Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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Asperger
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Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von Asperger » 30.09.15, 18:56

Mal angenommen

Vorgeschichte:
S studiert in einer Kleinstadt FH. Dort hat fast jedes Fach Vorraussetzungen.
Wenn man Prüfung 1 nicht besteht, dann kann man in Semester2 Prüfung 2,3,4,5 nicht schreiben usw.
Diese Voraussetzungen können sich schon auch mal im nächsten Semester verschieben.

Es passiert auch dass anstelle einer Februar Prüfung überraschend doch eine Projektarbeit geschrieben werden muss. Diese wird 1 Tag vor Heillig Abend über das FH interne System online gestellt (extern aus techn. Gründen nicht erreichbar zu dieser Zeit) . Abgabe direkt 1 Woche nach Weihnachten..

Student S wechselt intern den Studiengang.

das Problem
im neuen Studiengang hat S Vorlesungen bei Prof D. zu besuchen/schreiben.
Stichpunkte Vorlesung:

- Frau S ist letztes Jahr durchgefallen, dieses Jahr schafft Sie es wieder nicht
- Frau Y sie sehen aber toll aus,.. sie haben eine tolle Frisur (Sobald Y etwas sagt)
- haben Sie mal gesehen was X für Arme hat? so dick? So ein Bär ist ja das...(Geste Dicke Arme)
- Sie schaffen es nicht, Sie haben ein Problem, ich hab ihnen doch schon gesagt Sie schaffen es nicht

- Bilden Sie einen Satz mit zwei Verben...Jetzt sagen Sie einen Satz in dem folgendes Wort vorkommt
- wie heißen Sie nochmal? jetzt nochmal (im Minutentakt)

Während der Vorlesung steht der Prof.D hinter den Teilnehmern und prüft ob man auch richtig abschreibt. "Ich hab ihnen gesagt ohne Lineal"
..."aufrecht sitzen, Mütze runter, das ist nur zu Ihrem Besten, ich will ihnen nur helfen"

Es sind im Studiengang nur 10 Teilnehmer eingeschrieben, 5 erscheinen max. zur Vorlesung.
Es kommt also jeder mal dran.(Teilnehmer haben Angst, es gibt eine Menge Einträge in Bewertungs-seiten oder Social-Network-Portal [Name geändert], aber die Anwesenden spielen mit)

Problem 1
S hat Probleme damit bei zuhören+mitschreiben und würde gerne nur zuhören. Am liebsten würde S nur Notizen mit dem Notebook machen.

Außerdem hat S aktuell eine Diagnose Hashimoto Augenkrankheit, und es wäre in jeder Hinsicht Vorteilhaft manchmal tagsüber eine Sonnenbrille zu tragen.
Prof. D hat S auch schon angesprochen warum er so dreinschaut. S hat nicht mehr an der Vorlesung teilgenommen...und hat das Fach in Kürze wieder vor sich.

1. Hat der S das Recht auf Teilnahme an der Vorlesung ink. Lineal, Notebook und im Ausnahmefall Sonnenbrille?

2. Hat der S das Recht den Sitzplatz selbständig zu wählen (Ziel Reihe 2 außen)

3. Hätte S das Recht ohne mündliche Beteiligung an der Vorlesung teilzunehmen (kein Seminar)?


Problem 2

Zwei Prüfungen werden zu einer zusammengefasst (2 Teile).
Teil 1 ist bei Prof.D, Teil 2 bei Prof Arsh
Die Vorlesungen finden im Wechsel statt. Über 60% der Vorlesungen bei Prof. Arsh fallen auf einen Feiertag, VorlesungsfreienTag oder fallen wegen einer Messe aus.
Prof. Arsh macht auch keine Vorlesung sondern praktische Übungen (Elektronik).

Das Prüfungsthema ist unbekannt. Im Vorjahr sind 100% der Teilnehmer durchgefallen. Im letzten Semester gab es eine Zwischenprüfung mit dem selben Ergebnis. Die Prüfung wurde von 20% der Teilnehmer mit 4,0 bestanden (Prüfung 1 100% Prüfung 2 0%).

S hat diese Aufgaben noch nie gesehen, das Thema als solches ist ihm gänzlich unbekannt.

4. Hat S. das Recht auf eine Zielvereinbarung? d.h. Prüfungsthema oder Beispielaufgaben, oder zumindest eine verbindliche Gliederung?

