Vereinswahl

Moderator: FDR-Team

Antworten
Fuchsbau
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 26.06.19, 10:36

Vereinswahl

Beitrag von Fuchsbau »

Guten Morgen zusammen,
folgender fiktiver Fall.

In einem Automatensportverein, der einem großen Verband angeschlossen ist und keine eigene Satzung hat, verstirbt der Vereinsleiter.
Einen Nachfolger müssen die 23 Automatenaufsteller, die innerhalb des Vereins die Spielstätten mit Sportautomaten bestücken, wählen. Keine geheime Wahl.
Von den 23 Aufstellern sind 18 kleinere Aufsteller, 5 grosse.

Es treten 2 Kandidaten( A+B) für die Nachfolge an.
A geht davon aus, dass die einfache Mehrheit der Stimmen ausreicht, da angeblich keine Unterlagen über die Vereinsgründung auffindbar sind
und versendet an alle Aufsteller seine Bewerbung mit Konzept.

B nimmt diese Möglichkeit nicht wahr und sammelt 4 grosse Aufsteller hinter sich.

Durch die Coronakrise ist es nicht möglich eine Versammlung abzuhalten.
Deshalb bekommt A von 13 Aufstellern (12 kleine, 1 grosser) eine schriftliche Vollmacht, in der sie ihm ihre Stimme geben.

Am Wahltag erscheinen der Vorsitzende des großen Verbands und A+B.

A legt die ihm gegebenen Stimmen vor.
B hat lediglich die Stimmen von den 4 großen Aufstellern. 6 Aufsteller enthalten sich ihrer Stimme.
B argumentiert, die Stimmen der großen Aufsteller hätten deutlich mehr Gewichtung, da ihre Interessen höher zu bewerten seien als die der kleinen Aufsteller.

Der Vorsitzende des Verbands folgt dem Argument und setzt B ins Amt ein.

3 Tage später tauchen dann doch die Unterlagen der Vereinsgründung auf.
In denen ist für solch einen Fall festgelegt, dass jeder Aufsteller wahlberechtigt ist und jede Stimme die gleiche Gewichtung hat.
Ebenfalls, dass der Verband keinen Einfluss auf die Wahlentscheidung hat und eine einfache Mehrheit zu akzeptieren hat.

A fordert damit sofort den Wahlsieg, rückwirkend, für sich ein. Mit 13 Stimmen hat er die einfache Mehrheit.
B verlangt eine neue Wahl und versucht nun seinerseits die 13 Aufsteller, die A gewählt haben, umzustimmen.

Frage:
Behalten die abgegeben Stimmen ihre Gültigkeit oder dürfen die 13 Aufsteller nachträglich ihr Stimmverhalten ändern?

ExDevil67
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5391
Registriert: 17.01.14, 09:25

Re: Vereinswahl

Beitrag von ExDevil67 »

Ist überhaupt nach Satzung die Stimmabgabe per Vollmacht vorgesehen?

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 18153
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Vereinswahl

Beitrag von FM »

Sind die urplötzlich aufgetauchten Unterlagen denn überhaupt die noch gültigen? Da es so verschiedene Erinnerungen gab ist gut vorstellbar, dass verschiedene Versionen existierten. Die zutreffende müsste beim Vereinsregister sein.

Aber wie kann man von einem Verein, der gar keine Satzung hat, die Satzung wieder finden?

Celestro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2679
Registriert: 22.06.05, 23:24

Re: Vereinswahl

Beitrag von Celestro »

Wenn es eine neue Wahl gibt, können / dürfen die 13 Aufsteller natürlich Ihre Meinung ändern.

Fuchsbau
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 26.06.19, 10:36

Re: Vereinswahl

Beitrag von Fuchsbau »

ExDevil67 hat geschrieben:
22.06.20, 11:05
Ist überhaupt nach Satzung die Stimmabgabe per Vollmacht vorgesehen?
Zumindest wurde das nicht bemängelt.

Fuchsbau
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 26.06.19, 10:36

Re: Vereinswahl

Beitrag von Fuchsbau »

Celestro hat geschrieben:
22.06.20, 12:50
Wenn es eine neue Wahl gibt, können / dürfen die 13 Aufsteller natürlich Ihre Meinung ändern.
Das Wahlergebnis wurde noch nicht veröffentlicht.
Es soll auch keine neue Wahl stattfinden, sondern eigentlich nur das Ergebnis korrigiert werden.

Wenn alle gleiches Stimmrecht hatten, war ja die Entscheidung für A gefallen und wurde nur (versehentlich?) falsch gedeutet.

Celestro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2679
Registriert: 22.06.05, 23:24

Re: Vereinswahl

Beitrag von Celestro »

Fuchsbau hat geschrieben:
22.06.20, 15:43
Das Wahlergebnis wurde noch nicht veröffentlicht.
Es soll auch keine neue Wahl stattfinden, sondern eigentlich nur das Ergebnis korrigiert werden.

Wenn alle gleiches Stimmrecht hatten, war ja die Entscheidung für A gefallen und wurde nur (versehentlich?) falsch gedeutet.
B verlangt eine neue Wahl und könnte sich damit eventuell auch durchsetzen. Und dann .....

khmlev
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6150
Registriert: 02.05.09, 19:01
Wohnort: Leverkusen

Re: Vereinswahl

Beitrag von khmlev »

Fuchsbau hat geschrieben:
22.06.20, 11:00
In einem Automatensportverein, der einem großen Verband angeschlossen ist und keine eigene Satzung hat, verstirbt der Vereinsleiter.
Dann kann es kein Verein sein!

Ein Verein muss immer über eine Satzung verfügen!

Jede weitere Diskussionen ist sinnlos, wenn nicht der Status der Gruppierung klargestellt wird.
Gruß
khmlev
- out of order -

Antworten