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recht.de • Thema anzeigen - zu ähnlicher Klausur angemeldet, Ummeldung noch möglich?
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BeitragVerfasst: 17.03.18, 19:18 
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Hallo,

betrachten wir folgenden fiktiven Fall:

ein Student tätigt eine Klausuranmeldung und meldet sich aus Versehen nicht für eine Grundlagenprüfung (Pflichtfach) eines Kurses sondern für die des Aufbaukurses (Wahlfach) an, da die Namen eben weitgehend übereinstimmen. Dies fällt ihm leider erst am Prüfungstag auf. Der eingetragene Prüfer ist in beiden Fächer derselbe.
Er darf die Klausur die er eigentlich belegen wollte auch mitschreiben, sie wird ihm jedoch nicht verbucht und das Prüfungsamt nennt als Begründung hierfür einen Paragrafen aus der Studienordnung nach dem die Leistung nicht bewertet werden darf da er nicht angemeldet war.

Da sich die Kurse also nicht sehr Unterscheiden (vom Inhalt her natürlich schon) und der gleiche Prüfer eingetragen ist frage ich mich ob nicht doch eine Ummeldung, nachträgliche Anmeldung o. ä. z. b. wegen eines Schreibfehlers möglich ist? Wie würdet Ihr das sehen? Ähnliche Fälle habe ich weder in diesem Forum noch mit google finden können.

Danke im Voraus!


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 19:22 
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Beiträge: 1429
In solchen Ausnahmefällen wendet man sich an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und nicht an ein Internetforum.


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 19:43 
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Beiträge: 14

Themenstarter
Genauso hatte er es auch gemacht, die eMails an seine Adresse werden allerdings immer von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter abgefangen der wenig Interesse an dem Anliegen hat. Muss man bei soetwas einen schriftlichen Antrag stellen, ebenfalls Paragrafen zitieren und per Post verschicken?


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 20:24 
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Beiträge: 2534
Persönlich vorbeigehen? Zu meiner Zeit hatte da jeder Prof eine Sprechstunde.


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 20:27 
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Beiträge: 680
1) Die Vorsitzenden haben Sprechzeiten. Zumindest ist dies bei uns so.

Ansonsten einfach zum Büro hingehen und Fall vortragen mit Nachweis, dass dies per Email nicht bearbeitet wird. Fall vortragen und hoffen.

Hier sollte man jedoch gute Argumente haben. Ansonsten wird es einfach abgelehnt.

Frage dazu: Haben eure Kurse Nummern? Falls ja, warum nicht darauf geachtet? Nur eine der vielen Fragen, welche dann kommen werden.

2) Weitere Lösung ist, dass der Prüfer die Prüfungsleistung nächstes Semester einträgt, nachdem man angemeldet war....


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 20:50 
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Beiträge: 4043
Peace hat geschrieben:
2) Weitere Lösung ist, dass der Prüfer die Prüfungsleistung nächstes Semester einträgt, nachdem man angemeldet war....

Das könnte zu spät sein. Im Parallelthread soll noch schnell nachträglich ein Urlaubssemester beantragt werden, es droht die Zwangsexmatrikulation wegen zu vieler Fachsemester.


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 21:24 
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Beiträge: 14915
Meistens lassen sich Prüfungsbehörden auf Kulanz bei solchen Fehlern wie verpasste Anmedlungsfrist nicht ein. Wenn man das ein einziges Mal macht, beruft sich in Zukunft jeder andere bei gleichen oder ähnlichen Fällen auf Gleichbehandlung, und die Verfahrensregelungen sind praktisch hinfällig.


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 22:43 
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Registriert: 14.03.18, 18:38
Beiträge: 14

Themenstarter
Peace hat geschrieben:
Hier sollte man jedoch gute Argumente haben. Ansonsten wird es einfach abgelehnt.


Wäre es in diesem Fall ein gutes Argument, dass man in dieser Zeit durch eine notwendige Medikation in der Leistungsfähigkeit reduziert war und evtl. für dieses Semester noch ein Urlaubssemester bewilligt wird?

Peace hat geschrieben:
Frage dazu: Haben eure Kurse Nummern? Falls ja, warum nicht darauf geachtet? Nur eine der vielen Fragen, welche dann kommen werden.


