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Tantiemenregelung in Gründungsphase

Verfasst: 14.09.18, 11:53
von ralle123
Ich hätte gerne eure Einschätzung zu folgendem Sachverhalt:

Angenommen eine UG befindet sich in Gründungsphase (1 geschäftsführender Gesellschafter)
Im ersten Jahr sind die zu erwartenden Umsätze variabel und nur sehr schwer kalkulierbar, vor allem werden diese monatlich stark schwanken.

Ist es möglich das Gehalt des Geschäftsführers zu einem sehr großen Teil (90%+) umsatzabhängig zu gestalten, oder spielt das Finanzamt da nicht mit? (vGa)
Auf der einen Seite möchte man keine allzu hohe Steuerbelastung durch Kapitalertragssteuer und Gewerbesteuer zahlen, auf der anderen Seite könnte ein überhöht angesetztes Gehalt eine rasche Insolvenz zufolge haben, sollten mal 3-4 Monate nur wenig Umsätze erwirtschatet werden.

Besten Dank für eure Einschätzungen

Re: Tantiemenregelung in Gründungsphase

Verfasst: 14.09.18, 12:35
von ExDevil67
So aus dem Bauch, was spräche bei einem geschäftsführenden Gesellschafter dagegen nur ein kleines Festgehalt zu "vereinbaren" und den Rest über eine vom Gesellschafter zu beschließende Sonderzahlung zu regeln?

Re: Tantiemenregelung in Gründungsphase

Verfasst: 14.09.18, 13:13
von ralle123
Zum einen soll dem Betriebsvermögen laufend Geld entzogen werden, sobald welches übrig ist (man möchte ja auch von irgendwas leben)
Und bei 6-7 vorher nicht vereinbarten Sonderzahlungen im Jahr würde das Finanzamt sicher nicht lange fackeln.
Es soll eben vermieden werden, dass die Auszahlungen als verdeckte Gewinnausschüttung angesehen werden.
Was gerade in o.g. Fall ohne vorherige Regelung schon unter normalen Umständen zu Diskussionen führen könnte

Angesichts des Arbeitsaufwandes soll unter dem Strich sicher kein exorbitant hohes Gehalt gezahl werden, im Gegenteil.
Einem Fremdvergleich wird das Gehalt im Gründungsjahr auf jeden Fall standhalten.

Re: Tantiemenregelung in Gründungsphase

Verfasst: 15.09.18, 08:15
von ralle123
Aus irgendwelchen Gründen kann ich hier nicht editieren, wollte aber dennoch die Lösung nachschicken.
Nach Rücksprache mit einem Steuerberater hat sich ergeben, dass die Gründung einer UG & Co KG für das geplante Geschäftsmodell deutlich besser geeignet ist.
Der Buchhaltungsaufwand ist zwar höher, aber die Fragen zur Gewinnausschüttung stellen sich bei einer Personengesellschaft nicht, zudem entstehen diverse steuerliche Vorteile.

Re: Tantiemenregelung in Gründungsphase

Verfasst: 25.09.18, 13:37
von TidoZett
Eine GmbH & Co. Kg ist immer besser... da kann der Steuerberater nämlich zweimal kassieren