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Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 06:42
von BäckerHD
Frisch_ling hat geschrieben: Ob es einen Rechtsanspruch darauf gibt vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.
"Rechtsanspruch"... Wie stellen Sie sich das denn bitte vor? Etwa so?

"Berlin. Ein Gaststättenbetreiber wurde heute zur Zahlung einer Strafe in Höhe von € 2000.- verurteilt, weil er einem Gast das Servieren von Leitungswasser verweigert hatte. Wie jedoch jedermann weiß, hat hierauf jeder Bürger einen gesetzlich garantierten Anspruch. Der Gaststättenbetreiber war für keine Stellungnahme zu erreichen; aus gut informierten Insiderkreisen war jedoch zu erfahren, dass der Wirt sich derzeit mit dem Gedanken trägt, eine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten und später Insolvenz anzumelden; auch ein Suizid komme durchaus in Frage."

Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 07:46
von jayb
Tastenspitz hat geschrieben:
questionable content hat geschrieben:Kännchen Kaffee (Einkaufspreis 3-10 Cent)
*Klugscheissmodus an*
Man rechnet bei modernen Maschinen ca. 10 g pro Tasse. Kännchen (für draußen :mrgreen: ) also etwa das doppelte. Bedeutet: Auch bei der billigsten Bohne mit einem Kilopreis von 6 €, die selten genommen werden, sind das schon mehr als 10 Cent. Dazu sind noch die Kosten für Milch, Zucker und natürlich das hier viel zitierte gefilterte Wasser zu rechnen.
*Klugscheissmodus aus*
*auchmalklugscheiss*
Mich kostet zu Hause eine gute Tasse Espresso (kein doppelter) 24 Cent (nur das Pulver). Geht natürlich günstiger (zu Lasten der Qualität).

Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 14:26
von Ronny1958
Dem Deutschen ist halt nicht klar zu machen, was guter Kaffee wirklich wert ist. Hauptsache billig, Hauptsache Masse, Klasse ist zweitrangig. Jedenfalls den meisten. Ethische Vorbehalte wie fair trade etc. lasse ich mal außen vor.

In den Erzeugerländern gibt es neben den Spitzenprodukten durchaus minderwertigen Kaffee, was wir als 3. Wahl bezeichnen würden. Diesen Kaffee würde ein Einheimischer aus dem Erzeugerland nicht im Traum selber genießen. Es lohnt eigentlich auch nicht, diesen zu ernten, aber...er wird geerntet. Und für wen macht man sich überhaupt die Mühe solchen minderwertigen Kaffee zu ernten?

Richtig: German Export.

Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 15:21
von Tastenspitz
Wer es ganz genau wissen will muss sich die Bohnen auch genau ansehen, die er da kauft. Einfach mal eine Handvoll rausnehmen und danach sortieren:
Ganze Bohnen, Art der Bohnen (Robusta oder Arabica), dann gebrochen Bohnen, dann verbrannte Bohnen und letztlich Fremdkörper. Letztere beiden haben in einer guten Mischung eigentlich nichts verloren.
Dann kann jeder für sich entscheiden, ob er/sie sowas haben will.

Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 15:33
von ktown
:lachen: ich stell mir gerade vor, wie jetzt die Kunden im Laden die Packungen aufreißen, und die Bohnen begutachten.. :lachen: :lachen:

Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 15:51
von Ronny1958
Dem Zwang kann man durch fairtrade Kaffee ganz leicht entgehen. Der ist Spitzenqualität.

Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 18:28
von blackylein
Ronny1958 hat geschrieben:Dem Zwang kann man durch fairtrade Kaffee ganz leicht entgehen. Der ist Spitzenqualität.

Sicher?
Bei dem, was in den Supermärkten und Diskountern als fairtrade und bio verkauft wird, kann ja kaum gute Qualität rauskommen.

Re: Leitungswasser im Restaurant?

Verfasst: 13.04.16, 18:36
von Ronny1958
Es gibt da mE nur noch eine Kette, bei der auch drin ist, was draufsteht. Wird von demeter und ähnlichen beliefert.

War bis vor kurzem noch in Familienbesitz. Firmensitz Fulda in der Rhön.

Bei den beiden Marktführern steht nur das Euro-Bio drauf aber ganz gewiß haben die keinen fairtrade Kaffee.

Ein paar wirklich gute Versandhändler haben ebenfalls fair gehandelten Kaffee im Angebot.
Dritte-Welt-Läden sind die vertrauenswürdigsten, aber auch am teuersten.

Man muß mit Kilo-Preisen um 26+x € rechnen.