Problem 3
Prof.D macht gern Zwischenprüfungen (i.d.R. 0 Punkte).
Ablauf:
- doch erst 40 Minuten (zeit nicht angesagt) Vorlesung
- Teilnehmer müssen sich nach dem Alphabet geordnet hinsetzen (andere Teilnehmer kamen später - Studiengang x- das Spiel ging von vorne los)

- Prof D. gibt die Prüfungen vertauscht zurück. Das heißt jeder bekommt die Klausur des anderen
. man muss sich gegenseitig bewerten. Wenn man falsch bewertet, wird die Differenz der eigenen Klausur abgezogen (Schriftbild Problem etc.)


5. Hat S das Recht sich einen Sitzplatz auszusuchen und sitzen zu bleiben (Abstand regelkomform)?

6 .Hat S das Recht zu verlangen dass die eigene Klausur nicht ausgeteilt wird? Was kann S tun wenn es dennoch geschieht?

[Asta ist zahnlos]



Wie ist die Rechtslage?

BäckerHD
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von BäckerHD » 01.10.15, 07:07

Es lässt mich als Leser schon fast schockiert zurück, wie viel Elan Sie darin investieren, Ihre Hochschule samt Dozenten auseinanderzupflücken und sich als Opfer darzustellen. Vielleicht sollten Sie in sich gehen und sich fragen, wo die wirklichen Probleme liegen?

fragenfueralle
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von fragenfueralle » 01.10.15, 08:11

Nur mal interessehalber: um welchen Studiengang geht es hier und welche Semester (Studiengang 1, Studiengang 2)?
Viele Menschen hinterlassen Spuren.
Nur wenige hinterlassen Eindrücke.

Manche aber hinterlassen nur beim Eindrücken Spuren.

Asperger
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von Asperger » 01.10.15, 08:31

Es handelt sich um prüfbare Fakten. Das Ziel ist Sicherheit zu erlangen, im Zweifel moralisch\rechtlich das Richtige zu tun. Im Falle der Änderung der Prüf. Voraussetzung sind alleine deswegen 40% durchgefallen (Harteantrag Zeituberschreitung). Es fällt schwer das zu ignorieren. Die Sicherheit / Information soll helfen nicht vorschnell das Falsche zu tun. ...um in dieser Sackgasse ohne ausweg die persönliche Verzweiflung etwas zu reduzieren.

Falls Sie mal meinen nickname googlen verstehen sie vielleicht meine Verzweiflung\Wortwahl. Es fällt mir schon schwer zu schreiben während jemand redet. Aber wenn dann noch Nähe dazu kommt und im Minutentakt eine persönliche frage...Das ist mir zu hart. Es handelt sich nicht um ein Missverständnis,dass mal jemand etwas falsches sagt. Es ist der Name der Zeitung sozusagen.

Die Summe an Negativbewertungen zu diesem Prof. (vor meiner Zeit) bestätigen dies.

@bäckerhd
Das Problem ist, dass ich so nicht teilnehmen kann. Ich bin lediglich erschöpft, erlange aber keine Information. Zu hause bleiben ist auch keine Lösung. Die anderen Fächer\Prof sind ok und wurden auch von mir geleistet. Ich will keinen Krieg sondern ein selbständiges Studium\lernen.

j.fugger
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von j.fugger » 01.10.15, 09:11

100% Durchfall? Ganz schön eklig!
Der verfasste Beitrag stellt meine Meinung zu dem Thema dar. Ich bin kein Rechtsgelehrter.

webelch
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von webelch » 01.10.15, 09:29

Wenn ich die Schilderung so lese und auf mich wirken lasse, kommt wohl letztlich nur ein Wechsel der Hochschule in Betracht. Möglicherweise sollte der Studierende auch Kontakt zu anderen suchen, die seine Umwelterfahrung teilen / verstehen.

Asperger
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von Asperger » 01.10.15, 11:42

100% Durchfall? Ganz schön eklig!
ja, "wir sind nicht wie andere FH wo man den Teilnehmern entgegen kommt. Das ist die Anforderung, die wird nicht geändert, selbst wenn alle durchfallen". Das war die Antwort auf die Frage nach Übungsaufgaben...Ok ich schweife ab.

