Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Mona-Rosina
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Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von Mona-Rosina » 12.06.19, 11:56

Hallo, ich bin neu hier und hoffe, dass ich mich an alle Regeln halte - ich kenne mich wirklich nicht sehr gut mit solchen Foren aus, habe alles gelesen und versuche nun mal mein Anliegen zu formulieren.
Ich möchte mal einen Fall schildern, der mich derzeit beschäftigt. Es handelt sich um einen sehr guten, langjährigen, guten Freund und dessen Ehefrau.

A (männlich) und B (weiblich) sind 13 JAhre verheiratet. A hat eigenes Haus vor der Ehe und vor der BEziehung gekauft, steht alleine im Grundbuch drin. Haus ist komplett bezahlt. Kind: 11 Jahre. Er arbeitet ganztags in Schicht, auch wochenends. Sie hat zwei Arbeitgeber, morgens in einem Einrichtungshaus, nachmittags im büro. Letzteres deklariert sie als PRaktikum, vermutlich fließt der Lohn "unter der HAnd".
B hat immer wieder schwierige Phasen, in denen sie komplett neben sich ist. Die letzte Phase war vor einem Jahr. Sie war hier 2 Tage verschwunden, wurde deutschlandweit polizeilich gesucht. Aufgefunden wurde sie von der Polizei irgendwo bei Frankfurt, in einem komplett desolaten psychischen Zustand. A hat sie dort abgeholt. Am nächsten Tag wollte sie aus dem DG (Haus der SChwiegereltern) springen - Notarzt wies sie ein in die geschlossene psychiatrische ABteilung.
Dort verblieb sie 2 Wochen. Auf ihr Drängen hat A zugestimmt, dass B sich selbst entlässt und Therapie ambulant fortsetzt. Das hat sie nicht gemacht. A kann sich an die Diagnose nicht mehr genau erinnern, er hat sich damals"schizioide Persönlichkeitsstörung" behalten.
Nach der Entlassung will B die Trennung. Mietet sich Hotelzimmer bei Freunden an, in dem sie "vermutlich" immer wieder übernachtet.
A stimmt Trennung zu - B zieht die Trennung zurück. So geht es immer wieder hin und her. B schläft weiterhin ausser Haus. Kind ist oft alleine, B kümmert sich kaum noch. A arbeitet Schicht; B sagt zu, sich um Kind zu kümmern, kommt dann aber nicht.
Im Oktober ist A am Ende. immer wieder gibt es Streit, regelrechter Terror.
Er nimmt sich Anwalt, der ihm rät, einen Trennungsbrief zu schreiben, ihr den via Einschreiben zukommen zu lassen, damit das Trennungsjahr offiziell beginnt. Anwalt schreibt ihr einen Brief, mit Frist, zu der sie ausziehen soll (31.1.) Sie schreibt Anwalt, dass sie Trennung zustimmt und sich eine WOhnung sucht.

A kontaktiert Jugendamt um in einem gemeinsamen Gespräch eine REgelung der Kindesbetreuung festzulegen - auf seine Bemühungen mit ihr einen Betreuungsregelung zu finden, geht sie nicht ein - sagt Betreuung zu, wieder ab usw. Er ist gezwungen, immer wieder das Kind mit zur Arbeit zu nehmen.

Die Termine beim Jugendamt nimmt B nicht wahr, sagt diese immer kurz vorher ab.
Mittlerweile ist es Februar; sie fängt wieder an, in seinem Haus zu übernachten. Erst im Kinderzimmer, dann auf der SChlafcouch, auf der er immer schläft; so dass er kein SChlafplatz hat, wenn er nach der Spätschicht nachhause kommt. Alle anderen Betten hat sie mit Kleidung etc. vollgelegt.

Sie entwendet sein Handy, schafft den FAmilien-PC weg, in dem sich wichtige Dienstunterlagen von A befinden. Entwendet seine Kreditkarte. Droht ihm, sich selbst zu verletzen und ihn dann wegen Körperverletzung anzuzeigen.
Ruft die Polizei an. ZEigt ihn an, wegen psychischer Gewalt usw usw.
Und alles bekommt immer das Kind mit.

am 4. Jugendamtstermin nimmt sie teil. Sie macht ihn nur schlecht. Ein Gespräch oder gar eine REgelung wird nicht erzielt. Die Jugendamtsmitarbeiterin verweist an das Familiengericht als nächste Instanz.

