Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Moderator: FDR-Team

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 21304
Registriert: 05.07.07, 08:27
Wohnort: Daheim

Re: Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Beitrag von Tastenspitz »

Diese Zettel sind die größte Verschwendung von Papier seit der Erfindung der Werbebeilage. Aufwand und fragwürdiger Erfolg sind himmelweit auseinander. Nicht zu vergessen, dass haufenweise Leute mit dem selben Kugelschreiber Kontakt haben um die Kontaktdaten zu notieren. Dadurch ergibt sich dann auch der Sinn der Aktion. :wink:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

khmlev
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6242
Registriert: 02.05.09, 19:01
Wohnort: Leverkusen

Re: Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Beitrag von khmlev »

Tastenspitz hat geschrieben:
01.10.20, 23:33
Nicht zu vergessen, dass haufenweise Leute mit dem selben Kugelschreiber Kontakt haben um die Kontaktdaten zu notieren. Dadurch ergibt sich dann auch der Sinn der Aktion. :wink:
Das passiert nur dann, wenn die Hygieneregeln nicht eingehalten werden bzw. nicht verinnerlicht wurden.

Im Übrigen kann hier jeder selbst dazu beitragen, dass nicht "haufenweise Leute mit dem selben Kugelschreiber Kontakt haben", indem man einen Stift mitbringt.

Die Pandemie fordert von jedem Bürger, seinen Beitrag zu leisten. Nur dann wird es gelingen, die Pandemie in (vermeintlich) beherrschbaren Grenzen zu halten.
Gruß
khmlev
- out of order -

deerhunter
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 370
Registriert: 31.12.05, 12:21
Wohnort: in der Nähe von Leipzig

Re: Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Beitrag von deerhunter »

Zafilutsche hat geschrieben:
01.10.20, 12:12
Die Praxis zeigt offenkundig, das eine Freiwilligkeit/Eigenverantwortung nie funktioniert.
Beispiele wie in Hamburg, wo nur Bruchteile der Restaurant Besucher ermittelt werden konnten, um die "infektionskette" unterbrechen zu wollen, haben das "bewiesen". Mit "Phantasienamen" kann keine betroffene Person benachrichtigt werden.
Wenn wenige Restaurantbesucher ein Phantasienamen eintragen, könnte die Strategie der Infektionskettenunterbrechung dennoch aufgehen, aber je mehr Leute die Phantasienamen vergabe unterstützen, desto unwahrscheinlicher wird's funktionieren.
Die Frage was für alternativen zur Komplettschließung sind möglich und im Ergebnis auch effektiv?
Die Praxis zeigt eher, dass viele Leute dem "politischen" Wahnsinn nicht komplett folgen und ihre Daten nicht gerne offen angeben. Nach befragen von 2 Wirten hörte ich, dass 75% einen Fantasienamen angeben und der wirt damit lebt! Weil jede Pizza zählt momentan!
Celestro hat geschrieben:
01.10.20, 12:23
Die Frage ist, wofür überhaupt der Name benötigt wird. Eine erreichbare E-Mail-Adresse oder Telefonnummer würde doch reichen.
So ist es und das würde auch eine Mehrheit vermutlich einfacher akzeptieren
khmlev hat geschrieben:
01.10.20, 13:08
Die Angabe von Name, Anschrift und Telefonnummer sind jedenfalls nach der Corona-Schutzverordnung NRW Pflichtangaben.

Gleichzeitig sind die Daten unter Beachtung des Datenschutzes zu erheben und zu verarbeiten, so dass Sammellisten ausgeschlossen sind. Auch die Aufbewahrung und spätere Vernichtung hat unter Beachtung des Datenschutzes zu erfolgen.

Wenn der Datenschutz eingehalten wird, hat außer dem Verantwortlichen keiner Zugriff auf die Daten und die Herausgabe ist ja auch geregelt.
Aus diesen Gründen geben die Leute halt Fantasienamen an
Gaia hat geschrieben:
01.10.20, 14:26
Es braucht keine Rechtsgrundlage, wenn ich als Betreiber z.B. einer Disco einen Altersnachweis verlange. Diesem Verlangen braucht die Person nicht nachkommen. Sie wird dann halt nicht reinkommen.
Wenn jemand meinen Ausweis sehen will, braucht er dazu eine Rechtsgrundlage...welcher Wirt kann es sich leisten, momentan jemanden nicht rein zu lassen?
ch bin mir sicher, die Mehrzahl der Gäste hat keinerlei Verständnis hat für Typen, die sich einen Dreck um die Gesundheit ihrer Mitmenschen scheren. Zumindest dann, wenn es so offenkundig wäre wie in diesem Fall. Zumal es andernfalls bei ein wenig Konsequenz auf Seiten der Betreiber schwierig werden dürfte, noch ein Restaurant zu finden, in dem man willkommen wäre.
Wenn 75% falsche Namen angeben, scheint die Mehrheit eher kein Verständnis für die Regelung zu haben! Das hat mit der Gesundheit der Mitmenschen eher wenig zu tun...das kann ich ihnen als praktizierender Arzt erzählen. Deshalb sehe ich und auch die meisten meiner Kollegen im Umfeld keinen Grund ihren echten Namen / anschrift abzugeben. Aber ist ja bei uns im Bundesland auch nicht nötig!
Hungern. Essen zum mitnehmen. Lieferservice. Drive In. Kochen lassen. Selber kochen. Irgendwas essen, was nicht gekocht werden muß.
Oder in Sachsen / sachsen Anhalt essen gehen...oder so wie wir als Donald Duck, Donald Trump und Obama! Geht auch
Tastenspitz hat geschrieben:
01.10.20, 23:33
Diese Zettel sind die größte Verschwendung von Papier seit der Erfindung der Werbebeilage. Aufwand und fragwürdiger Erfolg sind himmelweit auseinander. Nicht zu vergessen, dass haufenweise Leute mit dem selben Kugelschreiber Kontakt haben um die Kontaktdaten zu notieren. Dadurch ergibt sich dann auch der Sinn der Aktion.
Danke, so sehe ich das auch