Wenn ich nochmal wechsle, hätte ich in der Zeit auch ne Ausbildung abschliessen können...Fächer werden i.d.R: bei Bachelor nicht anerkannt.

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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von BäckerHD » 01.10.15, 11:49

Asperger hat geschrieben:
Falls Sie mal meinen nickname googlen verstehen sie vielleicht meine Verzweiflung\Wortwahl.
Dann müssen Sie sich aber auch die Frage gefallen lassen, ob ein reguläres Studium vor dem Hintergrund Ihrer Erkrankung überhaupt das Richtige für Sie ist und ob Ihre bisherigen Probleme sowie die o.g. Vorwürfe an Hochschule und Lehrkörper dadurch nicht gleich in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Flowjob
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von Flowjob » 01.10.15, 12:32

Bei der Betitelung des zweiten Professors dachte ich zuerst an Tourette. Das soll ja aber gelegentlich auch zusammen mit dem Asperger-Syndrom vorkommen.

Zafilutsche
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von Zafilutsche » 01.10.15, 12:35

Asperger hat geschrieben: - Frau S ist letztes Jahr durchgefallen, dieses Jahr schafft Sie es wieder nicht
Hat nix mit einer Rechtslage zu tun, aber solche "Sprüche" hört man ja nicht so selten.
Manchmal im Kontext einer Motivationssteigerung (Jetzt zeige ich es erst recht) manchmal aus fester Überzeugung
das eine bestimmte Person an einer Hürde scheitern muß, weil bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

Asperger hat geschrieben: - Frau Y sie sehen aber toll aus,.. sie haben eine tolle Frisur (Sobald Y etwas sagt)
Vielleicht ernst gemeint das die Frisur wirklich toll ist, vielleicht eine Provozierung dass man schlagfertig reagieren sollte (so wie im späteren Berufsleben auch)
oder einen Hinweis dass mindestens soviel Zeit und Energie für die Lösung der Aufgabenstellungen aufgebracht werden sollte wie für das Stylen der eigenen Haare.
u.s.w

Einen gewissen Unterhaltungswert hat der Prof. scheinbar :devil:

PS: Ich weiß nicht um welche Fachrichtung es geht, aber ich hatte beim Studium eines naturwissenschaftlichen Faches auch die Empfehlung vom Prof ohne Lineal zu skizzieren.
Hintergrund: Sie haben eine Problemstellung und müssen ganz schnell eine Skizze zum Erklären erstellen. Wenn Sie da so schäbige und schlechte Skizzen zeichnen versteht keine Sau was Sie da Erklären wollen. Und saubere gerade Linien zeichnen ist ohne Übung schwer.
Zuletzt geändert von Zafilutsche am 01.10.15, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.

SusanneBerlin
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von SusanneBerlin » 01.10.15, 12:47

3. Hätte S das Recht ohne mündliche Beteiligung an der Vorlesung teilzunehmen (kein Seminar)?
Ich kenne keine Uni, bei der die mündliche Beteiligung in die Notenbildung einfließt. Es macht also keinen Unterschied, ob S. jedesmal mit der statistisch wahrscheinlichsten Antwort auf Prüfungsfragen antwortet: "Ich weiß es nicht" oder gar nicht antwortet.

Allerdings hat man kein Recht darauf, vom Prof nicht angesprochen zu werden.
Grüße, Susanne

Asperger
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von Asperger » 01.10.15, 14:04

@BäckerHD

genau genommen hab ich bereits ein 99% Studium absolviert, Durchschnitt 2,0.
Leider hatte die Niederlassung, 500km entfernt von der Zentrale, nur eine einzelne Einkaufssachbearbeiterin. Das Thema war für 6 Monate geplant, da die internen Strukturen erst geschaffen werden müssen...was ich nicht wusste..ich ging von der üblichen 3 Monatszeit aus.
So war es unmöglich ein Kennzahlencockpit für den Einkauf zu erstellen....

Die Wiederholungsarbeit war dem ersten Thema zu ähnlich und wurde abgelehnt (Prof. hatte sich was anderes unter dem Titel vorgestellt).