Ab Ende FEbruar kann er nicht mehr dort übernachten; sie hat alles belagert, beschimpft ihm, geht mit GEgenständen (z.B. BEsen) auf ihn los, die er jedes Mal abwehren kann. Er darf keine Zeit mehr mit dem Kind verbringen. Schläft auf der Dienststelle.
Mit seinem Anwalt stellt er den Antrag auf Zuweisung der ehelichen Wohung zu seiner alleinigen Nutzung.

Gerichtliche Anhörung ergab:
Er darf zurück ins Haus, darf SChloss auf Elternschlafzimmer machen; sie hat das Elternschlafzimmer zu räumen, muss ausziehen (es wurde keine Frist festgelegt), muss sich ruhig verhalten. Um eine Kaution zu bezahlen, muss er seinen BAusparer kündigen und ihr für die Kaution das Geld geben. Richter will KRankenakte anfordern. A darf Kind sehen, das wird B klargemacht.

Schon nach der Anhörung will B mit A verhandeln; sie schaffe es nicht, dass Zimmer so schnell auszuräumen; verlangt von ihm, dass er ihr einen neuen SChrank kauft usw. Er lässt sich hierauf nicht ein. Lässt die Tür am nächsten Tag auf, damit sie ausräumen kann. Als A heimkommt, hat B die Tür weggeschleppt. Er informiert Anwalt. Nach Diskussion baut sie Tür wieder ein.
Er fährt das Wochenende mit Kind zu seinen Eltern (450km entfernt) und B räumt das Zimmer leer.

Nach dem Wochenende räumt er sich Zimmer ein; seine Klamotten, seine persönlichen GEgenstände wie SChallplattensammlung, Bücher, CD´s, DVDs.
Am nächsten Morgen kommt er von der NAchtschicht nachhause, ist die Tür aufgebrochen und die SChallplattensammlung und weitere Dinge sind verschwunden.
Er informiert Polizei und seinen Anwalt.

Das war heute morgen.

Was kann er nun tun, was wird Polizei tun, was kann Anwalt veranlassen. Wie ist hier die REchtslage?

Er hat Angst dort zu schlafen - kann sich nun nicht mehr einschließen.

FM
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von FM » 12.06.19, 12:10

Er war heute morgen beim Anwalt und fragt jetzt im Internet, wie die Rechtslage ist und was man machen kann?

Wenn man den Anwalt nicht für kompetent und vertrauenswürdig hält, kann man jederzeit zu einem anderen wechseln.

SusanneBerlin
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von SusanneBerlin » 12.06.19, 12:20

Er hat Angst dort zu schlafen - kann sich nun nicht mehr einschließen.
Wieso wechselt er nicht das Haustürschloss und ist in Zukunft konsequent - d.h. lässt sie nicht mehr rein?

Er hat Angst vor seiner Frau - überlässt ihr aber das Kind??? Um das Kind macht er sich keine Sorgen?

Wo ist das Kind denn jetzt? Nach all dem was Sie schrieben, ist es verwunderlich dass der Vater nicht das alleinige Sorgerecht anstrebt, bzw. erstmal dass das Kind bei ihm bleibt. Beruflich muss er dann natürlich die Voraussetzungen schaffen, also keine Nachtschichten mehr und einen Kindergartenplatz suchen.

Dann noch die Details wie, er kann nirgends schlafen, ist gezwungen in der Behörde zu übernachten, weil alle Betten und die Couch mit ihren Klamotten belegt sind - ach Gottchen, da schiebt man die Klamotten eben runter vom Bett.
Grüße, Susanne

Mona-Rosina
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von Mona-Rosina » 12.06.19, 13:11

SusanneBerlin hat geschrieben:
12.06.19, 12:20
Er hat Angst dort zu schlafen - kann sich nun nicht mehr einschließen.
Wieso wechselt er nicht das Haustürschloss und ist in Zukunft konsequent - d.h. lässt sie nicht mehr rein?
Das SChloss darf er nicht wechseln, weil es sich um die Ehewohnung handelt. Das hat ihm sein Anwalt klar gesagt. Damit macht er sich "strafbar".
Das kind ist noch in der SChule.

