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verspätete Jahreshauptversammlung und Wahlen

Verfasst: 08.04.19, 14:05
von NurIch03
Hallo,

in der Satzung von Verein A ist festgelegt : "Die ordentliche Mitgliederversammlung ist die Jahreshauptversammlung aller Mitglieder, die jedes Jahr im April stattzufinden hat."

Jetzt kam die Einladung zu dieser Jahresversammlung für den 03.05.. Ist diese Versammlung überhaupt Beschlussfähig?

Das Vereinsjahr geht bis zum 30.04. eines Jahres, das bedeutet, wer schon fristgerecht gekündigt hat, ist, entgeben der Satzung, bei der Hauptversammlung kein Mitglied mehr. Es steht nichts, das gkündigte Mitglieder nicht mehr wahlberechtigt sind. Durch die verspätete Versammlung wird aber diesen Noch-Mitgliedern die Chance auf Gegenstimmen für die Entlastung des amtierenden Vorstands und die Wahl auf einen neuen Vorstand genommen. Beides steht Mitgliedern aber laut Satzung zu.

Weiter steht in der Satzung : "Die Wahlen des 1. Vorstands, des 2. Vorstands, des Kassierers und des Schriftführers erfolgen je in einem getrennten Wahlgang.
Die Wahlen sind ausschließlich in geheimer Abstimmung durchzuführen, während einer ordentlichen Mitgliederversammlung und gelten für die
Dauer von zwei Vereinsjahren."

Bedeutet dies nicht, dass der Vorstand am 03.05. schon nicht mehr Amt ist? Das Vereinsjahr endet ja am 30.04.?


VG

Re: verspätete Jahreshauptversammlung und Wahlen

Verfasst: 09.04.19, 11:26
von Spezi
Das Vereinsjahr geht bis zum 30.04. eines Jahres,
Ich würde gern wissen, wie denn die Regelung über die Zeit des Vereinsjahres wörtlich in der Satzung steht ?

Re: verspätete Jahreshauptversammlung und Wahlen

Verfasst: 09.04.19, 12:22
von lottchen
Diese Satzung sollte man mal überarbeiten.
Wie soll denn der Schatzmeister die Einnahmen/Ausgaben des letzten Vereinsjahres aufarbeiten und den Mitgliedern vorstellen, wenn die Versammlung satzungsgemäß im April stattfinden soll, aber das Vereinsjahr bis zum 30.04. läuft? Dann kann er doch nur irgendeinen Stichtag festlegen (z.B. der 31.03. wenn am 15.04. die Versammlung ist und muss dann Jahr für Jahr noch einen Bruchteil des Jahres nachbuchen. Darüber kann doch gar nicht abgestimmt werden.
Normalerweise bleibt ein Vorstand im Amt bis ein neuer gewählt wird - Vereinsjahr hin oder her. Es wäre ja auch irrsinnig, wenn diejenigen, die zum 30.04. ausgetreten sind, z.B. am 15.04. noch zur Versammlung kommen und den neuen Vorstand wählen dürften. Oder im Extremfall am 15.04. kommen, den neuen Vorstand boykottieren indem sie ihn nicht wählen und ein paarTage später bis 30.04. austreten und den Verein im Chaos zurücklassen. So rum gesehen ist es sogar besser wenn die Versammlung erst nach Ablauf des "Jahres" stattfindet.

Bei uns im Verein werden die Finanzpläne seit einigen Jahren (früher war das auch anders) immer vom 01.01.-31.12. eines Jahres aufgestellt (ist auch besser wegen der Steuererklärungen). Versammlung ist immer im Folgejahr im I.Quartal laut Satzung. Normalerweise im März. Ausgetreten werden muss auch bis Dezember. Dann haben alle Vorstandsmitglieder genug Zeit, für das Vorjahr ihre Rechenschaftsberichte zu erstellen und der Schatzmeister kann sauber buchen und abrechnen.