Prüfungsordnung

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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Erik_1992
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Prüfungsordnung

Beitrag von Erik_1992 » 22.02.18, 05:06

Hallo,

ein Freund ist gerade in der Bearbeitungszeit seiner Bachelorarbeit. Er war bereits einmal krank für 7 Tage. Die 7 Tage wurden ihm gut geschrieben auf seine Bearbeitungszeit. Ihn hat es nun nochmal erwischt und jetzt frage ich mich ob er nochmal einen Aufschub bekommt für Krankheitsdauer. Die PO ist mMn nicht ganz eindeutig ob ein normales Attest reicht oder ob man ggf. zum Amtsarzt muss.

http://www.hwr-berlin.de/fileadmin/down ... 014_49.pdf

§ 14 Bachelorarbeit Absatz 5

[...]Die Versäumnisregeln des § 5 gelten entsprechend. Bei einer andauernden Prüfungsunfähigkeit von mehr als 14 Tagen kann der Prüfungsausschuss verlangen, dass ein amtsärztliches Attest vorgelegt wird.[...]

§ 5 Versäumnis Absatz 2

(2) Für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachte Gründe müssen dem für den Studiengang zuständigen Prüfungsamt unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern innerhalb von drei Werktagen, in der vom Prüfungsausschuss öffentlich bekannt gegebenen Form schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des Kandidaten oder der Kandidatin oder Erkrankung eines Kindes, für das der Kandidat oder die Kandidatin erziehungsberechtigt ist,
ist dem Prüfungsausschuss ein ärztliches Attest vorzulegen. In Zweifelsfällen kann der Prüfungsausschuss e
in amtsärztliches Attest verlangen, das die Prüfungsunfähigkeit bescheinigt und dessen Kosten der Kandida
t bzw. die Kandidatin zu tragen hat. Erkennt der Prü-fungsausschuss die Gründe an, so wird der Prüfungsv
ersuch nicht gewertet. Die versäumte Prüfung ist bei der nächsten angebotenen Wiederholungsmöglichkeit nachzuholen. Bereits bestandene Teilprüfungsleistungen werden in diesem Fall angerechnet.

Wie ist die Rechtslage?

winterspaziergang
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Re: Prüfungsordnung

Beitrag von winterspaziergang » 22.02.18, 07:54

Erik_1992 hat geschrieben:Die PO ist mMn nicht ganz eindeutig ob ein normales Attest reicht oder ob man ggf. zum Amtsarzt muss.

...
ist dem Prüfungsausschuss ein ärztliches Attest vorzulegen. In Zweifelsfällen kann der Prüfungsausschuss e
in amtsärztliches Attest verlangen
, das die Prüfungsunfähigkeit bescheinigt und dessen Kosten der Kandida
t bzw. die Kandidatin zu tragen hat.


...

Wie ist die Rechtslage?
steht oben recht eindeutig. Ein Attest muss vorgelegt werden und im Zweifel kann der PA ein amtsärztliches verlangen.

Erik_1992
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Re: Prüfungsordnung

Beitrag von Erik_1992 » 22.02.18, 08:29

Okay, Danke. Worauf beziehen sich dann die 14 Tage bei dem für die Bachelorarbeit spezifischen Paragraphen? Verstehe es so das im Falle der Bachelorarbeit erst ein Amtsärztliches Attest angefordert wird nach 14 Tagen Prüfungsunfähigkeit.

webelch
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Re: Prüfungsordnung

Beitrag von webelch » 22.02.18, 08:37

Auch das steht da sehr eindeutig. Dauert die Krankheit länger als 14 Tage kann ein solches Attest verlangt werden. Sollte ja kein Problem darstellen, wenn tatsächlich eine solch längerfristige Krankheit vorliegt.

Erik_1992
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Re: Prüfungsordnung

Beitrag von Erik_1992 » 22.02.18, 09:06

Also bei exakt 14 Tagen oder weniger ist es eher unwahrscheinlich das man zum Amtsarzt geschickt wird?

Vielen Dank für die Aufklärung.

webelch
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Re: Prüfungsordnung

Beitrag von webelch » 22.02.18, 09:44

Das kommt darauf an, denn Sie haben selbst zitiert
In Zweifelsfällen kann der Prüfungsausschuss ein amtsärztliches Attest verlangen, das die Prüfungsunfähigkeit bescheinigt und dessen Kosten der Kandidat bzw. die Kandidatin zu tragen hat.
Und solch ein Zweifelsfall ist eher nicht an eine feste Anzahl von Tagen gebunden.

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