Die Polizei hat alles aufgenommen und mit der Frau gesprochen; Sie hat das zugegeben. die Sachen hat sie im Auto.

Er hat vor Gericht gesagt, dass er Angst ums Kind hat. Hat dort klar gesagt - wie vorher auch über den Anwalt - dass er nicht zustimmt, dass sie mit Kind auszieht. Er hat vor Gericht klar gesagt, dass er der Meinung ist, dass Kindeswohl ganz klar gefährdert ist. Deshalb hat Richter die Krankenakte angefordert - und etwas von Gutachten zur ERziehungsfähigkeit gesagt.
Bloß bis das alles durch ist - das dauert. Und derweil macht sie heiter weiter.... und keiner stoppt sie.

Mona-Rosina
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von Mona-Rosina » 12.06.19, 13:37

FM hat geschrieben:
12.06.19, 12:10
Er war heute morgen beim Anwalt und fragt jetzt im Internet, wie die Rechtslage ist und was man machen kann?

Wenn man den Anwalt nicht für kompetent und vertrauenswürdig hält, kann man jederzeit zu einem anderen wechseln.
sein Anwalt ist in Urlaub - die Vertretung außer Haus....

SusanneBerlin
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von SusanneBerlin » 12.06.19, 13:41

Das SChloss darf er nicht wechseln, weil es sich um die Ehewohnung handelt. Das hat ihm sein Anwalt klar gesagt. Damit macht er sich "strafbar".
Ach ja. Dies hat der Anwalt wohl zeitlich vor der gerichtlichen Anhörung gesagt. Oben schrieben Sie: "Gerichtliche Anhörung ergab: (...) sie muss ausziehen (...)"

Sie ist doch jetzt ausgezogen. Er muss sie mAn. nicht wieder reinlassen.

Sie hat seine CD-Sammlung mitgenommen, das ist ebenfalls eine Straftat.
Und derweil macht sie heiter weiter.... und keiner stoppt sie.
Tja wenn er das Tohuwabohu auch munter mitmacht und sie wieder reinlässt, ihr das Kind wieder mitgibt und sich in seine Dienststelle verzieht, dann geht es eben so weiter.
Grüße, Susanne

windalf
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von windalf » 12.06.19, 13:44

Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 13:37
FM hat geschrieben:
12.06.19, 12:10
Er war heute morgen beim Anwalt und fragt jetzt im Internet, wie die Rechtslage ist und was man machen kann?

Wenn man den Anwalt nicht für kompetent und vertrauenswürdig hält, kann man jederzeit zu einem anderen wechseln.
sein Anwalt ist in Urlaub - die Vertretung außer Haus....
Wie hat der Anwalt gar nicht wie üblich eine 24h-Hotline für den Fall geschaltet? :shock: :shock: :shock:
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von Mona-Rosina » 12.06.19, 14:01

Sie ist doch jetzt ausgezogen. Er muss sie mAn. nicht wieder reinlassen.

Sie muss ausziehen, auf einen Termin hat sie sich bei der Anhörung nicht festlegen lassen.
Bis zum Auszug darf sie in der ehelichen Wohnung verbleiben - soll sich ruhig verhalten... sich in Ruhe eine passende Wohnung suchen usw.

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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von Mona-Rosina » 12.06.19, 14:02

Wie hat der Anwalt gar nicht wie üblich eine 24h-Hotline für den Fall geschaltet? :shock: :shock: :shock:
[/quote]

Danke für die hilfreiche Anmerkung!

windalf
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von windalf » 12.06.19, 14:05

Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 14:01
Sie ist doch jetzt ausgezogen. Er muss sie mAn. nicht wieder reinlassen.

