Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Celestro
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von Celestro » 17.03.19, 14:59

GLu hat geschrieben:Sie interpretieren falsch.
Ich interpretiere überhaupt nichts, sondern stelle aufgrund Ihrer Einlassungen eine Frage.
GLu hat geschrieben:Und mich interessieren nur die Verfahrensfragen.
Schön für sie.

GLu
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von GLu » 17.03.19, 15:54

Celestro hat geschrieben: Ich interpretiere überhaupt nichts
Sicher nicht ?
Celestro hat geschrieben: Und wieso glauben Sie dann ernsthaft ...
Ihre Wortwahl ("ernsthaft") inistiert eine kaum ernstzunehmende Annahme meinerseits.
Sie kennen keinerlei Hintergründe, und ich breite sie hier nicht öffentlich aus.

Hertha1892
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von Hertha1892 » 17.03.19, 17:32

Manchmal kann man nach kurzer Zeit ahnen, warum ein Mensch geschieden werden will.

GLu
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von GLu » 17.03.19, 17:42

Hertha1892 hat geschrieben:Manchmal kann man nach kurzer Zeit ahnen, warum ein Mensch geschieden werden will.
Haaahahahaha ... Lustiges dazu: https://www.elitepartner.de/forum/frage ... hrt.20060/

SusanneBerlin
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von SusanneBerlin » 18.03.19, 09:24

GLu hat geschrieben:
SusanneBerlin hat geschrieben:Welche Kosten entstehen denn, wenn ein Scheidungsantrag vom Gericht negativ beschieden wird?
Siehe PN vom 4.2.19
Ich weiß nicht worauf Sie hinauswollen. Wenn der Scheidungsantrag negativ beschieden wird (=Gericht weist den Scheidungsantrag zurück), bleibt alles beim Status Quo.
Grüße, Susanne

GLu
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von GLu » 18.03.19, 10:17

SusanneBerlin hat geschrieben: Ich weiß nicht worauf Sie hinauswollen.
Ich meinte weniger die Verfahrenskosten, als mehr das in der PN beschriebene Gesamtpaket.

Eine letzte, wahrscheinlich nur verfahrensrechtliche, Frage fiel mir noch ein:

Mal angenommen A reicht die Klage ein. Stichtag wäre 1.1.2019

B gewinnt am 15.1. im Lotto (hätte vor Klagezustellung/Stichtag geteilt werden müssen)

A bekommt Wind von dem Gewinn und zieht die Klage zurück.

A reicht nach drei Monaten erneut Klage ein.

Würde sich dadurch ein neuer Stichtag ergeben, der A begünstigt ?

SusanneBerlin
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von SusanneBerlin » 18.03.19, 10:49

Mal angenommen A reicht die Klage ein. Stichtag wäre 1.1.2019
Kann nicht sein. Der 1.1. war auch 2019 wieder ein Feiertag und da arbeiten die Briefzusteller der Post nicht.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 18.03.19, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

SusanneBerlin
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von SusanneBerlin » 18.03.19, 10:50

war doppelt...
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 18.03.19, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

GLu
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von GLu » 18.03.19, 10:51

SusanneBerlin hat geschrieben:Kann nicht sein. Der 1.1. war auch 2019 wieder ein Feiertag
und da arbeiten die Briefzusteller der Post nicht.
Haha ... der war gut ! :D

Sie wissen schon, worauf ich hinaus will ...

Evariste
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von Evariste » 18.03.19, 10:59

GLu hat geschrieben: Würde sich dadurch ein neuer Stichtag ergeben, der A begünstigt ?
Ja, aber B kann das durch durch einen eigenen Scheidungsantrag verhindern.
Wird der Scheidungsantrag später im Laufe des Verfahrens zurückgenommen, so entfällt die Rechtshängigkeit und damit auch der maßgebliche Stichtag. Etwas anderes gilt lediglich für den Fall, dass im Rahmen des beantragten laufenden Scheidungsverfahrens der andere Ehegatte mittlerweile selbst einen eigenen Scheidungsantrag gestellt hat. Es bleibt dann bei dem ursprünglich durch den ersten Scheidungsantrag festgelegten ursprünglichen Stichtag.

SusanneBerlin
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von SusanneBerlin » 18.03.19, 11:02

Den Scheidungsantrag zurücknehmen ist möglich (§ 141 FamFG) solange die Scheidung noch nicht rechtskräftig ist. Wie lange man warten muss um die Scheidung erneut einzureichen, weiß ich nicht.
Außerdem kann der Lottogewinner das Geld verbrauchen bis zum neuen Stichtag.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 18.03.19, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

GLu
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von GLu » 18.03.19, 11:03

Das Problem für B wäre doch aber, beim Einreichen eines eigenen Scheidungsantrags, daß er dann
wohl kaum glaubhaft der Scheidung widersprechen könnte, sollte er einen eigenen Antrag stellen.

windalf
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von windalf » 18.03.19, 11:06

Wenn einer von beiden die Scheidung will ist da nunmal nicht viel zu machen es sei denn (mindestens) einer von beiden stirbt vorher...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

ralph12345
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von ralph12345 » 18.03.19, 11:11

Muß man annehmen, dass sie im Lotto gewonnen haben und ihrer Frau etwas abgeben möchten aber dieser freie Wille zum teilen doch nur existiert, wenn sie dazu gezwungen sind, weil sie verheiratet sind?? Ansonsten muss man sagen, kann man einen Lottogewinn auch mit einer Exfrau teilen.

Ein Mensch darf allein entscheiden, mit wem er sein Leben verbringt. Das Recht, sich scheiden zu lassen gehört dazu. Frei zu sein, Single, ungebunden ist dabei ein hohes Gut, dass die scheidungswillige Frau womöglich weit höher bewertet als die finanziellen Nachteile, die sich daraus ergeben. Wenn sie ihre Frau fragen würden, was sie tun können, um sie vor Schaden zu bewahren, wird die Antwort möglicherweise lauten "Verschwinde aus meinem Leben", eine Antwort, die nichts mit Geld zu tun hat.

SusanneBerlin
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Re: Die besten Gründe, die Scheidung zu verweigern

Beitrag von SusanneBerlin » 18.03.19, 11:18

GLu hat geschrieben:Das Problem für B wäre doch aber, beim Einreichen eines eigenen Scheidungsantrags, daß er dann
wohl kaum glaubhaft der Scheidung widersprechen könnte, sollte er einen eigenen Antrag stellen.
Ja sicher, die Strategie des L (Lottogewinner) ist dann wohl, die Scheidung jetzt durchzuziehen und den Lottogewinn nicht teilen zu müssen.

In Verbindung mit Ihrem Eingangsfall müsste also der Lottogewinner L der ursprünglich Scheidungsunwillige sein, der jetzt die Wahl hat, entweder er freut sich drüber, dass die Scheidungswillige S den Antrag zurückgezogen hat und lebt mit der "Gefahr" dass S den Antrag irgendwann erneut stellt und er das was von dem Lottogewinn noch da ist, teilen müsste (Fall 1)

oder (Fall 2) Er sieht voraus, dass S den Scheidungsantrag zurückzieht sobald S den Lottogewinn von L mitbekommt und stellt jetzt selber einen Scheidungsantrag bevor S ihren Scheidungsantrag zurücknimmt, weil der Lottogewinn in jedem Fall dann erst nach dem Stichtag liegt.

Muss man halt abwägen, was einem wichtiger ist und wie man als L die S einschätzt: zieht S den Scheidungsantrag zurück wenn L im Lotto gewinnt...?
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 18.03.19, 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

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