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BaFöG

Verfasst: 29.01.19, 20:34
von aaPmT1478
Guten Abend,

meine Tochter hat bisher Elternunabhängiges BaföG erhalten. Aufgrund eines Auslandssemesters muss sie nun das "InlandsBaFög" erneut beantragen. Laut Aussage des zuständigen Studentenwerk muss der gesamte Antragsvorgang, also erst normales BaFög und dann Elternunabhängiges erneut durchlaufen. Sie bekam Elternunabhängiges BaFög aufgrund der Zweitausbildung, an dieser Tatsache hat sich nichts geändert. Mir erschließt sich diese Vorgehensweise nicht. Während des Auslandssemesters bekam sie AuslandsBaFög, ebenfalls Elternunabhängig.
Wie ist da die Rechtslage?

Re: BaFöG

Verfasst: 29.01.19, 20:54
von SusanneBerlin
Hallo,

beim Bafög gibt es keinen verkürzten Weiterbewilligungsantrag (wie beispielsw. bei Hartz4). Wenn beim Bafög der Bewilligungszeitraum abläuft, muss immer ein vollständiger neuer Antrag eingereicht werden.

Re: BaFöG

Verfasst: 29.01.19, 21:28
von aaPmT1478
Das ist mir bewusst, was sich mir jedoch nicht erschließt ist warum zunächst wieder "normales" BaFöG beantragt werden muss. Elternunabhängiges gibt es nur unter bestimmten Vorraussetzungen und die haben sich nicht geändert. Es verkompliziert den Antrag, verlängert unnötigerweise die Zeit ohne Geld etc.

Re: BaFöG

Verfasst: 29.01.19, 21:36
von SusanneBerlin
Auch die Voraussetzungen für das "normale" Bafög ändern sich nicht und trotzdem muss jährlich ein neuer Antrag gestellt werden.

Und so kompliziert ist die Beantragung von elternunabhängiger Leistung nicht, ein Einzeiler zusätzlich und Kopie des Ausbildungszeugnisses.

Man muss auch nicht zuerst das "normale" Bafög beantragen und anschließend elternunabhängiges Bafög, sonder man reicht zweckmäßigerweise alle benötigten Formulare und Anträge gleichzeitig ein.

Dass sich dadurch die Bearbeitung des Antrags verlängert und längere Zeit kein Geld gezahlt wird nur aufgrund von elternunabhängigem Bafög entbehrt jeder Grundlage.

Re: BaFöG

Verfasst: 01.02.19, 13:40
von Lorenz1
Hallo, nach Ihren Aussagen würde ich eher vermuten, dass Ihre Tochter nicht das "echte" elternunabhängige BAföG (erworben z. B. durch 3 Jahre Berufsausbildung und anschließend 3jährige Berufstätigkeit z. B.) erhält sondern im Rahmen des Vorausleistungsverfahrens analog § 11 (2a) BAföG. Erhält sie nunmehr noch Leistungen von den Eltern oder Kindergeld, so ist tatsächlich bei jeder erneuten Antragstellung das Verfahren wieder zu durchlaufen. Ausnahme, das Amt hat durch einen Bescheid explizit mitgeteilt, dass die Unterlagen der Eltern für die Zukunft nicht mehr vorzulegen sind.
MfG