilt das bei einer Steuerrückzahlung das Geld zum tilgen des Rückstandes einbehalten wird.
A arbeitet auf 450€ Basis und hat keine Rückerstattung.
B arbeitet vollzeit und hat eine Rückerstattung.
Wird die Rückerstattung aus der zusammenveranlagung einbehalten?

SusanneBerlin
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Re: Unterhaltsrückstand Lohnsteuerausgleich

Beitrag von SusanneBerlin » 29.01.19, 09:53

Hallo,

vermutlich hat der Elternteil, bei dem das Kind lebt, Unterhaltsvorschuss beantragt und bewilligt bekommen und die Unterhaltsvorschusskasse hat beim Finanzamt die Steuerrückerstattung des Unterhaltspflichtigen gepfändet.

Möglicherweide gibt es die Möglichkeit, das Steuerguthaben aus der gemeinsamen Veranlagung an denjenigen auszahlen zu lassen, aus dessen Lohnsteuerzahlungen das Guthaben resultiert. Dafür müsste B einen Antrag beim Finanzamt stellen. Das ist eine Frage des Steuerrechts, damit kenne ich mich nicht ausreichend aus.
Grüße, Susanne

Hertha1892
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Re: Unterhaltsrückstand Lohnsteuerausgleich

Beitrag von Hertha1892 » 29.01.19, 16:08

In dem Fall ist es einfach, da A gar keine Steuern bezahlt hat:

Kommt es durch die Zusammenveranlagung zu einer Steuererstattung, ist die Erstattungsberechtigung nach § 37 Abs. 2 AO zu bestimmen. Die Ehegatten sind nicht Gesamtgläubiger, sondern erstattungsberechtigt ist der Ehegatte, der die zu erstattende Steuer an das FA gezahlt hat oder auf dessen Rechnung bezahlt wurde (BFH, Beschluss v. 14.12.2007, III B 102/06).

B kann also dem Finanzamt mitteilen, dass die Steuererstattung, die nur B zuzurechnen ist, auf ein von B zu benennendes Konto zu zahlen ist.

Grüße Hertha1892

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