Abweichende Auftragsbestätigung

Recht der Unternehmen und Einzelfirmen, Handelsvertreterrecht, Provisionsrecht, Franchiserecht

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Hutträger
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Abweichende Auftragsbestätigung

Beitrag von Hutträger » 10.08.16, 16:32

Ein sonniges HALLO in die Runde!

Ich habe da eine Frage nach einer Einschätzung der Rechtslage und hoffe, dass ich die hier bekommen kann =;-)

Ich bin seit kurzem als eingetragener Kaufmann selbständig und habe in meiner Funktion als Händler bei einem Lieferanten 1000 kg Edelstahl im Zuschnitt bestellt, wie sie mir auch seitens meines Lieferanten angeboten wurde.

Das erste Angebot zu dieser Ware erfolgte als tel. Änderung zu einer vorher schriftlich angebotenen Ausführung ==> andere Materialstärke.
Eine spätere Anfrage von mir über eine kleinere Menge war seitens des Lieferanten nicht zu realisieren, außer ich würde den Verschnitt übernehmen.

Nun habe ich eine schriftliche Bestellung über die zuerst besprochenen 1000 kg bei meinem Lieferanten getätigt und bin anschließend in den Urlaub gefahren. Während meines Urlaubes hat mein Lieferant dann eine Auftragsbestätigung gesandt, mit einer abweichenden Ausführung.
Er hat 1006 kg bestätigt aber in der Ausführung (+Verschnitt), was immerhin 474 kg zusätzlich sind.
Aus meinem Urlaub zurückgekommen, habe ich den Fehler sofort bemerkt und entsprechend reklamiert. Der Lieferant sagte mir sofort zu den Auftrag zu ändern und eine neue Auftragsbestätigung zu senden.
Allerdings war die Ware zu diesem Zeitpunkt schon teilweise angearbeitet und mein Ansprechpartner litt an plötzlich an spontaner Amnesie. Es hätte nie ein tel. Angebot über die 1000 kg ohne Verschnitt gegeben und eine Änderung sei nicht mehr möglich, da ich die Auftragsbestätigung nicht bemängelt hätte.

Schlussendlich soll ich nun also 1480 kg übernehmen. Von mir vorgeschlagene Kulanzregelungen weist der Lieferant zurück und besteht auf kompletter Abnahme.

Nun bin ich aber der Meinung, dass er eindeutig von meiner schriftlichen Bestellung abweicht und die Ware daher nicht ohne weiteres "genehmigungsfähig" ist, nur weil er sie einfach so bestätigt hat.
Ich sehe das eher als eine "Geschichte" für einen (notfalls) gerichtlichen Vergleich.
Oder bin ich auf dem Holzweg?
Kann ein Lieferant auch deutliche Abweichungen von einer schrifltichen Bestellung bestätigen und darauf hoffen, dass der Kunde es nicht rechtzeitig merkt???

Für eine helfende Einschätzung wäre ich sehr dankbar...

Vielen Dank schonmal für die Aufmerksamkeit.

Beste Grüße

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