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recht.de • Thema anzeigen - Getränkebestell. Limit überschritten Gast will nicht zahlen
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BeitragVerfasst: 20.02.18, 12:37 
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Registriert: 20.02.18, 12:21
Beiträge: 1
Liebes Forum,

unseren Club kann man für private Feiern mieten. Üblicherweise wird im Vorfeld per Vertrag ausgemacht, welche Getränke der Gastgeber übernimmt (meistens Softdrinks, Bier, Wein).

In Bestimmten Fällen wird im Vorfeld ein Limit, in diesem Fall mündlich (max. Betrag in Euro) ausgemacht, mit dem Vermerk das das Limit nat. schwanken kann, wenn bestellt wird.

Jetzt gab es neuerlich den Fall, das der Kunde die von Ihm bestellten Getränke nicht bezahlen will, weil er mit seiner Bestellung in Summe über dem Limit lag. Genau genommen geht es um ein Limit von ~ 40,00 €. Rechnungsbetrag ~ 75,00€. Er weigert sich den Betrag zu zahlen. Weil angeblich "wir" das Limit überschritten, indem wir weiter auf die Bestellung von Ihm Getränke ausgeschenkt haben.

Der Gast hat doch aber meinem dafürhalten, weiter Getränke bestellt und somit auch einen Vertrag geschlossen?

Wer hat nun recht? Wie ist die Rechtslage?
Vielen Dank für eure Antworten.


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 12:48 
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Beiträge: 11927
Hallo,

die Rechtsfindung ist immer eine Folge dessen, was haben die Vertragsparteien vereinbart. Je klarer die Vereinbarung, desto leichter die Auslegung.

Deshalb habe ich zunächst ein paar Fragen an den Sachverhalt und an die Bedeutung der Vereinbarung zwischen Gastwirt und Kunde.

Zitat:
In Bestimmten Fällen wird im Vorfeld ein Limit, in diesem Fall mündlich (max. Betrag in Euro) ausgemacht, mit dem Vermerk das das Limit nat. schwanken kann, wenn bestellt wird.
Welchen Sinn hat das Limit? Welche Folgen sollen eintreten, wenn das Limit erreicht ist? Was wurde vereinbart, wie es weitergeht, wenn das Limit erreicht ist? Die Bar macht zu, es werden keine Getränke mehr ausgeschenkt?

Zitat:
mit dem Vermerk das das Limit nat. schwanken kann, wenn bestellt wird.
Was soll mit dieser unklaren Formulierung erreicht werden?

Wurde dem Kunden an dem betreffenden Abend mitgeteilt, dass das Limit von 40€ erreicht ist?

Wurde dem Kunden an dem betreffenden Abend nicht mitgeteilt, dass das Limit erreicht ist und einfach weiter an die Gäste ausgeschenkt, dann ist das Limit nichts wert, es hat dann keinen Sinn und Zweck.


Zitat:
Genau genommen geht es um ein Limit von ~ 40,00 €.
Hat man dem Kunden nicht gesagt, dass 40€ bei 10 Gästen so gut wie nichts ist? Da bekommt doch jeder gerade mal ein Getränk. Für 40€ kann man doch keine Bar exklusiv einen Abend mieten. Wieso nimmt der Wirt so einen unsinnigen Auftrag überhaupt an, das rechnet sich weder für den Wirt, und den Gästen des Kunden wird eine Großzügigkeit vorgegaukelt die der Gastgeber die der Gastgeber gar nicht zu leisten gewillt ist. Da hätte man gleich sagen können: Die erste Runde geht auf Rechnung des Gastgebers, ab dem 2. Getränk zahlt jeder selbst. Das wäre eine transparente und praktikable Regelung gewesen.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 20.02.18, 13:13 
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Beiträge: 4217
barbetreiber hat geschrieben:
Wie ist die Rechtslage?

Das wir hier keine Rechtsberatung im Einzelfall leisten dürfen und ich von einem Gewerbetreibenden erwarte das er in der Lage ist sich entsprechende Beratungsleistungen einzukaufen.

Ansonsten ist mir noch nicht so ganz klar wer hier wie beteiligt ist. Hat da einer allein mit sich gefeiert? Ein Limit von 40 € für Getränke klingt jetzt für eine Feier mit mehreren Personen nicht grade üppig. Und selbst dann wäre Frage wer hat geordert? Der Gastgeber oder einer seiner Gäste?


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BeitragVerfasst: 21.02.18, 10:50 
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Beiträge: 40
Wenn der Gast gesagt hat: gebt mir Bescheid wenn ich eine Rechnung von ca 40 Euro erreicht habe, trinkt er natürlich so lange weiter bis er diese Info bekommt. Er verlässt sich ja darauf dass der Betreiber bzw. die/der Mitarbeiter dementsprechend darauf achten.
Wenn das Limit erheblich überschritten wird, hier ja fast das doppelte, trifft den Gast eher keine Schuld. Man könnte sich kulanter Weise auf 50 Euro einigen und der Betreiber achtet in Zukunft besser darauf dass solche Abmachungen auch eingehalten werden.

