Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Transportrecht, Speditionsrecht, Gefahrgut-Transportrecht, Versandrecht

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Krebsfrosch
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Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von Krebsfrosch » 06.07.14, 02:03

Hallo, erstmal hoffe ich dass es das richtige Unterforum ist, falls nicht tut es mir wirklich leid.
Folgendes Problem:
Ich habe vor kurzem 6 Bücher bei einem Anbieter über einen Online Handel bestellt. Für diese 6 Bücher waren jeweils 3 Euro als Versand zu zahlen sprich als Buchsendung.
Ich habe der Firma dann geschrieben ob es möglich ist diese Versandkosten zusammen zufassen. Diese sagten mir das wäre nicht möglich. Insgesamt habe ich also 18 Euro Versand gezahlt da ich davon ausgegangen bin dass die Firma tatsächlich jedes Buch einzeln verschickt.
Nun habe ich allerdings die Versendet-Bestätigung erhalten mit einer Paket Nummer zum nachverfolgen.
Über die Nachverfolgung kann ich sehen dass es ein Paket ist und keine einzelnen Buchersendungen.
Dieses Paket kostet ca 5 Euro. (grob geschätzt)
Ich habe allerdings 18 Euro Versand gezahlt.
Ich dachte ich hätte mal gelesen dass bezahlte Versandkosten auch für den Versand hergenommen werden müssen?!
Wie ist die Rechtslage?
Vielen Dank im voraus

nordlicht02
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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von nordlicht02 » 06.07.14, 07:07

Krebsfrosch hat geschrieben: Ich dachte ich hätte mal gelesen dass bezahlte Versandkosten auch für den Versand hergenommen werden müssen?!
Und die werden auch höher sein, als die reinen Portokosten.
Versandkosten setzen sich i. d. R. zusammen aus Portokosten, Materialkosten, Personalkosten etc. pp.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

Krebsfrosch
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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von Krebsfrosch » 06.07.14, 09:18

Danke für die schnelle Antwort.
Gut dann gehe ich mal von mehr Porto aufgrund von Material etc aus aber ganze 12 Euro? Der Kauf war bei einer Firma keine Privat Person. Soviel wird kein Karton etc kosten.
Gibt es dazu nicht eine eindeutige Rechtslage oder gibt es da Spielraum?
Es ist immerhin nicht nur 1-2 Euro über die man hinweg sehen könnte.
Dazu wurde der Versand als Büchersendung als 3 Euro angegeben wieso kann diese Firma es dann als etwas anderes als eben diese Büchersendung verschicken?

nordlicht02
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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von nordlicht02 » 06.07.14, 12:18

Krebsfrosch hat geschrieben: Dazu wurde der Versand als Büchersendung als 3 Euro angegeben wieso kann diese Firma es dann als etwas anderes als eben diese Büchersendung verschicken?
Vielleicht, weil es nicht möglich war.
Büchersendungen sind an eine Maximalgröße (35,3x30x15 cm) gebunden, werden per Post und nicht als Paket verschickt und dürfen maximal 1000 Gramm schwer sein, was bei sechs Büchern leicht zu wenig sein könnte. Zudem gelten weitere Vorschriften hinsichtlich dem, was beigelegt werden darf etc. pp.
Außerdem, da bin ich mir allerdings nicht hundertprozentig sicher, darf auch nur ein Exemplar pro Sendung enthalten sein oder mehrere gleiche Exemplare.
Krebsfrosch hat geschrieben:Soviel wird kein Karton etc kosten.
Und dann kommt die Arbeitszeit des Mitarbeiters hinzu, der die Bücher verpackt, eventuell der Transport zur Post u.s.w. u.s.f.
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Krebsfrosch
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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von Krebsfrosch » 06.07.14, 13:54

Hallo
es scheint hier nicht richtig verstanden zu werden.
Dass nur ein Buch pro Buchsendung verschickt werden darf ist klar.
Es geht um die Tatsache dass der Versand als Buchsendung angegeben war aber es als Paket verschickt wurde.
Dass ist natürlich logisch bei mehr als nur einem Buch.
Allerdings habe ich ja für jeweils eine Buchsendung bezahlt.
Allerdings wird als ein Paket verschickt. Das Unternehmen hat also einen Reingewinn von ca. 12 Euro die sie als Versandkosten angeben aber nicht als diese nutzen.

Ronny1958
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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von Ronny1958 » 06.07.14, 13:55

Es muß doch nicht nachgewiesen werden, wie teuer der Versand tatsächlich ist/ war.

Vereinbart waren: Je Buch 3 Euro.

Hätte man ja nicht so vereinbaren müssen.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von FM » 06.07.14, 14:53

Da es um Bücher geht, frage ich mich: warum bestellt man überhaupt erst bei einem Händler, der Versandkosten erhebt?

Bücher sind ja preisgebunden, also fällt das Argument "der war billiger als andere" weg. Und es gibt sehr viele Anbieter, die bei Büchern überhaupt keine Versandkosten berechnen.

CDS
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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von CDS » 09.10.14, 13:35

"Ich dachte ich hätte mal gelesen"


... womit mal wieder bewiesen wäre das das was man "mal gelesen" oder "mal gehört" hat zu 99,999% Blödsinn ist.
Bei dem was man "denkt mal gelesen zu haben" erst recht.

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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von bdirk75 » 09.10.14, 13:44

CDS hat geschrieben:"Ich dachte ich hätte mal gelesen"


... womit mal wieder bewiesen wäre das das was man "mal gelesen" oder "mal gehört" hat zu 99,999% Blödsinn ist.
Bei dem was man "denkt mal gelesen zu haben" erst recht.
Das wird sich nach über drei Monaten eh erledigt haben! :wink:

Para-Graf
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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von Para-Graf » 09.10.14, 14:41

Ich verstehe den Ärger schon - der Kunde sieht, dass bei 6 Büchern 6x Versandkosten anfallen und fragt nach, ob man die Lieferung zusammenfassen kann. Dies wird vom Verkäufer abgelehnt, Kunde bestellt und nun kann die Lieferung plötzlich doch zusammengefasst werden.... die hohen Kosten hat der Kunde trotzdem und der Verkäufer steckt sich die Extraeinnahmen ein.

Man könnte natürlich widerrufen und den Vertrag rückgängig machen - um dann anschließend diese 6 Bücher einzeln mit jeweils 1-2 Tagen Abstand nochmals zu bestellen. Man spart damit zwar keinen Cent, tut aber immerhin etwas Gutes für die Transportunternehmen :devil:

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Re: Tatsächliche Versandkosten billiger als bezahlt

Beitrag von Zafilutsche » 09.10.14, 15:09

Meiner Meinung nach, braucht der Händler i.d.T keinen Versandrabatt einräumen.
Und ich hätte mich ehrlich gesagt auch etwas geärgert. Sicherlich wäre es geschickter gewesen, vor dem Kauf nach einem Versandrabatt zu fragen. Dann hätte man ggf. vom Kauf noch Abstand nehmen können und besser beim Mitbewerber gekauft. Fertig.

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