Zugewinnausgleich bei Scheidung

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Teamplay
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Zugewinnausgleich bei Scheidung

Beitrag von Teamplay »

Hallo,

nehmen wir mal theoretisch an, dass zwei Menschen namens A und B wegen des Zugewinnausgleichs streiten.

Bei dem Amtsgericht wird zugunsten von A entschieden.
Danach überprüft der Anwalt von B die Urteilsbegründung und findet, dass der Richter ein paar rein rechnerische bzw. arithmetische Fehler gemacht hatte, was zu diesem scheinbar nicht korrekten Urteil führte.
Daraufhin legt der Anwalt eine Beschwerde beim Amtsgericht an, was mit dem Mensch B abgestimmt wurde.

Mensch B dachte, dass die Beschwerde bei diesem Amtsgericht auch bleibt bzw. geklärt wird, da der Amtsgerichsrichter doch die simplen rechnerische Fehler gemacht hatte.
Nach einer Weile aber informiert ihn der Anwalt, dass beim Oberlandesgericht die Aufhebung der angegriffenen Entscheidung beantragt wurde und der Mensch B die neuen Anwaltskosten d.h. für die zweite Instanz auch noch tragen muss.

1. FRAGE:
Ist hier alles richtig gelaufen oder kann/soll man etwas beanstanden?

Jetzt sagt der Anwalt noch, dass das Oberlandesgericht die Sache erst Ende des Jahres bearbeiten kann aber kurzfristig eine Möglichkeit bestünde, die Sache schnell bei einem Güterichter durch einen Kompromiss zu lösen.

2. FRAGE
Kann man die Chancen auf eine Einigung bei einem Güterichter erfahrungsgemäß als gut oder eher schlecht schätzen? Und wenn der Streit schon fast 10 Jahre dauert?

3. FRAGE
Wenn man zum Güterichter geht, muss man den Anwalt noch zusätzlich zu den Kosten der zweiten Instanz zahlen?

Vielen Dank im Voraus.

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