Rein rechtlich wird der Gast aber eher Pech haben. Da die Absprache mündlich erfolgte wird er schwerlich beweisen können dass dieses 40 Euro Limit ausgemacht war, ausser es waren Zeugen zugegen.

Da der Betreiber aber vielleicht diesen Gast nicht verlieren möchte sollte er sich, wie schon erwähnt, mit ihm einigen.


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BeitragVerfasst: 21.02.18, 12:01 
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Beiträge: 824
Zitat:
Rein rechtlich wird der Gast aber eher Pech haben. Da die Absprache mündlich erfolgte wird er schwerlich beweisen können dass dieses 40 Euro Limit ausgemacht war, ausser es waren Zeugen zugegen.
Die verbrauchten Getränke werden wohl auch kaum beweissicher erfasst wurden sein.


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BeitragVerfasst: 21.02.18, 12:12 
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gmmg hat geschrieben:
Die verbrauchten Getränke werden wohl auch kaum beweissicher erfasst wurden sein.
Wieso das?

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"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 21.02.18, 19:38 
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Noch nie in einer Kneipe gewesen?


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BeitragVerfasst: 21.02.18, 22:06 
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Wohnort: Auf diesem Planeten
gmmg hat geschrieben:
Noch nie in einer Kneipe gewesen?
Doch und wenn sie korrekt geführt wird, dann ist jedes Getränk in der Kasse gebucht und somit belegbar.

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BeitragVerfasst: 21.02.18, 22:47 
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Damit ist vielleicht belegbar, dass jemand was in die Kasse getippt hat, aber mehr auch nicht.

Wenn hier also bestritten würde, dass ein Limit bestand, dann kann genau so gut bestritten werden, dass dieses überschritten wurde.


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BeitragVerfasst: 21.02.18, 22:51 
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ktown hat geschrieben:
Doch und wenn sie korrekt geführt wird, dann ist jedes Getränk in der Kasse gebucht und somit belegbar.
Eine Kasse im Sinne einer elektronischen Registrierkasse ist in der Gastronomie nicht unbedingt vorgeschrieben.

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Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.


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BeitragVerfasst: 21.02.18, 23:53 
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barbetreiber hat geschrieben:
In Bestimmten Fällen wird im Vorfeld ein Limit, in diesem Fall mündlich (max. Betrag in Euro) ausgemacht, mit dem Vermerk das das Limit nat. schwanken kann, wenn bestellt wird.

das (markiert) mit sinnfrei

Zitat:
Der Gast hat doch aber meinem dafürhalten, weiter Getränke bestellt und somit auch einen Vertrag geschlossen?

Der Gast hatte ein Limit mit "maximalem Betrag" vereinbart. Wozu wurde dies vereinbart, wenn man ihm wortlos :?: weiter ausschenkt, im Glauben lässt, das Limit gelte noch und behauptet, nun sei ein neuer Vertrag geschlossen?

Zitat:
Wer hat nun recht? Wie ist die Rechtslage?

Die Rechtslage ist, dass dieses "Limit, mit Max-Betrag, das aber schwanken kann, wenn man weiter bestellt, man erfährt aber nichts davon" an eine Täuschung denken lässt


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BeitragVerfasst: 22.02.18, 00:06 
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karli hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:
Doch und wenn sie korrekt geführt wird, dann ist jedes Getränk in der Kasse gebucht und somit belegbar.
Eine Kasse im Sinne einer elektronischen Registrierkasse ist in der Gastronomie nicht unbedingt vorgeschrieben.
Ich dachte mit dem neuen Kassengesetz wäre das verpflichtend.

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BeitragVerfasst: 22.02.18, 02:44 
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winterspaziergang hat geschrieben:
wenn man ihm wortlos :?: weiter ausschenkt, im Glauben lässt, das Limit gelte noch und behauptet, nun sei ein neuer Vertrag geschlossen?
Das ist ja die Frage. Dazu hat sich der TE noch nicht weiter geäußert, wenn ich das richtig gesehen habe. Natürlich kann es auch so gewesen sein, dass der Wirt den Gast darauf hingewiesen hat, dass das Limit erreicht ist und der Gast dann gesagt hat: Ist egal, ich will weiter trinken. In dem Fall muss der Gast auch zahlen.

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Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -


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BeitragVerfasst: 23.02.18, 12:04 
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Zitat:
Ich dachte mit dem neuen Kassengesetz wäre das verpflichtend.
Dme ist nicht so, wie karli schon sagte, und es tut hier auch nichts zur Sache. Spammen Sie doch nicht schon wieder den Thread zu.


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BeitragVerfasst: 23.02.18, 13:54 
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gmmg hat geschrieben:
Zitat:
Ich dachte mit dem neuen Kassengesetz wäre das verpflichtend.
Dme ist nicht so, wie karli schon sagte, und es tut hier auch nichts zur Sache. Spammen Sie doch nicht schon wieder den Thread zu.
und was tragen sie mit diesem Post zum Thema bei? :lachen:

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