Sie muss ausziehen, auf einen Termin hat sie sich bei der Anhörung nicht festlegen lassen.
Bis zum Auszug darf sie in der ehelichen Wohnung verbleiben - soll sich ruhig verhalten... sich in Ruhe eine passende Wohnung suchen usw.
Vielleicht findet sich ja hier ein passendes Gadget mit dem sich die Dame umprogrammieren lässt
https://traumshop.net/
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Zafilutsche
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von Zafilutsche » 12.06.19, 15:26

Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
B hat immer wieder schwierige Phasen, in denen sie komplett neben sich ist. Die letzte Phase war vor einem Jahr. Sie war hier 2 Tage verschwunden, wurde deutschlandweit polizeilich gesucht. Aufgefunden wurde sie von der Polizei irgendwo bei Frankfurt, in einem komplett desolaten psychischen Zustand. A hat sie dort abgeholt. Am nächsten Tag wollte sie aus dem DG (Haus der Schwiegereltern) springen - Notarzt wies sie ein in die geschlossene psychiatrische ABteilung.
Dort verblieb sie 2 Wochen. Auf ihr Drängen hat A zugestimmt, dass B sich selbst entlässt und Therapie ambulant fortsetzt. Das hat sie nicht gemacht.
Bedauerlich, dass die Chance auf eine theoretisch möglichen Verbesserung damit vertan ist.
Die Diagnose ist m.E. von elementarer Wichtigkeit, um geeignete Wege einer Problemlösung (aus Sicht des erkrankten) zu finden. Angehörige "leiden" durch Psychische Erkrankungen regelmäßig mit (Egal ob Eltern, Ehegatten, Freunde, Kinder)
Hier gibt's Selbsthilfegruppen für Angehörige Psychisch Erkrankter. Am besten mal erkundigen!
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56

Mietet sich Hotelzimmer bei Freunden an, in dem sie "vermutlich" immer wieder übernachtet.
A stimmt Trennung zu - B zieht die Trennung zurück. So geht es immer wieder hin und her.
Je Wetterlage kann keine Beziehung funktionieren. Daher hilft weder der Gesunden noch der erkrankten Person ein hin und her. Das ist m.E. eher etwas was beide Seiten schädigt.
Was jedoch bleiben sollte, sind klare Absprachen und Regelungen die den Umgang mit dem gemeinsamen Kind vereinbart worden sind oder noch vereinbart werden müssen.
Damit käme wieder die Diagnose ins Spiel, in wie weit Vereinbarungen und Zuverlässigkeit bei der Elterlichen Fürsorge gegeben sind.
Bieten beide Elternteile zusammen eine Möglichkeit sich um die Belange des zu kümmern?
Ich glaube eher nicht, weil
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56

… immer wieder gibt es Streit, regelrechter Terror.
Er nimmt sich Anwalt, der ihm rät, einen Trennungsbrief zu schreiben, ihr den via Einschreiben zukommen zu lassen, damit das Trennungsjahr offiziell beginnt. Anwalt schreibt ihr einen Brief, mit Frist, zu der sie ausziehen soll (31.1.) Sie schreibt Anwalt, dass sie Trennung zustimmt und sich eine Wohnung sucht.
Offenbar ist da noch nix geregelt (vielleicht auch gerade wegen einer psychischen Erkrankung!)
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
A kontaktiert Jugendamt um in einem gemeinsamen Gespräch eine Regelung der Kindesbetreuung festzulegen - auf seine Bemühungen mit ihr einen Betreuungsregelung zu finden, geht sie nicht ein - sagt Betreuung zu, wieder ab usw. Er ist gezwungen, immer wieder das Kind mit zur Arbeit zu nehmen.

