Kurzfristige Auftragsstornierung, Arbeits-& Verdienstausfall, Schadenersatz

Recht der Unternehmen und Einzelfirmen, Handelsvertreterrecht, Provisionsrecht, Franchiserecht

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Brotdose
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Kurzfristige Auftragsstornierung, Arbeits-& Verdienstausfall, Schadenersatz

Beitrag von Brotdose »

Hallo,

leider ergab die Suchfunktion keine brauchbaren Ergebnisse. Ich hoffe, ich bin in diesem Teil des Forums richtig.

Ich hätte gern Eure Meinung zu nachfolgendem fiktiven Fall.

Ein Unternehmer(Sub) wird für ein anderes Unternehmen(Auftraggeber) tätig. Rahmenverträge oder ähnliches sind nicht geschlossen. In der Vergangenheit wurden schon diverse Aufträge erledigt, man kennt sich.

Einzelne Verträge/Aufträge werden durch Projektleiter, des Auftraggebers, per Email vergeben, sind aber nicht extra unterschrieben. Wortlaut in den Emails: "Wie bereits telefonisch besprochen, anbei Ihr neuer Auftrag, MFG....XYZ"

Die angehängten Aufträge sind an den Sub. adressiert.

Kurzfristig wird der Auftrag, durch den Auftraggeber Storniert. Einen Werktag vor Beginn der Leistungserbringung.

Für den Sub bedeutet der Auftrag einen Monat Arbeit, für die er in so kurzer Zeit nicht so schnell Ersatz findet. Vorleistungen seitens des Sub wurden zudem auch schon, in Form von Kalkulationen, Begehungen, Anfragen an Lieferanten etc. erbracht.

Kann der Sub bereits erbrachte Leistungen abrechen. besteht die Möglichkeit einen alternativen, vergleichbaren Auftrag o. ähnliches zu fordern oder ist Schadenersatz möglich?

Wie ist in diesem Fall die Rechtslage?

Vielen Dank im Voraus

MFG
Tastenspitz
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Re: Kurzfristige Auftragsstornierung, Arbeits-& Verdienstausfall, Schadenersatz

Beitrag von Tastenspitz »

Brotdose hat geschrieben: 28.01.21, 12:57 1 Kann der Sub bereits erbrachte Leistungen abrechen. 2 besteht die Möglichkeit einen alternativen, vergleichbaren Auftrag o. ähnliches zu fordern oder 3 ist Schadenersatz möglich?
1 Ja.
2 Fordern kann man alles. Pflicht dazu seitens des Auftraggebers - Nein.
3 Wenn, dann grob gesagt in Höhe des Gewinnausfalls.
Ist aber letztlich eine eher philosophische Diskussion wenn der "Sub" den Kunden weiter behalten will, sollte er sich mit dem Auftraggeber "im Guten" einigen.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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