Geburtsortangabe im Deckblatt von Dissertation

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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CIS
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Geburtsortangabe im Deckblatt von Dissertation

Beitrag von CIS » 31.01.13, 17:00

Hallo mal wieder,

ich habe da eine Rechtsfrage, die vielleicht ins Grundsätzliche geht und vielleicht auch eher ins Verwaltungsrecht passt.

Ich will demnächst promovieren. An der Fakultät meines Vertrauens (Info: Liegt in Baden-Württemberg) ist für die vorgeschriebene Veröffentlichung der Dissertation ein bestimmtes Musterdeckblatt festgelegt. Als Verfasserangabe ist dort enthalten: "Vorgelegt von (Name), aus (Geburtsort)"
Und mit Letzterem habe ich ein Problem. Ich fühle mich nämlich nicht als "aus meiner Geburtsstadt". Ich bin zwar dort geboren - von mir aus - , aber habe dort keinen Tag gelebt, war nie dort gemeldet und wüsste nicht mal, wie man diese Stadt schreibt, wenn ich sie nicht ab und an in Formulare eintragen müsste - dort aber, bitteschön, unter "geboren in" und nicht unter "aus".
"Aus" gibt in meinen Augen die Herkunft an, also dort, wo man aufgewachsen ist, oder auch den aktuellen Wohnort (wenn man in der Fremde ist), nie aber den Geburtsort. Ich empfinde die Angabe: "Ich bin aus (Geburtsort)" als falsch.
Ob das so stimmt, will ich hier jetzt nicht diskutieren. Das gehört eher in ein Sprachwissenschaftsforum. Ich würde sagen, wir gehen einfach mal davon aus, dass die Annahme stimmt.

Folgerung: Letztlich ist eine Promotion rechtlich ein Verwaltungsakt und die Uni eine Art "staatliche Stelle". Und in meinen Rechtsverständnis hat der Staat kein Recht, die Durchführung eines Verwaltungsaktes an die Voraussetzung zu knüpfen, dass der Antragssteller gegenüber der Öffentlichkeit eine Falschangabe über seine Person macht.

Oder wie sehen Sie das? Oder wie sieht das die Rechtslage? Was würde das Verwaltungsgericht dazu sagen?

nachbarkind
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Re: Geburtsortangabe im Deckblatt von Dissertation

Beitrag von nachbarkind » 09.02.13, 23:25

promovieren sie doch erstmal. Meistens schert das keinen, was auf dem Deckblatt steht. Womögich fällt es niemandem auf, dass da "geboren in" steht und nicht "aus". ;-)

Wenn Sie promoviert sind, Ihre Urkunde in der Hand halten, können sie die Fakultät dann auch darauf aufmerksam machen. Die ändert das womöglich in ihrer online veröffentlichten Promotionsordnung, ganz ohne kompliziertes Rechtsmittel.

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