Widerspruch trotz § 26 Abs. 2 AZG bei Berliner Hochschule?

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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Morgano
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Widerspruch trotz § 26 Abs. 2 AZG bei Berliner Hochschule?

Beitrag von Morgano » 27.01.13, 19:22

Hallo FDR-Profis :) ,

ich habe ein konkretes Problem, möchte aber auch nicht gegen die FDR-Etiquette wegen unerlaubter Rechtsberatung verstoßen.
Da es nach der FDR-Etiquette erlaubt ist und es mir fair erscheint, zu sagen, was los ist, zunächst die konkrete Situation: Meine Lage ist ähnlich wie bei einer schlechten Benotung von Examensergebnissen. Mir wurde es verwehrt, einen Fachbeitrag in einer Internetzeitschrift zu veröffentlichen. Diese Internetzeitschrift wird von einem Institut einer Berliner Universität herausgegeben. Die Ablehnung meines Beitrages wurde mit einem Gutachten gerechtfertigt. Aus zwei Gründen zu Unrecht:
1.) Bei der Internetzeitschrift handelt es sich um eine unreferierte Zeitschrift, d. h. die Beiträge werden ohne Gutachten veröffentlicht, die Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Nur mein Beitrag wurde mit Hilfe eines Gutachtens zurückgewiesen.
2.) Das Gutachten ist – natürlich, das muss ich beweisen können – in allen relevanten Punkten unfair. Insbesondere wird das Wichtigste, wenn man einen Beitrag ablehnen will, nicht einmal versucht, so lassen sich aus dem Gutachten keine Argumente ableiten, was an meinem Beitrag fachlich falsch sein soll.
Zusammengefasst: Ich fühle mich gemobbt. Gerne sage ich euch konkreter, worum es sich genauer handelt, wenn ihr es wissen wollt – es geht sich aber um Physik.
Ich habe versucht – ganz analog zu den Regeln bei einem Widerspruch in Prüfungsangelegenheiten - , bei der Rechtsabteilung der Berliner Universität gegen die Ablehnung der Beitragsveröffentlichung Widerspruch einzulegen. Ohne Erfolg.

Daraus ergibt sich meine allgemeine Frage an euch, über die ich nachdenken möchte:

Unabhängig von der Frage, ob hier überhaupt ein Verwaltungsakt erlassen wurde, ist jedoch nach § 26 Abs. 2 AZG Berlin in Hochschulangelegenheiten der Widerspruch nicht gegeben.

Welche Varianten gibt es, wenn ein Widerspruchsverfahren nicht zulässig ist? Wie ist die Rechtslage?
Danke jedem, der mir durch seine Erfahrung und sein Wissen etwas weiterhilft.
Morgano

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Re: Widerspruch trotz § 26 Abs. 2 AZG bei Berliner Hochschul

Beitrag von Morgano » 08.02.13, 14:41

Hallo FDR-Profis :) ,
inzwischen sehe ich die Rechtslage wie folgt: Wegen § 26 Abs. 2 AZG Berlin ist in Hochschulangelegenheiten der Widerspruch nicht gegeben. Ausnahme sind Prüfungsangelegenheiten, hier gibt es keinen Unterschied zu den Unis in anderen Bundesländern und man muss ein Widerspruchsverfahren durchlaufen. In meinem Fall muss man wegen § 26 Abs. 2 AZG Berlin sofort vor dem Verwaltungsgericht klagen. Die Frist scheint ein Jahr zu sein, statt wie sonst vier Wochen.
Weiß es jemand genauer?
Morgano

kingofthehill
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Re: Widerspruch trotz § 26 Abs. 2 AZG bei Berliner Hochschul

Beitrag von kingofthehill » 23.03.13, 19:17

Zu kompliziert für dieses Forum:

Gehe bitte da hin (je nachdem welche Uni betroffen ist):

www.astafu.de

www.refrat.de

www.asta.tu-berlin.de

Dort gibt es eine kostenlose Rechtsberatung zum Hochschulrecht, auch wenn ich eher nicht glaube, dass es hier wirklich um Hochschulrecht geht.

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