maximale Studiendauer bis Diplomprüfung?

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

Moderator: FDR-Team

Chavah
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 8230
Registriert: 06.02.05, 10:23

Re: maximale Studiendauer bis Diplomprüfung?

Beitrag von Chavah » 27.02.11, 08:57

Abgesehen von den Kosten blockiert er. Denn die Aufnahmekapazität einer Hochschule richtet sich immer nach den immatrikulierten Studenten. Soviel dazu. Wir zumindest haben immer, wirklich immer, angehende Studis auf der Warteliste stehen. Auch wegen solcher Fälle wie hier. Vielleicht noch eine Zahl: 80 % aller Studiengebühren gehen in Personalkosten. Es wird teilweise auch pro Semester einfach zu hoch kalkuliert, weil man ja davon ausgehen muss, dass alle Studis auch erscheinen.

Noch etwas zu den Härtefallregelungen: die gibt es an jeder Hochschule. Sind natürlich nicht in den Übergangsregelungen von Diplom- zum Bachelorstudiengang fixiert. Da gehören sie ja auch nicht hin.

Ergebnis, wie so oft: Frist vergeigt, selbst schuld. Ende der Fahnenstange ist erreicht.

Ach ja, ich vergaß: seit wann zahlt man bei 4000 € brutto 50 % Steuern?

Chavah

Caesar
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 741
Registriert: 07.02.05, 01:21

Re: maximale Studiendauer bis Diplomprüfung?

Beitrag von Caesar » 27.02.11, 16:38

Chavah hat geschrieben: Noch etwas zu den Härtefallregelungen: die gibt es an jeder Hochschule. Sind natürlich nicht in den Übergangsregelungen von Diplom- zum Bachelorstudiengang fixiert. Da gehören sie ja auch nicht hin.

Ergebnis, wie so oft: Frist vergeigt, selbst schuld. Ende der Fahnenstange ist erreicht.
Ganz allgemein betrachtet, die Aussage "selbst schuld" im Kontext eines Härtefalls, der dann nicht gewährt wird, kann man so sicher nicht stehen lassen.
Und nun?


Ganz davon abgesehen, daß die Rechtsmäßigkeit immer noch nicht argumentativ belegt wurde. Was ich bisher gehört habe, waren gebetsmühlenartig wiederholende Behauptungen, daß das so richtig sei, sowie das es Geld kosten würde, wobei letzteres ja wieder von mir entkräftet wurde.
Wir kommen hier so also auf keinen grünen Zweig, daher schlage ich folgendes vor, gehen wir mal von der Sache ganz anders heran:

Nehmen wir an, der Student bekommt seine Diplomprüfung nicht, er wechselt daher in den Bachelorstudiengang und studiert noch 2 weitere Jahre im Masterstudiengang so wie ich es beschrieben habe, was ist jetzt bitteschön gewonnen? Nun hat er ca. 2-3 Jahre weitere die Hochschule, wie sie sagen, "belegt" und konnte dabei nicht so wie gedacht gewinnbringend für die Volkswirtschaft eingesetzt werden.
Weswegen sollte also diese Art von Hochschulpolitik richtig sein?

Nicht berücksichtigt habe ich hierbei übrigens für den Staat negative Folgeeffekte die auftreten könnten, denn er könnte z.b. gesprochenes Recht in diesem Staate zukünftig in Frage stellen, das Vertrauen in diesen verloren haben und aus diesem Grund für den Rest seines Lebens im Ausland arbeiten.
Für den Staat wäre das ein Totalverlust, ist der Staat dann auch selbst schuld?

LENZH
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 25.06.16, 10:10

@Chavah: Seit wann zahlt man bei 4000 € brutto 50 % Steuern?

Beitrag von LENZH » 25.06.16, 10:48

Zumindest ab dem 1 € incl. Arbeitgeberanteil über 40% an Sozialabgaben, zzgl. Steuern. Wenn man die Sozialabgaben mit rein nimmt, verteilt unser Staat pro Arbeitnehmer fast 10.000 € pro Jahr um. Dieser Durchschnitt wird durch gut verdienende ermöglicht.

Aber zu Sache:
Ich habe das auch ignoriert und da mir nur noch die Diplomarbeit fehlt, verstehe ich den Stur Kopf der Hochschulen nicht. Das die da nicht ewig alle Vorlesungen anbieten müssen ist völlig klar, wobei eine sauberere Regelung gewesen wäre: Schein X wird ab ? durch den vielleicht sogar schwerere Schein Y aus dem Bachelor/Masterstudium ersetzt.

Das ich jetzt mehr Scheine machen soll, um dann mit dem Bachelor etwas wertärmeres zu bekommen ist absurd.

Sollen Sie es doch in der Urkunde klar vermerken: Studium ab ... Dipl. am .. dann ist allen alles klar. Wenn ich mich wo bewerbe, tue ich das mit Dipl. und einem Lebenslauf und dann paßt das dem Arbeitgeber oder nicht.

Wie sagte mir einer so schön: Wenn du als Chef einen Elektro-Meister einstellst, der die letzten 10 Jahre nur Verwaltung gemacht hat und der wegen fachlicher Unkenntnis einen Unfall hat, hat der Chef ein Problem - Meister hin oder her.

Chavah
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 8230
Registriert: 06.02.05, 10:23

Re: maximale Studiendauer bis Diplomprüfung?

Beitrag von Chavah » 25.06.16, 13:58

Glaubst du, dass das nach 5 Jahren irgendjemanden noch interessiert?

Chavah

Antworten