Begriff überwiegend...

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Tapferer Toaster
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Begriff überwiegend...

Beitrag von Tapferer Toaster » 14.05.19, 14:34

Hallo

Kann bitte jemand den Begriff "überwiegend" erklären.

Und zwar in Zusammenhang mit dem Zugewinnverfahren vor dem Familiengericht.

Soweit ich weiß zählt ein PKW als Hausrat und nicht zum Zugewinn wenn er überwiegend als Familien Fahrzeug genutzt wird. Was bedeutet überwiegend wenn der Ex Ehemann dieses Fahrzeug dennoch auch für Fahrten zur Arbeit genutzt hat.

Danke und liebe Grüße

SusanneBerlin
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von SusanneBerlin » 14.05.19, 14:37

überwiegend ist mehr als 50%.
Wenn die Ehefrau das Fahrzeug nur am WE benutzen konnte, ist das viel weniger als 50%.
Grüße, Susanne

Tapferer Toaster
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von Tapferer Toaster » 14.05.19, 14:44

Gut.
.
Der Ex hat das Fahrzeug für Fahrten zur Arbeit und für die Familie genutzt. Aufgeschrieben wann wo wie lange hat sich verständlicherweise keiner.

Zugewinn oder nicht?

Celestro
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von Celestro » 14.05.19, 16:30

Tapferer Toaster hat geschrieben:Gut.
.
Der Ex hat das Fahrzeug für Fahrten zur Arbeit und für die Familie genutzt. Aufgeschrieben wann wo wie lange hat sich verständlicherweise keiner.

Zugewinn oder nicht?
Ob hier jetzt mehr oder weniger als 50% vorliegen, müßten Sie schon selbst beurteilen.

SusanneBerlin
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von SusanneBerlin » 14.05.19, 17:02

Tapferer Toaster hat geschrieben:Gut.
.
Der Ex hat das Fahrzeug für Fahrten zur Arbeit und für die Familie genutzt. Aufgeschrieben wann wo wie lange hat sich verständlicherweise keiner.

Zugewinn oder nicht?
Glauben Sie, wir können aus der Ferne besser beurteilen, ob das Auto zu mehr als 50% als Familienwagen genutzt wurde, als Sie selber?
Grüße, Susanne

Tapferer Toaster
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von Tapferer Toaster » 14.05.19, 18:31

Sicher nicht, die Beteiligten aber auch nicht.

Also, was nun?

SusanneBerlin
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von SusanneBerlin » 14.05.19, 18:36

Also, was nun?
Wenn man sich nicht einigen kann und es einem von beiden wichtig genug ist, die Frage gerichtlich zu klären, klagt einer den Zugewinnausgleich vor Gericht ein.

Vor dem Gericht trägt dann jeder seine Argumente vor und der Richter entscheidet.
Grüße, Susanne

FM
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von FM » 14.05.19, 18:39

Wie weit der Weg zur Arbeit ist und wie oft man den gefahren ist, läßt sich doch leicht ausrechnen. Und von der Gesamtfahrleistung im selben Zeitraum zieht man das dann ab.

FelixSt
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von FelixSt » 14.05.19, 18:40

Tapferer Toaster hat geschrieben:Sicher nicht, die Beteiligten aber auch nicht.
Sind die der Prozentrechnung nicht mächtig?
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

SusanneBerlin
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von SusanneBerlin » 14.05.19, 18:50

Man kann das Auto auch einfach verkaufen und das Geld teilen. Dann ist das Auto nicht mehr im Zugewinn. Problem gelöst.
Grüße, Susanne

Tapferer Toaster
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von Tapferer Toaster » 14.05.19, 19:31

Danke Susanne. Das ist der Punkt.

Der Ex hat das Auto einfach verkauft und ist aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.

Also nochmal, was nun?

Und gleich die Frage gibt es denn für die Forderungen bezüglich der Haushaltsteilung eine Verjährung?

Liebe Grüße

SusanneBerlin
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von SusanneBerlin » 14.05.19, 20:02

Wer hat das Auto ursprünglich bezahlt und steht im Kaufvertrag?
Grüße, Susanne

Tapferer Toaster
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von Tapferer Toaster » 14.05.19, 20:53

Ex aber durch Anwalt schon geklärt das gemeinsam angeschafft.

SusanneBerlin
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von SusanneBerlin » 14.05.19, 21:41

Der Ex hat das Auto einfach verkauft
Das hätten Sie auch gleich sagen können. Ein Gegenstand der bereits verkauft ist, kann nicht dem.Zugewinn unterliegen.
Ex aber durch Anwalt schon geklärt das gemeinsam angeschafft.
aNa wenn es mit dem eigenen Anwalt schon geklärt ist, dann muss bloß noch die Gegenseite mitspielen.
Grüße, Susanne

Tapferer Toaster
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Re: Begriff überwiegend...

Beitrag von Tapferer Toaster » 15.05.19, 04:52

Es unterliegt nicht der Gegenstand dem Zugewinn, sondern der Erlös aus dem Verkauf dessen.

Geklärt ist es mit dem gegnerischen Anwalt insofern, da dieser durch Vortrag bestätigt hat, dass das Fahrzeug gemeinsam angeschafft wurde.

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