Die Termine beim Jugendamt nimmt B nicht wahr, sagt diese immer kurz vorher ab.
Damit wird u.a. auch die Unzuverlässigkeit dokumentiert.
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
Mittlerweile ist es Februar; sie fängt wieder an, in seinem Haus zu übernachten. Erst im Kinderzimmer, dann auf der SChlafcouch, auf der er immer schläft; so dass er kein SChlafplatz hat, wenn er nach der Spätschicht nachhause kommt. Alle anderen Betten hat sie mit Kleidung etc. vollgelegt.
Hier rächt sich die Inkonsequenz!
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
Sie entwendet sein Handy, schafft den Familien-PC weg, in dem sich wichtige Dienstunterlagen von A befinden. Entwendet seine Kreditkarte. Droht ihm, sich selbst zu verletzen und ihn dann wegen Körperverletzung anzuzeigen.
Das sind Hilferufe. Das Problem besteht aber darin, dass der Angehörige soo gar nicht helfen kann. Nicht selten so glaube ich zumindest gibt's eine dramatische Vorgeschichte (aber nicht Zwingend!)
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
Ruft die Polizei an. Zeigt ihn an, wegen psychischer Gewalt usw usw.
Anzeigen kann man viel. Auch Sachbeschädigungen, Diebstahl ect pp.
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
Und alles bekommt immer das Kind mit.
Selbstverständlich. Und es ist ein Drama wenn ein Kind schon erkennen muss, dass die eigene Mutter anders "tickt" als die Menschen um das Kind herum :oops:

Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
am 4. Jugendamtstermin nimmt sie teil. Sie macht ihn nur schlecht. Ein Gespräch oder gar eine Regelung wird nicht erzielt. Die Jugendamtsmitarbeiterin verweist an das Familiengericht als nächste Instanz.
Ich vermute, dass die Beteiligten geschult sind und auch Erfahrungen haben. Diese dokumentieren genau solche Dinge wie "Wann hat ein Termin stattgefunden,was war das Ziel welches Ergebnis konnte erzielt werden u.v.m. daher folgte offenbar auch die Gerichtliche Anhörung.
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
Was kann er nun tun?
An die Empfehlungen von Richter und Anwalt halten?
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
, was wird Polizei tun,
Zumindest die angezeigten Straftaten dokumentieren!
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
was kann Anwalt veranlassen.
In ganz akuten Dingen kann eine einstweilige Verfügung beantragt werden.
Droht tatsächlich ein Sprung vom Dach, kann jeder den Notruf wählen und versuchen eine Selbsttötung noch zu verhindern. Ggf. kann beim Suizidversuch eine Zwangseinweisung folgen.

Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
Wie ist hier die Rechtslage?
Pauschal ist diese Frage leider nicht zu beantworten. Das Ergibt sich u.a. aus dem BGB den Sozialgesetzbüchern und den zahlreichen Gerichtsurteilen und Beschlüssen.
Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
Er hat Angst dort zu schlafen - kann sich nun nicht mehr einschließen.
Leider auch ein Psychologisches Problem in der Folge der vorgenannten Problematik. Daher nochmal der Verweis an eine Selbsthilfegruppe!

Mona-Rosina
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Re: Ganz schwierige Trennung- Zuweisung der ehelichen Wohnung - psychische Erkrankung

Beitrag von Mona-Rosina » 12.06.19, 15:37

Mona-Rosina hat geschrieben:
12.06.19, 11:56
was kann Anwalt veranlassen.
In ganz akuten Dingen kann eine einstweilige Verfügung beantragt werden.
Droht tatsächlich ein Sprung vom Dach, kann jeder den Notruf wählen und versuchen eine Selbsttötung noch zu verhindern. Ggf. kann beim Suizidversuch eine Zwangseinweisung folgen.

Danke für deine Anwort. Klar, wird er den Notarzt rufen, wenn eine Selbstgefährdung (oder Fremdgefährdung) vorliegt. Sie hat aktuell (also bei GEricht vorgezeigt) eine Überweisung zum Psychiater; Diagnose: v.a. auf Wahrnehmungsstörung mit dem Hinweis, dass sie eine stat. und med. Behandlung ablehnt.

Wie könnte eine solche einstweilige Verfügung aussehen? Was könnte man damit bewirken? Das sie dem Haus verwiesen wird? DAs sie sich behandeln lässt?


Ja, Selbsthilfegruppe wäre wichtig, derzeit steht ihm der Kopf danach noch nicht. Er war schon beim HAusarzt und der hat ihm auch den GAng zum Psychologen ans Herz gelegt - auch für das Kind.
Ich glaube, dass er das alles in Angriff nimmt, wenn Ruhe eingekehrt ist - wie auch immer das passiert. Er hat sich für den Kurs "Kind im Blick" angemeldet - der startet im September. Das halte ich auch für eine gute Sache.

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