Also die Kursnummern werden im Anmeldeprozess nicht angezeigt nur die Prüfungsnummern. Die sind natürlich unterschiedlich aber man geht wohl eher über die Namen der Kurse, diese Unterscheiden sich in dem am Schluss angehängten Wort (Grundlagen/Vertiefung) das überlesen wurde. Daher hatte er die falsche Eingabe getätigt. Ist das vom rechtlichen her kein "Schreibfehler"?


Peace hat geschrieben:
2) Weitere Lösung ist, dass der Prüfer die Prüfungsleistung nächstes Semester einträgt, nachdem man angemeldet war....


Da er das nicht von sich aus angeboten hat, gehe ich davon aus, dass er das auch nicht darf oder nicht machen möchte. Bei der Prüfung meinte er nur, dass das Prüfungsamt darüber entscheidet ob die Anmeldung korrekt war.


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 23:05 
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Beiträge: 1882
zerosnow hat geschrieben:
Die sind natürlich unterschiedlich aber man geht wohl eher über die Namen der Kurse, diese Unterscheiden sich in dem am Schluss angehängten Wort (Grundlagen/Vertiefung) das überlesen wurde. Daher hatte er die falsche Eingabe getätigt. Ist das vom rechtlichen her kein "Schreibfehler"?
Und wieviele andere Studenten haben sich sonst noch aufgrund des "Schreibfehlers" zur falschen Prüfung angemeledet?


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BeitragVerfasst: 17.03.18, 23:19 
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Registriert: 14.03.18, 18:38
Beiträge: 14

Themenstarter
Ich meine nicht, dass der Prüfer einen Schreibfehler bei den Bezeichnungen gemacht hat. Es gibt doch in Fällen in denen einem selbst kleinere schriftliche Fehler unterlaufen diesen weitläufigen Begriff, soweit ich weiss auch für andere Situtationen als wenn man etwas schreibt? Also wäre dem Studenten beim Anmeldevorgang ein Schreibfehler unterlaufen.


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BeitragVerfasst: 18.03.18, 01:30 
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Beiträge: 5358
zerosnow hat geschrieben:
Peace hat geschrieben:
Hier sollte man jedoch gute Argumente haben. Ansonsten wird es einfach abgelehnt.


Wäre es in diesem Fall ein gutes Argument, dass man in dieser Zeit durch eine notwendige Medikation in der Leistungsfähigkeit reduziert war und evtl. für dieses Semester noch ein Urlaubssemester bewilligt wird?

nein- im Gegenteil. Wenn der Student das angibt, widerspricht er sich.
Eben hat er noch aus Versehen den falschen Kurs gebucht und er will den Antrag auf
Zitat:
Ummeldung, nachträgliche Anmeldung o. ä. z. b. wegen eines Schreibfehlers

mit seiner reduzierten Leistungsfähigkeit begründen, wegen der er noch ein Urlaubssemester plant.

Zitat:
Peace hat geschrieben:
Frage dazu: Haben eure Kurse Nummern? Falls ja, warum nicht darauf geachtet? Nur eine der vielen Fragen, welche dann kommen werden.


Also die Kursnummern werden im Anmeldeprozess nicht angezeigt nur die Prüfungsnummern. Die sind natürlich unterschiedlich aber man geht wohl eher über die Namen der Kurse, diese Unterscheiden sich in dem am Schluss angehängten Wort (Grundlagen/Vertiefung) das überlesen wurde.


Da steht demnach "Recht (Grundlagen)" und "Recht (Vertiefung)" und "man" geht eher vom Namen statt der Nummer aus, die direkt daneben steht, aber trotz des Wissens, das es bei dem Fach Grundlagen/Vertiefung gibt, "überliest" man das am Schluss angehängte Wort.
Bei einem Wort/kurzen Satz, das/der nicht länger ist, als ein Studienfach. Als Student.

Da kann man wohl nur auf sehr wohlwollende Prüfer hoffen. Oder besser näher an der Wahrheit bleiben. Dieser Hinweis ist als Hilfe gemeint.


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BeitragVerfasst: 19.03.18, 03:00 
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Beiträge: 14

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winterspaziergang hat geschrieben:
zerosnow hat geschrieben:
Peace hat geschrieben:
Hier sollte man jedoch gute Argumente haben. Ansonsten wird es einfach abgelehnt.


