Festsetzung Praktikumbenotung Bestanden / Nicht Bestanden

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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sipho
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Festsetzung Praktikumbenotung Bestanden / Nicht Bestanden

Beitrag von sipho » 21.06.09, 13:26

Hallo!

Hier mal eine Fragestellung zur Möglichkeit einen Prof. zur Benotung, Bestanden oder Nicht Bestanden, eines Praktikums zu bewegen.

Studenden A und B belegen als Gruppe ein Laborpraktikum bestehend aus 6 Versuchen. Die einzelnen Versuche werden von unterschieldichen Professoren betreut.

Den Versuch 1 betreut der Professor X.

Zum Ablauf

Vor dem Beginn der Versuche wird vom betreuenden Professor ein Antestat durchgeführt. Erst im Anschluss des bestandenen Antestats kann der Versuch begonnen werden. Hat man das Antestat bestanden wird dies auf einem Formblatt durch Unterschrift vom Professor bestätigt.

Nach dem Versuch wird vom Laboringenieur eine Abnahme des Versuchsplatzes wieder durch Unterschrift quitiert.

Von dem durchgeführten Versuch ist ein Bericht anzufertigen, der innerhalb von 14 Tagen beim Laboringenieur abzugeben ist. Dies wird wiederum durch Unterschrift quitiert.

Im Anschluss ist ein Schlusstestat vom betreuenden Professor durchzuführen.
Ist das Schlusstestat bestanden, durch Unterschrift auf dem Formblatt quitiert, dann gilt der Versuch als Bestanden.

Sind alle 6 Versuche Bestanden gilt ist das Praktikum als Bestanden.
Die Versuche 2 bis 6 sind alle ordnunsgemäß abgelaufen und Bestanden.
Zum Bestehen des pPraktikums fehlt nur Versuch 1

Zum Sachverhalt:

Die Studenten A und B stehen im Labor um Versuch 1 durchzuführen. Der Professor X kommt nicht um das Antestat abzunehmen.

Mit Rücksprache des Laboringenieurs wird der Versuch 1 ohne Antestat durchgeführt, da das Nichterscheinen vom Professor X nicht zu unserem Nachteil ausgelegt werden könne. Der Versuch wird durchgeführt und am Ende wird der Versuchsplatz ordnungsgemäß wieder übergeben und durch Unterschrift des Laboringenieurs quitiert.

Der Bericht wird angefertigt und innerhalt der Frist von 14 Tagen beim Laboringenieur abgegeben und ebenfalls quitiert.

Die beiden Studenten A und B versuchen jetzt mit Professor X Kontakt aufzunehmen um ihr Schlusstestat zu bekommen. Nach einer Zusammenkunft in seiner Sprechstunde wird zumindest formal das Antestatt durch Unterschrift bestätigt.
Die Abnahme des Schlusstestats bleibt aus mit der Begründung der Bericht sei von ihm noch nicht angeschaut worden.

Folgende Begegnungen, über einen Zeitraum vom 2 Jahren, mit der Bitte um Abnahme des Schlusstestats in seiner Sprechstunde sind ebenfalls nicht erfolgreich. Die beiden Studenten haben bisher den Versuch weder Bestanden noch haben sie den Versuch Nicht Bestaden. Sie haben bisher keine klare Festsetzung und Abschließende Benotung.

Der Professor ist allgemein bekannt die Beine hochzulegen und sich die Arbeit sehr sehr einfach zu machen.
(Anmerkung des Autors: Ich möchte hiermit nicht die Arbeit eines gesamten Berufstandes über einen Kamm scheren. Die Mehrzahl mir bekannter Professoren machen einen guten Job)

Mit fortschreitenden Semestern hat Student A seine Diplomarbeit geschrieben. Es fehlt ihm allerdings noch das Praktikum zu Ausstellung der Diplomurkunde.
Eine Beschwerde mit Fristsetzung ist der Hochschulleitung zugegangen und verstrichen.

Jetzt stellt sich die Frage:

Wie kann man Professor X oder die Hochschule zwingen eine Entscheidung zu treffen und die Note ob nun Bestanden oder Nicht Bestanden festzusetzen. Der Student hat alle Bedingungen erfüllt und ist seiner Verpflichtung in allen Dingen bisher nachgekommen.

Ist der Versuch Bestanden ist alles gut.
Ist der Versuch Nicht Bestanden weiß man zumindest woran man ist und kann dann entsprechend tätig werden.

Welche Möglichkeiten hat Student A um Druck auf die Hochschule zu auszuüben damit sich überhaupt mal was bewegt. Er möchte gerne seine Diplomurkunde um sich zu bewerben und zu Arbeiten. Alle verharren in Bewegungsstarre und 20 Jahre will Student A auch nicht warten.

Was sieht unsere Rechtssystem in Deutschland da vor.

Gruß an alle

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