Trennungsunterhalt: Partner erkrankt - stockt aber auf

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Starwars2001
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Trennungsunterhalt: Partner erkrankt - stockt aber auf

Beitrag von Starwars2001 »

Hallo,

folgender fiktiver Fall: Mann (M) und Frau (F) trennen sich zum 01.04.2021. Ab diesem Zeitpunkt zahlt M and F 900€ Trennungsunterhalt pro Monat.
Am 01.05.2021 wird bei F Brustkrebs diagnostiziert. Dennoch arbeitet F wie gewohnt weiter (60%). Zum 01.10.2021 stockt F von 60% auf 80% auf.
Statt 2000€ verdient F nun 2.500€
Für die Zeit wie z.B. Chemo, Arztbesuch, usw. ist F entweder krank geschrieben oder macht es in der Freizeit.
F erhält auch aufgrund der Erkrankung einen Schwerbehindertenausweis.

Fragen:
1. Reduziert sich durch den Mehrverdienst von F der Trennungsunterhalt?
2. In wie weit ist die Krankheit von F bei dem Trennungsunterhalt zu berücksichtigen?
FM
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Re: Trennungsunterhalt: Partner erkrankt - stockt aber auf

Beitrag von FM »

Eine Einkommensveränderung kann schon zur Änderung des Unterhaltsanspruches führen. Und ein Mehrbedarf wegen schwerer Krankheit oder Behinderung ist auch denkbar. Das muss dann eben das Familiengericht entscheiden.

Bei der Frage ob sich eine Klage lohnt sollte man beachten: sobald die Summe der AU-Tage wegen dieser Erkrankung 42 überschreitet, wird das Einkommen wieder niedriger (im Standardfall). Es könnte also ziemlich sinnlos sein zu klagen, wenn dann eine Woche später wieder eine neue Situation gilt - da sind die Verfahrenskosten vielleicht viel höher als das was man erreicht.
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