PS: So lange Politiker, öffentlich diese "Regeln" nicht ernst nehmen, werden es vermutlich auch die meisten Bürger nicht machen. So wie Spahn im Fahrstuhl / 70% der Politiker beim Hammelsprung im BT / der BuPräs beim Urlaubsfoto oder die SPD am Wochenende auf der wahlparty in NRW
Gruß

Adam

Celestro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2947
Registriert: 22.06.05, 23:24

Re: Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Beitrag von Celestro »

Gaia hat geschrieben:
01.10.20, 17:24
Weil die werden wahrheitsgemäße Angaben wahrscheinlich nur dann machen, wenn sie damit rechnen müssen, daß der Druck dazu deutlich größer ist als der, den sie selber verspüren.
Das trifft sicher auf einige zu, aber nicht auf alle. Wobei ... ein großer Teil der Verheirateten wird dann lieber gar nicht hingehen, oder sich auf "Angebote" beschränken, bei denen es keine Kontaktverfolgung gibt.

Gaia
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 860
Registriert: 27.04.19, 18:45

Re: Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Beitrag von Gaia »

khmlev hat geschrieben:
01.10.20, 22:58
Nein, natürlich nicht.
Also ist diese Aussage
khmlev hat geschrieben:
01.10.20, 14:44
"Zudem sind die Daten im Bedarfsfall der zuständigen Behörde auf Verlangen zur Verfügung zu stellen."
schon mal falsch.
Die kann man nicht einfach außer Kraft setzen, und wir würden sie dafür auch nicht ändern.
Ich wüßte ja gern, wo und wie die StPO geändert wurde, so daß die LKW-Mautdaten nur für die eigentlichen Zwecke genutzt werden dürfen.
Trotzdem ist das ein ganz eng begrenzter Bereich, bei dem es um Leben und Tod geht.
Auch die Bundeskanzlerin kann natürlich nicht immer alles wissen.
Es muss alles dafür getan werden, und es wird, denke ich, auch alles dafür getan, dass auf diese Listen nicht einfach zugegriffen wird.
Wie man sieht, denkt sie falsch.
Wir schauen noch einmal, ob man so etwas noch klarstellen kann.
Es wird also nichts passieren.
Aber die Strafprozessordnung wollen wir dafür nicht ändern.
Siehe oben.
Wenn jemand meinen Ausweis sehen will, braucht er dazu eine Rechtsgrundlage...
Drei Sätze, keine schwierigen Worte:
Gaia hat geschrieben:
01.10.20, 14:26
Es braucht keine Rechtsgrundlage, wenn ich als Betreiber z.B. einer Disco einen Altersnachweis verlange. Diesem Verlangen braucht die Person nicht nachkommen. Sie wird dann halt nicht reinkommen.
Was war daran jetzt nicht zu verstehen?

deerhunter
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 370
Registriert: 31.12.05, 12:21
Wohnort: in der Nähe von Leipzig

Re: Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Beitrag von deerhunter »

Gaia hat geschrieben: ↑
01.10.20, 14:26
Es braucht keine Rechtsgrundlage, wenn ich als Betreiber z.B. einer Disco einen Altersnachweis verlange. Diesem Verlangen braucht die Person nicht nachkommen. Sie wird dann halt nicht reinkommen.

Was war daran jetzt nicht zu verstehen?
Ja, ist doch dann kein Problem...wer verliert dann? Der Wirt, dem 50 - 100 € entgehen + einige weitere Kunden, die dem lautstarken Disput entfliehen oder ich? Ich gehe dann über die Straße zum nächsten Wirt, der mich freudig empfängt auch ohne Ausweis!
Gruß

Adam

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 18771
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Kontaktlisten und erweiterte Auskunftssperre

Beitrag von FM »

Kann man langsam in Speakers. Corner verschieben.

Antworten