Dienstvertrag als Freiberufler, doch was in einer UG?

Recht der Unternehmen und Einzelfirmen, Handelsvertreterrecht, Provisionsrecht, Franchiserecht

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kokyo
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Dienstvertrag als Freiberufler, doch was in einer UG?

Beitrag von kokyo » 30.05.16, 08:36

Hallo zusammen,

wenn man als Freiberufler selbständig ist und für seine Kunden Software entwickelt, dann nutzt man dafür oft einen Dienstvertrag, in dem u.a. die zu erbringende Dienstleistung vereinbart wird, aber nicht der spezielle Erfolg.

Wenn nun jemand diese Freiberuflichkeit aufgibt und in einer eigenen UG/GmbH die Tätigkeit fortsetzt, welche Art des Vertrags ist dann in so einer Situation die richtige Wahl, wenn eben kein Werkvertrag geschlossen werden soll. Kann man dann mit dem Kunden genau so auch einen Dienstvertrag schließen?

Beste Grüße,

kokyo

SusanneBerlin
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Re: Dienstvertrag als Freiberufler, doch was in einer UG?

Beitrag von SusanneBerlin » 30.05.16, 09:23

Hallo,

Sie wollen als Firma den Kunden verpflichten, dafür zu bezahlen, dass Sie sich bemüht haben, auch wenn keinerlei Erfolg oder das vereinbarte Ergebnis nicht eintritt -> der Kunde bezahlt also für nix.
Ich denke, dass wird so nicht funktionieren. Und das ist auch gut so.
Grüße, Susanne

kokyo
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Re: Dienstvertrag als Freiberufler, doch was in einer UG?

Beitrag von kokyo » 30.05.16, 09:28

Das möchte ich mit Sicherheit nicht. Es liegt in der Natur von Projekten, dass man bei größeren Exemplaren über einen Zeitraum daran mitarbeitet, ohne einerseits den Beginn und andererseits den Projekterfolg mitzuerleben. Man stellt für eine Zeit schlicht seine Arbeitskraft, sein Fachwissen und seine Erfahrung zur Verfügung.

kokyo
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Re: Dienstvertrag als Freiberufler, doch was in einer UG?

Beitrag von kokyo » 30.05.16, 09:34

Vielleicht hätte ich meine Frage kürzer formulieren sollen, etwa: Was ist das Äquivalent zum Freiberufler-Dienstvertrag bei der Arbeit in einer Kapitalgesellschaft?

khmlev
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Re: Dienstvertrag als Freiberufler, doch was in einer UG?

Beitrag von khmlev » 30.05.16, 13:49

Das Kind nennt sich dann regelmäßig "Dienstleistungsvertrag" und beinhaltet eine Leistungsbeschreibung über die zu erbringenden Leistungen sowie das dafür zu entrichtende Entgelt.
Eine eigene Definition gibt es nicht. Der Begriff beruht auf der EU-Verordnung "Rom I-VO Art. 4". Der Begriff bedarf daher der Auslegung. Er ist autonom und weit auszulegen. Der Dienst- und der Werkvertrag sind faktisch eine Untergliederung des Dienstleistungsvertrages bzw. eine besondere Form des Dienstleistungsvertrages.
Gruß
khmlev
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