Wäre es in diesem Fall ein gutes Argument, dass man in dieser Zeit durch eine notwendige Medikation in der Leistungsfähigkeit reduziert war und evtl. für dieses Semester noch ein Urlaubssemester bewilligt wird?

nein- im Gegenteil. Wenn der Student das angibt, widerspricht er sich.
Eben hat er noch aus Versehen den falschen Kurs gebucht und er will den Antrag auf
Zitat:
Ummeldung, nachträgliche Anmeldung o. ä. z. b. wegen eines Schreibfehlers

mit seiner reduzierten Leistungsfähigkeit begründen, wegen der er noch ein Urlaubssemester plant.


Verstehe ich nicht ganz. Es passieren einem wahrscheinlich besonders viel Irrtümer oder Eingabefehler wenn Medikamente die Konzentration/Gedächtnisleistung reduzieren.


winterspaziergang hat geschrieben:
Da steht demnach "Recht (Grundlagen)" und "Recht (Vertiefung)" und "man" geht eher vom Namen statt der Nummer aus, die direkt daneben steht, aber trotz des Wissens, das es bei dem Fach Grundlagen/Vertiefung gibt, "überliest" man das am Schluss angehängte Wort.
Bei einem Wort/kurzen Satz, das/der nicht länger ist, als ein Studienfach. Als Student.

Da kann man wohl nur auf sehr wohlwollende Prüfer hoffen. Oder besser näher an der Wahrheit bleiben. Dieser Hinweis ist als Hilfe gemeint.


Also die Fächer stehen nicht auf derselben Seite. Man kann die Seite Pflichtfächer öffnen und man kann die Seite Wahlfächer öffnen. Auf den Seiten stehen dann jeweils die zugehörigen Fächer. Er muss wohl unter dem Einfluss der Medis vergessen haben, dass es für ihn ein Pflichtfach ist oder auf welcher Seite er sich in diesem Moment befand. Bei diesem Namen überliest man das u. U. aber auch leichter v. a. wenn man nicht weiss dass es zwei davon gibt: Produktion, Logistik und Beschaffung - Grundlagen bzw. Vertiefung.


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BeitragVerfasst: 19.03.18, 08:53 
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Beiträge: 5358
zerosnow hat geschrieben:
...
Also die Fächer stehen nicht auf derselben Seite. Man kann die Seite Pflichtfächer öffnen und man kann die Seite Wahlfächer öffnen. Auf den Seiten stehen dann jeweils die zugehörigen Fächer. Er muss wohl unter dem Einfluss der Medis vergessen haben, dass es für ihn ein Pflichtfach ist oder auf welcher Seite er sich in diesem Moment befand. Bei diesem Namen überliest man das u. U. aber auch leichter v. a. wenn man nicht weiss dass es zwei davon gibt: Produktion, Logistik und Beschaffung - Grundlagen bzw. Vertiefung.

Hier wird niemand eine Voraussage machen können, wie dieses Argument bei den Prüfenden ankommt und ob es angenommen wird.
Man fragt, ob es ein gutes ist und bekommt die Info, dass es widersprüchlich ist und - ergänzend hier- vermutlich keins, was der Prüfungsausschuss nicht schon zig mal gehört hat.

Wie im anderen Thread auch schon genannt, ist es stets schwierig Wochen später zu argumentieren, man habe am Tag X Nebenwirkungen von Medikamenten gehabt und völlig neben sich gestanden. Der Arzt kann einem das im Nachhinein auch nur im Allgemeinen und nicht für diesen Tag attestieren und wenn das kein Medikament ist, das diese Nebenwirkungen in jedem Fall in diesem Ausmaß macht, kann er im Nachhinein auch nur schreiben, dass das diese NW machen kann.

Aber versuchen kann man es und vielleicht wird es anerkannt.


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BeitragVerfasst: 19.03.18, 18:41 
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Also die Aussage der Lehrstühle ist immer die, dass das Prüfungsamt keine nachträglichen Anmeldungen akzeptiert, so als würde alles vom Prüfungsamt abhängen. Hat ein Prüfungsausschuss hierüber überhaupt erweiterte Befugnisse?


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BeitragVerfasst: 20.03.18, 20:24 
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Aber Ihr würdet weiterhin sagen, dass ein Termin zur Sprechstunde etwas bewirken kann?


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