Mündliche Vereinbarungen abseits der AGB - gültig?

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kotor.useR
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Mündliche Vereinbarungen abseits der AGB - gültig?

Beitrag von kotor.useR » 03.05.13, 10:33

Hallo zusammen!

Folgendes Anliegen:

Irgendwann mitte September habe ich ein Zimmer in einer Pension gebucht. Daraufhin habe ich erfahren, dass ich im Zimmer einer Bekannten im gleichen Ort schlafen kann. Ich habe dann mit der Pension besprochen, dass ich das Zimmer NUR DANN storniere, wenn eine andere Person in meinem Zimmer untergebracht werden kann und ich daraufhin keine Stornierungsgebühren von 80% (laut AGB) tragen muss!

Hätte ich diese Gebühren bezahlen müssen, wäre ich DEFINITIV in die gebuchte Pension gefahren. Erstens wegen den anfallenden Kosten (Sinn und Zweck sollte es ja durch das Nutzen des privaten Zimmers der Bekannten sein, genau diese zu sparen!) und zweitens, weil die Pension unmittelbar am damaligen Zielort liegt. Warum sollte ich diese 80% tragen, aber dann woanders schlafen, um von dort aus dann noch mit dem Taxi zum Zielort fahren zu müssen? Absolut unlogisch.

Ein Telefonat hat dann ergeben, dass sie eine andere Person in das Zimmer unterbringen konnten und ich somit keine Kosten tragen muss (es ist durchaus möglich, dass die Pension mir damals kulant entgegengekommen ist). Fakt ist: nur aufgrund dieser Zusage habe ich mich dann für das private Zimmer und NICHT für die Pension entschieden. Ich kann mich genau an das Telefonat erinnern (und war auch zu diesem Zeitpunkt nicht allein, sprich: unter Zeugen).

Jetzt bombadiert mich der Zuständige der Pension mit Rechnungen und besteht auf die Bezahlung der Storno-Gebühren von diesem Zeitraum (wohlgemerkt: 7 (!!) Monate später). Er kann sich an die Vereinbarung nicht erinnern.

Wie sind mündliche Vereinbarungen zu werten, an die sich die andere Partei nicht mehr erinnern kann? Wie ist die Rechtslage?

Vielen Dank,

ktr
Zuletzt geändert von kotor.useR am 03.05.13, 10:43, insgesamt 4-mal geändert.

Ronny1958
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Re: Mündliche Vereinbarungen abseits der AGB - gültig?

Beitrag von Ronny1958 » 03.05.13, 10:38

Wie sind mündliche Vereinbarungen zu werten, an die sich die andere Partei nicht mehr erinnern kann?
Das dürfte Ihr Problem sein:

Den Beweis anzutreten, dass die Vereinbarung so getroffen wurde, wie Sie es schildern.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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