Vermietung von gekauften Waren

Recht der Unternehmen und Einzelfirmen, Handelsvertreterrecht, Provisionsrecht, Franchiserecht

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Pocher
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Vermietung von gekauften Waren

Beitrag von Pocher »

Guten Tag,

muss bei einem Geschäftsmodell, bei dem Waren von "fremden" Herstellern, vermietet werden, der Hersteller immer benannt sein?
Die Ware wurde vorher natürlich auf normalem Weg gekauft.
Muss bei der Vermietung der Ware klar ersichtlich sein von welchem Hersteller das entsprechende Teil produziert wurde?
Und muss vom Hersteller ein Einverständnis zur Vermietung vorliegen?

Vielen dank und für Fragen bin ich natürlich offen.

FM
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Re: Vermietung von gekauften Waren

Beitrag von FM »

Je nach Art der Sachen. Bei Autos und vielen anderen technischen Geräten wird es sich nicht vermeiden lassen, da der Hersteller schon auf dem Typenschild genannt ist und das oft auch vorhanden sein muss.

Wenn man Teller oder Gabeln und Löffel vermietet, wird da oft kein Hersteller erkennbar sein.

Eine Mitteilung an den Hersteller (genauer: an den Vor-Verkäufer, der ja auch ein Händler sein kann) wird nur notwendig sein, wenn es vertraglich relevant ist - also z.B. unterschiedliche Preise für gewerbliche und private Abnehmer, oder wegen Gewährleistungsfragen etc.

Tastenspitz
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Re: Vermietung von gekauften Waren

Beitrag von Tastenspitz »

Pocher hat geschrieben:
09.01.20, 10:09
Und muss vom Hersteller ein Einverständnis zur Vermietung vorliegen?
Umgekehrt wird ein Mietschuh drauss:
NmE. müsste der Hersteller schon vor dem Kauf auf ein event. "Vermietungsverbot" hinweisen.
Wenn ich etwas kaufe, kann ich mit dem Artikel für gewöhnlich machen was ich will. Benutzen, verschenken, zerstören, verkaufen, vermieten,.....
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Zafilutsche
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Re: Vermietung von gekauften Waren

Beitrag von Zafilutsche »

Pocher hat geschrieben:
09.01.20, 10:09
muss bei einem Geschäftsmodell, bei dem Waren von "fremden" Herstellern, vermietet werden, der Hersteller immer benannt sein?
Nein

Unternehmer können und dürfen selbst als Hersteller (mit allen Rechten und Pflichten)am Markt auftreten. Es gibt z.B. White-Label- Produkte die Hersteller über verschiedene Vertriebswege auf dem Markt bringen.
Manchmal werden Produkte z.B. leicht verändert (um- oder überlackiert), manchmal werden "eigene" Zulassungen erwirkt und manchmal zukaufteile in ein anderes Produkt (z.B. Gehäuse) integriert. Wenn dann z.B. das Thema gewerbliche Vermietung hinzu kommt, könnte das weitergehende Verpflichtungen als Konsequenz bedeuten. (Vertragliche Gesetzliche Kundenspezifische)
Spontan fällt mir da so ein, das beispielsweise ein gekaufter und zugelassener PKW-Anhänger regelmäßig zur Hauptuntersuchung muß. Der Prüfintervall verkürzt sich, wenn statt der Privaten Nutzung das Fahrzeug gewerblich vermietet wird.
Auch in den Produktbeschreibungen gibt es vorgaben/Informationen, ob das Produkt für eine private/gewerbliche Nutzung zugelassen ist. Da müsste der Unternehmer schon genauer hingucken was er für welchen Zweck da einkauft und nutzen wird.

ExDevil67
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Re: Vermietung von gekauften Waren

Beitrag von ExDevil67 »

Zafilutsche hat geschrieben:
09.01.20, 13:44
Auch in den Produktbeschreibungen gibt es vorgaben/Informationen, ob das Produkt für eine private/gewerbliche Nutzung zugelassen ist. Da müsste der Unternehmer schon genauer hingucken was er für welchen Zweck da einkauft und nutzen wird.
Und auch ohne Zulassungen macht es Sinn sich zu informieren für welche Zielgruppe das Produkt gedacht ist. Eine Kaffeemaschine die im privaten Bereich klaglos mehrere Jahre durchhält, kann im gewerblichen Bereich schon nach wenigen Jahren defekt gehen weil schlicht die Tassenzahl für die sie gebaut wurde deutlich überschritten wurde.

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