Bei der Wiederholungsarbeit wurde ein altes Buch verwendet von dem es bereits einen Nachfolger gibt.
"Der Mehrwert einer Theorie- arbeit ergibt sich aus Verwendung aktueller Literatur". Ich habe dem Prof. das Buch gegeben und bin ins Bett gegangen. Ende

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen TSH Wert von 125. War also schon lange arbeitsunfähig.... Die Norm liegt bei 2,5.
Bei 4,5 zusammen mit den Antikörpern liegt eine typische "ich kann nicht mehr Situation vor". (körperlich/unverschuldet).

Jetzt dachte ich ich mache meinen Abschluss (jetzt Bachelor). Basierend auf den Annahmen der Vergangenheit. Gehe in die Vorlesung und lerne für mich selbst. Selbst bei mündlichen Seminar-fächern hatte ich vorher-nicht diese Ereignisdichte.

Es war mir immer wichtig, dass die Klausuren zuverlässig im voraus bekannt waren. Dann konnte ich mich darauf einstellen. Die Unterlagen aufteilen...Aber schnell noch ein Testat zusätzlich über Weihnachten...

Dass ich jetzt zu 4. in der Vorlesung sitze und unter Dauerbeschuss stehe war nicht geplant.
In der Tat stört mich, dass mich der Prof. überhaupt anspricht. Mit dem Herrn rede ich öfter als ich in der ganzen "Freizeit" überhaupt was zu reden habe. 1 mal pro Woche freiwillig melden ok.
Aber 7 mal pro Vorlesung....

Was ich auch nicht verstehe. Die zahlreichen Tutorien in denen man Pflichtaufgaben besprechen muss.
Pflichtanwesenheit, Pflichtpunkte, Zwischenklausuren. Davon profitiere ich nicht. Nicht selten haben die Tutoren auch nicht bestanden. "Aber bevor das Tutorium ausfällt, es hat sich halt sonst niemand gemeldet". Da ist der ganze Tag kaputt und ich habe noch nichts gemacht....

@SusanneBerlin
der Tipp ist gut. Einfach "kann ich nicht". Das ist besser als nein....Mal die Grenze ausloten....
Oder den "Hänsel und Gretel Ofen" in der Vorlesung aufbauen. Das würde gut passen. Und wenn er fragt reinstecken :twisted: (das war Ironie)

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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von webelch » 01.10.15, 17:49

Ich habe das Gefühl, dass ein Rechtsforum der falsche Ort zur Diskussion des Sachverhaltes sein könnte.

Chavah
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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von Chavah » 04.10.15, 16:06

@ weblech: ich auch.

Abgesehen davon wüsste ich mal, welches exotische Studienfach an einer öffentlichen Hochschule so studiert wird.

Chavah

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Re: Vorlesung im Vorkriegs-stil; Schikane, 100% Durchfall

Beitrag von questionable content » 04.10.15, 19:21

Es dürfte eine FH sein, die übrige Geschichte ist effektiv leider zu beantworten mit:

Hier sind studentenseitig sehr viele Grundlagenfehler gemacht worden. Da hier geltend gemacht wird, dass Auslöser eine Behinderung im klassischen Sinn der einschlägigen Europäischen und nationalen Regelungen ist, hätte diese frühzeitig geltend gemacht und zusammen mit den entsprechenden Gremien der Fachhochschule und ggf. sonstigen öffentlichen Stellen wie dem Integrationsamt im Rahmen des möglichen nach einer behinderungsgerechten Lösung gesucht werden müssen.

Das ist hier nicht geschehen. Nun sollte man derartiges nachholen und "zu retten, was zu retten ist".

Ebenso sollte - so es um Asperger geht - die medizinisch/psychologische Seite nicht übersehen werden. Einen einschlägig erfahrenen Therapeuten mit entsprechender Erfahrung zu finden und von diesem Unterstützung beider Entwicklung von Lösungen zu finden, mag kurzfristig nicht mehr möglich sein, aber es sollte dennoch um der mittelfristigen - absehbaren - Probleme angegangen werden.

Ob nun tatsächlich rechtlich greifbare Fehler seitens des Hochschullehrers vorliegen, ist eine andere Sache. Hier lautet die offensichtliche Antwort: Studentenvertretung und sonstige Hilfen wie Studienberatung konsultieren, ggf. einen einschlägig spezialisierten Rechtsanwalt. Die Sachverhaltsdarstellung ist allerdings perspektivisch verzerrter Unsinn - in der Form wird es sich der tatsächliche Sachverhalt am Ende niemals darstellen.
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.

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