Unlösbares Übungsblatt: Schadensersatz für den Versuch?

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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freak89
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Unlösbares Übungsblatt: Schadensersatz für den Versuch?

Beitrag von freak89 » 06.01.09, 00:44

Hintergrund: Eine Mindestpunktzahl in wöchentlichen Übungsblättern ist Voraussetzung für eine Teilnahme an der Klausur.

Mathestudent A fürchtet diese Mindestpunktzahl nicht zu erreichen und legt sich daher sehr ins Zeug. Kann jedoch eine Aufgabe des Übungsblattes nach einiger Dauer immernoch nicht lösen. Voller Ratlosigkeit engagiert er einen Nachhilfelehrer, der ihm jedoch uch nicht helfen kann. Vollkommen verzweifelt macht er noch die Nacht vor Abgabe mit sehr viel Kaffeekonsum durch, um doch noch auf die zündende Idee zu kommen. Sie kommt ihm nicht und er gibt das Übungsblatt so ab.

Nach der Abgabe: Der Übungsleiter entschuldigt sich bei allen Studenten für eine fehlerhaft gestellte, in dieser Form unlösbare Aufgabe, die dann natürlich nicht mit in die Bewertung einfließt, sodass Mathestudent A die Zulassung schafft.

Hat Mathestudent A Schadensersatzansprüche gegenüber dem Übungsleiter oder gegenüber der Universität? Wenn ja: wird dabei nur das Honorar für die Nachhilfe oder auch die Schaffung einer Motivation zur Körperverletzung(Schlafentzug) berücksichtigt?

Vielen Dank im Voraus

rockbender
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Beitrag von rockbender » 06.01.09, 01:28

Wofür benötigt man denn einen Nachhilfelehrer(der dieses Fach auch nicht zu verstehen scheint) für diese Aufgabe?

Auch in der Mathematik gibt es die Wahrscheinlichkeit der unmöglichkeit einer Aufgabe.

Ein Fachkompetenter Nachhilfelehrer wäre schon viel eher von nöten gewesen sein.

Versucht doch nicht immer auf eurer eigenen Inkompetenz die Schuld bei anderen zu suchen.

Habe fertig.

Questor

Beitrag von Questor » 06.01.09, 06:55

Da gibt es wohl keinen Schadenersatz. Wenn sich ein Student auf eine Uni-Aufnahme vorbereitet zieht er ja auch die eine oder andere "Quelle" hinzu, die auch manchmal etwas kostet.
Zweitens, wie der Vorgänger schon sagt, scheint es sich nicht um einen kompetenten "Nachhilfelehrer gehandelt zu haben.
Drittens hätte Student ja auch einen anderen Studenten fragen können
Viertens wäre die Aufnahme sicher nicht an einer Aufgabe gescheitert, demzufolge wird es wohl noch mehr Aufgabe gegeben haben, die nicht gelöst wurden
Fünftens, wenn Mathe so wichtig für den Studiengang ist und Student A kann sie nicht, sollte er sich überlegen, ob er ausgerechnet diesen Studiengang belegen sollte.

Adromir
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Beitrag von Adromir » 06.01.09, 07:27

Lasst mal die Kirche im Haus. Nur weil man Schwierigkeiten mit einem Fach hat, heißt das noch lange nicht, daß man für das Fach oder den Studiengang komplett ungeeignet ist.
Geist ist Geil!

Questor

Beitrag von Questor » 07.01.09, 06:41

Adromir hat geschrieben:Lasst mal die Kirche im Haus. Nur weil man Schwierigkeiten mit einem Fach hat, heißt das noch lange nicht, daß man für das Fach oder den Studiengang komplett ungeeignet ist.
Tschuljung, aber das kommt auf das Fach an. Wenn es um Mathe geht, ist gerade dieses Fach i.d.R. dann auch ein integraler Bestandteil des Studienganges, durch dessen Nichtbestehen man dann oft das Studienziel nicht erreicht.
Außerdem war das nicht bösartig gemeint, sondern nur ein Tipp. Wenn der TE es erst merkt, wenn er schon 15 Semester hinter sich hat und es nur an Mathe hapert, dann hat er nur noch wenig Chancen, seinen weiteren Lebensweg auf die Reihe zu kriegen.

quadler
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Beitrag von quadler » 01.04.09, 21:44

ich willll aber ... :evil:

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