Schwarzarbeit, Hilfe oder Gefälligkeit??

Moderator: FDR-Team

Antworten
tobi05
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 16.04.15, 19:36

Schwarzarbeit, Hilfe oder Gefälligkeit??

Beitrag von tobi05 »

Unser Verein möchte dem Sohn eines Mitgliedes um Hilfe bei der Bedienung von schwerem Gerät (Bagger etc.) bitten. Dieser hat die Berechtigungen dazu. Ist es Rechtens, wenn der Verein diese Hilfe mit Geld honoriert? Wenn ja in welcher Höhe maximal? Muss der Verein weiterhin prüfen, ob die jeweiligen Geldempfänger die entgegengenommenen Honorare versteuern? Wie ist hier die Rechtslage?

Tom998
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 431
Registriert: 30.07.13, 15:47

Re: Schwarzarbeit, Hilfe oder Gefälligkeit??

Beitrag von Tom998 »

Unser Verein möchte dem Sohn eines Mitgliedes um Hilfe bei der Bedienung von schwerem Gerät (Bagger etc.) bitten. Dieser hat die Berechtigungen dazu. Ist es Rechtens, wenn der Verein diese Hilfe mit Geld honoriert?
Ja.
Wenn ja in welcher Höhe maximal?
Maximal soviel, wie man auch einem fremden Dritten für die gleiche Leistung gezahlt hätte.
Muss der Verein weiterhin prüfen, ob die jeweiligen Geldempfänger die entgegengenommenen Honorare versteuern?
Nein.

blue cloud
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 266
Registriert: 16.03.13, 14:19

Re: Schwarzarbeit, Hilfe oder Gefälligkeit??

Beitrag von blue cloud »

sorry, wenn ich eine Hilfestellung mit einer Bezahlung verbinde, bin ich sehr schnell im Bereich der Schwarzarbeit!
Bei dem geschilderten Beispiel würdei ch die Rechtsfolgen anders beurteilen.

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 17343
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Schwarzarbeit, Hilfe oder Gefälligkeit??

Beitrag von FM »

Hier dürfte eine Anmeldung als kurzfristig Beschäftigter (sv-frei, aber nicht steuerfrei) die zutreffende Lösung sein.

blue cloud
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 266
Registriert: 16.03.13, 14:19

Re: Schwarzarbeit, Hilfe oder Gefälligkeit??

Beitrag von blue cloud »

FM hat geschrieben:Hier dürfte eine Anmeldung als kurzfristig Beschäftigter (sv-frei, aber nicht steuerfrei) die zutreffende Lösung sein.
vielleicht, vielleicht auch nicht....

Ohne Kenntnis einer etwaigen Hauptbeschäftigung, einer schon bestehenden Selbstständigkeit, weiterer (gleichzeitiger) Beschäftigungen (Minijob?) wird niemand allumfassend ein derartiges Beispiel beantworten können.

Zafilutsche
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5956
Registriert: 24.07.07, 09:47
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet

Re: Schwarzarbeit, Hilfe oder Gefälligkeit??

Beitrag von Zafilutsche »

Mit dem Stichwort "Baggern" wäre dringend vor dem Baggern der Kontakt zur BG-Bau anzuraten.
Die Frage wäre, ist der "Helfer" z.B. als sog. "Bauhelfer" versicherbar?
Hier im Beispiel ist der "Helfer" kein Vereinsmitglied.
Es wäre für mich nicht überraschend, wenn ein Landessozialgericht diese Beziehung "Sohn" eines Vereinsmitgliedes auf eine "Sonderbeziehung" abstellen würde und eine BG Bauhelfer-Versicherung verneinen würde.
Da das hier aber keine Privaten Bauherren sind sondern eine Gesellschaftsform (e.V) wird der Verein selbst bzw der Geschäftsführende Vereinsvorstand in der Haftung stehen.

In Frage kommen könnte: Honorarvereinbarung zw Verein und Baggerführer. (Wenn der Helfer also nicht weisungsgebunden arbeitet also kein Helfer sondern eigenständiger Unternehmer wäre - Dann müßte er m.E. auch sich selbst versichern).
Schäden die durch den Bagger selbst oder die durch ausbaggern entstehen könnten, können beachtliche werte stören oder zerstören.
Das will alles gut durchdacht und geplant sein!

Antworten